Bayern-Basketballer: Neues vom Gärtnerplatz

Nach der Heimpleite der Bayern-Basketballer gegen Zenit fordert Coach Sasa Djordjevic: „Wir müssen jetzt unser wahres Gesicht zeigen.“
| Julian Buhl
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"Wir müssen jetzt unser wahres Gesicht zeigen", fordert der Chefcoach des FC Bayern Basketball Sasa Djordjevic (r.).
Rauchensteiner/Augenklick "Wir müssen jetzt unser wahres Gesicht zeigen", fordert der Chefcoach des FC Bayern Basketball Sasa Djordjevic (r.).

München - Sasa Djordjevic musste gar nichts sagen, als er das Cafe „emilo“ betrat. Noch bevor er seine Mütze abgesetzt hatte, fragte ihn der Inhaber der kleinen Kaffee-Rösterei wohlwissend: „Einen doppelten Espresso, wie immer?“

Djordjevic grinste und nickte. Der Chefcoach des FC Bayern Basketball hatte sich mit seinem Lieblingscafe am Gärtnerplatz einen außergewöhnlichen Ort für die Pressekonferenz ausgesucht. Gärtnerplatz? Da war doch was! Nach dem 77:80 bei Zenit St. Petersburg und der darauffolgenden Gala gegen Alba (97:58) hatte der Serbe genau damit die wundersame Wandlung seines Teams erklärt. „Wir waren ein bisschen spazieren am Gärtnerplatz, Kaffeetrinken, alles ganz locker“, hatte er gescherzt.

Hofft er nach der Rückspielniederlage (88:99) gegen Zenit nun also auf den nächsten Gärtnerplatz-Effekt? Djordjevic ging auch dieses Mal nicht mit seinen Spielern spazieren, auch wenn das, wie er nun sagte, durchaus „dabei helfen könnte, unsere Köpfe ein bisschen freizubekommen“. Genau darum geht es nämlich bei den Bayern-Basketballern, wie er auf AZ-Nachfrage erklärte: „Manchmal spielt der Kopf eine größere Rolle als Fitness und Form.“

Die Zenit-Pleite habe er auch in vielen Einzelgesprächen mit seinen Spielern analysiert. Bei den kommenden Aufgaben erwartet Djordjevic nun, „dass wir eine Reaktion zeigen und unser wahres Gesicht. Ich möchte die Freude in den Gesichtern meiner Spieler sehen.“ Im Training gehe es „im Moment auch ein wenig darum, sich etwas entspannter zu fühlen“, um Druck-Situationen besser zu begegnen.

Djordjevic verwies erneut darauf, dass sein Team mit der Verpflichtung von Nick Johnson „ein bisschen die Automatismen verloren“ habe. Gerade bei einem Point Guard könne man nicht erwarten, dass sofort alles funktioniert. Der Coach sieht den Topscorer der beiden vergangenen Spiele aber auf einem guten Weg: „Er wird seine Zeit auf dem Spielfeld bald noch mehr genießen – und wir auch.“

Nun gelte es, „zu der Energie, der Geschwindigkeit und dem Selbstvertrauen zurückzufinden, das wir schon hatten“. Kapitän Bryce Taylor, der ebenfalls noch bei der Pressekonferenz der etwas anderen Art vorbeischaute, vermisste gerade in den Topspielen ein wenig „die Aggressivität, die wir brauchen“.

Jeder Spieler müsse „in jedem einzelnen Moment voll auf seine Aufgabe fokussiert sein“. Er und seine Kollegen seien schließlich „immer noch dabei, uns als Team zu finden“. Am Samstag (20.30 Uhr) bietet sich den Bayern gegen Aufsteiger Rasta Vechta die nächste Gelegenheit dazu.

 

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