Basketball-Finne Petteri Koponen: Er ist Bayerns Coolster

Petteri Koponen wirft die Basketballer des FC Bayern in der Schlusssekunde zum Sieg gegen Barcelona und wahrt seinem Team die Playoff-Chance. 
| Johannes Schnabl
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Er kann sich feiern lassen: Bayern-Coach Dejan Radonjic und sein Team haben noch immer eine Chance auf die Euroleague-Playoffs.
Rauchensteiner/Augenklick 2 Er kann sich feiern lassen: Bayern-Coach Dejan Radonjic und sein Team haben noch immer eine Chance auf die Euroleague-Playoffs.
Einst bei Bayerns Basketballern, jetzt bei Barcelona: Trainer Svetislav Pesic.
Rauchensteiner/Augenklick 2 Einst bei Bayerns Basketballern, jetzt bei Barcelona: Trainer Svetislav Pesic.

Petteri Koponen wirft die Basketballer des FC Bayern in der Schlusssekunde zum Sieg gegen Barcelona und wahrt seinem Team die Playoff-Chance.

München - Dass Finnen an sich nicht gerade für überschäumende Emotionen bekannt sind, ist bekannt. Petteri Koponen, Bayerns nordische Wurfmaschine, setzte in Sachen Coolness aber noch einen drauf.

"Wir hatten noch fünf, sechs Sekunden zu gehen, der Trainer sagte, ich soll den Ball nehmen, das habe ich gemacht. Und ich habe meinen Wurf genommen, so wie ich es immer mache. Das ist alles", sagte Koponen lapidar kurz nach seinem wohl wichtigsten Korb für die Basketballer des FC Bayern.

Nur war es eben kein normaler Wurf, den der Finne so nebenbei ein paar Augenblicke vorher verwandelt hatte, sondern der Traum eines jeden Basketballspielers: Ein Buzzerbeater, ein Treffer zum Sieg in letzter Sekunde. Und ein ganz, ganz wichtiger nebenbei.

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Denn: Koponens zwei letzte Punkte zum 73:71-Sieg gegen den FC Barcelona halten für die Bayern die theoretische Chance auf das Erreichen der Playoffs in Europas Königsklasse am Leben.

Er kann sich feiern lassen: Bayern-Coach Dejan Radonjic und sein Team haben noch immer eine Chance auf die Euroleague-Playoffs.
Er kann sich feiern lassen: Bayern-Coach Dejan Radonjic und sein Team haben noch immer eine Chance auf die Euroleague-Playoffs. © Rauchensteiner/Augenklick

"Wir wollten zeigen, dass wir ein anderes Team sind", sagte Koponen bei "Magenta Sport" nach zuletzt drei Niederlagen im höchsten europäischen Wettbewerb, der Euroleague.

Und auch sein Coach war nach der kleinen Pleitenserie wieder versöhnt. "Vor dem Spiel habe ich gesagt, dass unser Ziel war, ein besseres Spiel als in Griechenland bei Piräus (69:89, d. Red.) zu machen", erklärte Dejan Radonjic nach dem Herzschlagfinale und konstatierte: "Das ist uns gelungen."

Barca-Coach Pesic: "Wir waren uns am Ende zu sicher"

Allerdings sah es vor 6.500 Zuschauern im ausverkauften Audi-Dome lange nicht nach einem Erfolg für Radonjics Team aus. Die Bayern lagen fast permanent im Rückstand, fanden kaum in ihren Rhythmus und leisteten sich obendrein auch noch krasse Fehler im Abschluss. Teilweise wurden einfachste Korbleger versiebt, auch von Topspielern wie Devin Booker oder Derrick Williams.

Einst bei Bayerns Basketballern, jetzt bei Barcelona: Trainer Svetislav Pesic.
Einst bei Bayerns Basketballern, jetzt bei Barcelona: Trainer Svetislav Pesic. © Rauchensteiner/Augenklick

So hatte auch der Coach des Gegners, Bayerns Ex-Trainer Svetislav Pesic, nur eine Erklärung für die Niederlage. "Wir waren uns am Ende zu sicher, dass wir das Spiel nach Hause bringen, deshalb hatten wir am Ende keine Konzentration in der Defense", erklärte Pesic.

Er wird die Niederlage aber verschmerzen können: Der FC Barcelona ist bereits für die Endrunde qualifiziert. Und der 70-Jährige, der die Bayern selbst von 2012 bis 2016 betreut hatte, erkannte auch: "Bayern hat den Sieg verdient, wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft verloren."

Bayern-Matchwinner Koponen: "Jetzt geht es um alles!"

Diese Mannschaft zeigte aber erst im vierten Viertel ihre Qualitäten. Mit 24:15 gewannen die Bayern den letzten Abschnitt und belohnten sich für eine packende Aufholjagd, als Koponen im Herzschlagfinale den Schlusspunkt setzte.

Mit dem 13. Erfolg im 28. Spiel kletterte der FCBB vorübergehend auf Platz zehn des 16er-Feldes. Nur die ersten acht Ränge berechtigen zur Playoff-Teilnahme. Zwei Siege in den letzten beiden Spielen und Schützenhilfe der Konkurrenz wären nötig, damit der FCBB als erstes deutsches Team überhaupt die Playoffs erreicht.

Die Münchner treten noch zweimal auswärts an: bei Darussafaka Istanbul (29. März) und gegen Gran Canaria (5. April). Und da läuft auch der coole Finne heiß. "Es ist nie einfach, auswärts zu gewinnen", sagte Koponen, fügte aber lächelnd hinzu: "Jetzt geht es um alles!"

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