Zwei Bayern-Legenden in der AZ: "Lewandowski schafft den Müller-Rekord"

Am Samstag in Mainz kehrt der Topstürmer zurück, fünf Treffer fehlen ihm noch bis zur Bestmarke von Gerd Müller. In der AZ sagen Lothar Matthäus und Dieter Hoeneß, warum sie an Lewandowski glauben.
| Maximilian Koch
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Hat den Rekord von Gerd Müller fest im Visier: Bayerns Tormaschine Robert Lewandowski
Hat den Rekord von Gerd Müller fest im Visier: Bayerns Tormaschine Robert Lewandowski © dpa

München - Im Mannschaftstraining des FC Bayern trifft Robert Lewandowski (32) schon wieder, wie er will: mit rechts, mit links, mit dem Kopf. Egal. Hauptsache immer ins Tor. Die Laune beim polnischen Weltfußballer ist bestens - und man kann ihn ja verstehen. Knapp vier Wochen nach seiner Bänderverletzung im rechten Knie, die er im WM-Qualifikationsspiel gegen Andorra (3:0) erlitten hatte, steht Lewandowski am Samstag im Auswärtsspiel bei Mainz 05 (15.30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker) vor dem Comeback.

In der ersten Partie seiner Rückkehr könnte Bayern mit einem Sieg vorzeitig die neunte Meisterschaft in Serie sichern, doch Lewy hat natürlich noch mehr vor: Er will den 40-Tore-Rekord von Legende Gerd Müller aus der Saison 1971/72 egalisieren und am liebsten sogar brechen. Klappt's noch? Derzeit liegt Lewandowski bei 35 Treffern, vier Spiele bleiben ihm noch.

Matthäus überzeugt: Lewandowski überholt Müller

"Freilich hat er die Möglichkeit, noch fünf oder sechs Tore zu schießen", sagt Lothar Matthäus in der AZ: "Meine Prognose: Lewy schafft den Rekord - auch wenn ich nichts dagegen hätte, wenn Gerd Müllers Bestmarke weiter Bestand hätte." Der Sky-Experte gibt allerdings zu bedenken, dass Lewandowski kein Risiko eingehen sollte, denn: "Er hat noch die EM mit Polen vor sich und sollte nur dann spielen, wenn er auch wirklich gesund ist."

Davon geht man bei Bayern allerdings aus. Der Angreifer mache einen "hervorragenden Eindruck", sagt Trainer Hansi Flick. Deshalb sei der Torjäger "für Samstag absolut eine Option. Wir sind froh, dass es bei ihm so schnell geht."

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Auch Dieter Hoeneß, der von 1979 bis 1987 für Bayern stürmte, glaubt an Lewy. "Ich wünsche es ihm und traue es ihm auch zu. Wichtig wird sein, dass er wieder zu hundert Prozent fit ist", sagt Hoeneß. Die Bayern-Mannschaft werde auf jeden Fall "alles tun, um ihm diese Chance zu ermöglichen, gerade dann, wenn der Gewinn der Meisterschaft perfekt ist. Es ist wirklich eine einmalige Geschichte."

Dieter Hoeneß: Lewandowski-Verletzung "fast schon tragisch"

Umso bitterer für Bayern, dass Lewandowski im Champions-League-Viertelfinale gegen Paris Saint-Germain (2:3 und 1:0) fehlte. "Für PSG wäre es gegen den Weltfußballer sicher schwieriger geworden", meint Matthäus. Und Hoeneß sagt: "Bei dem Lauf, den Robert hatte, war die Verletzung fast schon tragisch. Im Hinspiel gegen Paris hätte Bayern mit ihm sicher mit ein oder zwei Toren Vorsprung gewonnen. Dann hätten sie das Rückspiel ganz anders angehen können."

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Sei's drum. Was zählt, ist die Zukunft. Und die soll beim FC Bayern auch Eric Maxim Choupo-Moting (32) gehören, Lewandowskis starkem und treffsicheren Ersatzmann, der gegen Mainz wohl wieder zuschauen muss. Doch genau diese Rolle füllt der Angreifer exzellent aus, da sind sich Matthäus und Hoeneß einig.

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Hoeneß: Choupo-Moting "passt perfekt zum FC Bayern"

"Er spielt eine tolle Rolle bei Bayern und ist für mich der ideale Back-up-Stürmer", sagt Hoeneß über den Stürmer, der bei neun Saisontoren und kurz vor einer Vertragsverlängerung steht: "Choupo ist nicht sauer, wenn er auf der Bank sitzt, und er performt einfach immer, wenn er reinkommt. Ich habe auch den Eindruck, dass er in der Kabine ein guter Typ ist. Insgesamt passt er perfekt zum FC Bayern." Matthäus attestiert dem Stürmer einen "sehr guten Job. Er arbeitet hart für die Mannschaft. Ich würde auf jeden Fall mit ihm verlängern, denn Lewandowski wird nicht jünger, er braucht auch mal Pausen."

Aber nicht am Samstag. Da will Lewy die nächsten Tore auf sein Konto buchen. Die permanente Jagd auf den Rekord sei "für den Kopf eine Herausforderung, immer bereit zu sein, immer hungrig", sagt er. Die Bestmarke würde ihn "mit unglaublichem Stolz erfüllen". Aber, so Lewandowski: "Gerd Müller wird immer Gerd Müller bleiben - und unerreicht."

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