Zwei spannende Namen, viele Abgänge: Der Transferplan des FC Bayern

Beim FC Bayern wird dieser Tage am Kader für die neue Saison gebaut. Während Kennet Eichhorn nach AZ-Information kein Thema mehr ist, ist ein DFB-Star im Fokus der Münchner. 
von  Maximilian Koch
Muss in der kommenden Transferperiode liefern: Sportvorstand Max Eberl.
Muss in der kommenden Transferperiode liefern: Sportvorstand Max Eberl. © IMAGO

Aktuell ist es auf den Trainingsplätzen an der Säbener Straße so ruhig wie sonst das ganze Jahr über nicht. Der FC Bayern stellt gleich 18 WM-Fahrer – plus Jonas Urbig, der als Trainingstorhüter mit dem deutschen Team in die USA gereist ist. Dafür erhalten die Münchner von der Fifa als Ausgleichszahlung fast 3,81 Millionen Euro. Nur Manchester City kassiert mit 4,55 Millionen Euro noch ein bisschen mehr, die Engländer stellen 19 WM-Spieler.

FC Bayern kassierte Absage bei Gordon

Die Abstinenz der WM-Teilnehmer heißt aber nicht, dass bei Bayern Stillstand herrscht - im Gegenteil. Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund planen im Hintergrund den Kader der neuen Saison, einige Spieler sollen noch verkauft werden, andere das Team verstärken. Die AZ gibt einen Überblick.

Nach der Absage von Wunschspieler Anthony Gordon, der lieber für satte 80 Millionen Euro von Newcastle United zum FC Barcelona gewechselt ist, suchen die Münchner weiter nach einer Top-Alternative für den Angriff. Laut Transferexperte Fabrizio Romano könnte dieser Spieler Ismael Saibari werden. Der 24-jährige Marokkaner steht bei der PSV Eindhoven unter Vertrag, die Niederländer sollen bis zu 60 Millionen Euro Ablöse verlangen.

Entschied sich gegen den FC Bayern: Anthony Gordon.
Entschied sich gegen den FC Bayern: Anthony Gordon. © IMAGO

Eichhorn ist kein Thema mehr beim FC Bayern

Zu viel aus Bayern-Sicht. Die Münchner wollen offenbar höchstens 48 Millionen Euro zahlen. Saibari, der im Sturm und im offensiven Mittelfeld einsetzbar ist, würde gern zu Bayern wechseln. Ob sich die Klubs einigen können?

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Kein Thema mehr ist hingegen Kennet Eichhorn. Der 16-Jährige ist den Münchnern zu teuer, intern gab es nach AZ-Informationen keine Einigkeit bei den Bossen, Eichhorn zu holen. Zumal das Management des Spielers zehn Millionen Euro Handgeld aufgerufen haben soll. Bayern setzt stattdessen auf Noel Aseko. Der 20-Jährige kehrt nach seiner Leihe zu Hannover 96 nach München zurück, er darf sich in der Vorbereitung ab 20. Juli empfehlen.

Bayern-Bosse finden Brown spannend

Und sonst? Links in der Viererkette soll noch Verstärkung her. Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt ist ein Spieler, den die Bayern-Verantwortlichen nach AZ-Infos sehr spannend finden. Der 22-Jährige könnte auf Sicht Alphonso Davies ablösen, der zu oft verletzt ist und daher nicht mehr als unverkäuflich gilt.

"Ich lese das natürlich auch, aber ich will mich jetzt auf die WM fokussieren", sagte Brown, als ihn die AZ im DFB-Trainingslager in Herzogenaurach auf das Bayern-Werben ansprach: "Was danach kommt, schaue ich dann. Aber jetzt ist mein voller Fokus auf der WM." Brown verwies auf seinen bis 2030 gültigen Vertrag in Frankfurt und ergänzte: "Ich fühle mich superwohl, auch in der Stadt, ich habe da Freunde." Er sei "richtig angekommen, mir macht es echt Spaß."

Spielt er künftig für den FC Bayern? Nathaniel Brown.
Spielt er künftig für den FC Bayern? Nathaniel Brown. © IMAGO

FC Bayern will zahlreiche Spieler verkaufen

Ausgeschlossen ist sein Abschied aber nicht. Um verschiedene Einkäufe realisieren zu können, braucht Bayern Einnahmen durch Verkäufe. Von Eberl wird erwartet, dass er die bisherigen Leihspieler Alexander Nübel, João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza verkauft. Auch Minjae Kim und Hiroki Ito sollen nach Möglichkeit abgegeben werden. Ende August auf der nächsten Aufsichtsratssitzung wird Eberls Arbeit dann bewertet – seine Zukunft hängt von dieser Transferperiode ab.

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