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Zuschauerverbot in München: Es fehlt Stringenz - nicht nur beim Fußball

Der Chefredakteur der AZ über das Zuschauerverbot beim FC Bayern.
| Michael Schilling
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Leider haben wir uns schon daran gewöhnt, dass hierzulande neuerdings Zahlen entscheiden, wer was wo in welcher Begleitung tun darf. Mal ist es ein R-Wert, ein andermal eine Inzidenzzahl. Aus aktuellem Anlass noch ein paar Zahlen: Borussia Dortmund darf vor 10.000 Zuschauern in die neue Saison starten, Leipzig vor 8.500, Köln vor 9.200. Der FC Bayern? Null. Regional bedingt?

Wohl kaum. Denn warum darf niemand zu einem Bundesliga-Spiel unter freiem Himmel gehen - aber in derselben Stadt sind 500 Zuschauer in der Staatsoper, also einem geschlossenem Raum, zugelassen.

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Es wird dringend Zeit, dass den Menschen das Gefühl gegeben wird, dass nicht Gutdünken und/oder Willkür der Politiker über Leben und Freizeit entscheiden. Es fehlt Stringenz. Und das gilt nicht nur für den Fußball.

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