Bayern-Basketballer gegen Moskau: Auf zum Showdown

Nach dem mühsamen Sieg der Basketballer des FC Bayern im Eurocup gegen Ulm geht es Mittwoch gegen Khimki Moskau um den Gruppensieg. Coach Djordjevic klagt: "Wir waren zu ängstlich".
| Julian Buhl
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Kapitän Bryce Taylor rettet Bayern mit einem Dreier in der Schlusssekunde gegen Ulm in die Verlängerung. Dort gibt es Grund zum Jubel.
Rauchensteiner/Augenklick Kapitän Bryce Taylor rettet Bayern mit einem Dreier in der Schlusssekunde gegen Ulm in die Verlängerung. Dort gibt es Grund zum Jubel.

München - Maik Zirbes hätte sich wohl am liebsten selbst eingewechselt. Der Neuzugang der Basketballer des FC Bayern war beim Eurocup-Heimspiel am Mittwochabend gegen Ulm zwar in der Halle, doch für sein Debüt kam die Partie wie angekündigt nach einer leichten Fußverletzung noch zu früh. Und so musste der 2,07 Meter große Center tatenlos dabei zusehen, wie der Basketball-Krimi seinen Lauf nahm.

Mit einem Dreier in der Schlusssekunde rettete Kapitän Bryce Tayler den FCBB so gerade noch in die Verlängerung. In der behielten die Bayern dann schließlich die besseren Nerven, siegten am Ende mit 101:98. Dass die Partie in der Top16-Gruppenphase gegen einen darin sieglosen und bereits ausgeschiedenen Gegner trotzdem kein Trainingsspiel für die Bayern werden würde, war schnell klar. "Ulm hat heute gezeigt, warum sie aktuell Tabellenführer in der Bundesliga sind", sagte FCBB-Coach Alexander Djordjevic über die Gäste, die ohne Druck aufspielen und so mehr als gut mithalten konnten.

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"Wir haben heute zu ängstlich gegen ihre Defensive agiert", sagte Djordjevic weiter. Verstärkung tut also not. Wie gut, dass Zirbes der Ruf vorauseilt, genau dort, unter anderem beim Offensivrebound, selbst für Angst und Schrecken beim Gegner zu sorgen. Geschäftsführer Marko Pesic hatte ihn mit der Erwartungshaltung in München angekündigt, die Mannschaft mit seinen Fähigkeiten "auf eine neue Ebene" zu heben. Man darf also gespannt sein, wie die Bayern mit Zirbes auf dem Parkett agieren werden.

Im Endspiel um Platz eins am kommenden Mittwoch bei Titelfavorit Khimki Moskau könnten die Bayern den Nationalspieler jedenfalls gut gebrauchen. Nach dem fünften Sieg im fünften Gruppenspiel, den sich der FCBB mehr erzitterte als souverän sicherte, reicht dabei nach dem Hinspielcoup gegen Khimki (90:74) theoretisch sogar eine Niederlage mit 15 Punkten Unterschied in Russland. Nur der erste Platz garantiert im Viertelfinale, das im Best-of-three-Modus ausgespielt wird, das Heimrecht im entscheidenden dritten Spiel.

"Wir wollen mit Anlauf und Selbstvertrauen ins Halbfinale", hatte Zirbes, der in den vergangenen Jahren in der Euroleague, also der europäischen Königsklasse, spielte, schon bei seiner Vorstellung angekündigt. "Für uns war es natürlich wichtig, so ein Spiel in der Verlängerung zu gewinnen. Daraus können wir nur lernen", sagte Djordjevic. Vor allem Taylor (17 Punkte) und Topscorer Devin Booker (18 und acht Rebounds) sorgten dafür, dass die Bayern 2017 (in acht Spielen) weiter ungeschlagen bleiben. Vor dem Showdown in Moskau steht am Samstag zunächst das nächste Liga-Heimspiel gegen Frankfurt an. Zirbes wird wieder in die Halle kommen. Und das wohl nicht mehr nur als Zuschauer.

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