Andrea Trinchieri warnt vor Villeurbanne: "Keiner will gegen sie spielen!"

Andrea Trinchieri spricht über die Personalrochade bei Bayerns Basketballer und warnt vor Gegner Villeurbanne: "Keiner will gegen sie spielen."
| Julian Buhl
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Andrea Trinchieri mit Wade Baldwin.
Andrea Trinchieri mit Wade Baldwin. © sampics/Augenklick

München - Die Tabelle lügt eben doch. Auf jeden Fall bildet sie bisweilen ein ziemlich trügerisches Bild ab.

Zumindest, wenn man Andrea Trinchieris Worten glaubt, dann ist genau das aktuell beim Blick auf das Tableau der Euroleague der Fall. Dass dieses die von ihm gecoachten Basketballer des FC Bayern mit acht Siegen aus zwölf Spielen als Drittplatzierte ausweist, will er gar nicht in Zweifel ziehen. Dass Villeurbanne mit nur drei Siegen als Tabellenvorletzter und damit vermeintlich als Außenseiter am Freitag (20.30 Uhr) in München antreten wird, dagegen umso entschlossener.

Trinchieri über Villeurbanne: "Sie haben Barcelona gekillt"

"In diesem Moment sind sie eins der drei besten Teams der gesamten Euroleague", behauptete Trinchieri vor dem Duell mit dem französischen Meister: "Sie haben eine großartige Balance gefunden und spielen gerade unglaublich stark." Er verwies auf den Coup, der den Franzosen kürzlich gegen den Euroleague-Primus (80:68) gelungen ist. "Sie haben Barcelona gekillt und hätten es auch gegen Real und Efes verdient gehabt zu gewinnen." Trinchieri ist sich jedenfalls sicher: "Im Moment will kein Coach in der Euroleague gegen sie spielen."

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Dass seine Kollegen genau das mal über sein Team sagen würden, hat der Italiener seinen Spielern übrigens als seinen "Traum" und Ziel mit auf den Weg in die Saison gegeben. Und die Vorfreude der Gegner auf die Bayern, die zweifellos das Überraschungsteam der bisherigen Euroleague-Saison sind, dürfte sich aktuell tatsächlich ziemlich in Grenzen halten.

Verlässt auch Alex King die Bayern-Basketballer?

Trotz des Traumstarts des FCBB sahen sich die Verantwortlichen zu einer Personalrochade veranlasst. "Ein Basketballteam ist wie ein Orchester", führte Trinchieri dazu aus, "du brauchst alle Instrumente, überall rechts und links jemanden, der mit dir gemeinsam spielt."

T.J. Bray (ausgeliehen) und Malcolm Thomas (Vertrag aufgelöst) haben den Klub verlassen. Wie "BIG" berichtet, soll auch Routinier Alex King, der bislang gerade mal 1:56 Minuten in der BBL zum Einsatz kam, vor einem Wechsel nach Würzburg stehen. Dafür wurden Guard D.J. Seeley, 31, und "Big Man" James Gist, 34, verpflichtet. Beide sind erfahrene Meister ihres Fachs und sollen bald die Rolle als Erste Geiger übernehmen - was Bray und Thomas nicht gelungen war.

Neuzugang Seeley komplett ohne Anpassungsprobleme

Seeley konnte sein Potenzial schon mal andeuten. Ohne Training wurde er am Sonntag beim 90:72 gegen Göttingen gleich Topscorer. Auch zwei Tage später beim Sieg beim Mitteldeutschen BC (96:84) gehörte er mit 17 Zählern erneut zu den besten Bayern. "Bis jetzt sieht es bei ihm so aus, als ob er hier schon immer spielen würde", sagte Trinchieri und sprach von der "reibungslosesten Eingliederung" eines Spielers, "die ich je hatte".

Bei Gist, der zuletzt vertragslos war, könnte dieser Prozess ein etwas längerer werden. Der Euroleague-Veteran wird in der kommenden Woche in München erwartet. Trinchieri sieht in ihm einen "der besten Verteidiger in Europa". Er habe sich aber angeeignet, "meine Erwartungen nach unten zu schrauben, dann ist alles einfacher". Eine Vorstellung davon, was die beiden Neuen "uns geben werden", hat der Maestro aber freilich trotzdem schon im Kopf: "Was genau, das werden wir auf dem Parkett sehen." Im Fall von Seeley schon am Freitagabend wieder.

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