Zehn Spieler im Nagelsmann-Fokus: Die WM-Rollen der Pokalfinalisten

Das Berliner Olympiastadion wird am Samstagabend zur WM-Bühne: Gleich zehn deutsche WM-Fahrer gehören im Pokalfinale zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart zu den beiden Kadern, nimmt man Bayerns Ersatztorhüter Jonas Urbig dazu, der als Trainingstorhüter mit in die USA reist und im Cup-Endspiel den verletzten Manuel Neuer ersetzt, sind es sogar elf. Da wird Bundestrainer Julian Nagelsmann auf der Tribüne ganz genau hinschauen.

Und es hätten ja noch mehr sein können - doch sowohl das VfB-Duo Maximilian Mittelstädt und Chris Führich, laut Nagelsmann "absolute Härtefälle", als auch Bayern-Youngster Tom Bischof verpassten eine Nominierung knapp. Der 20-Jährige war "supernah dran", wie Nagelsmann sagte: "Er wird noch Turniere spielen." Trotzdem war Bischof natürlich sehr enttäuscht.
Elf WM-Fahrer im Fokus
Elf andere Profis dürfen hingegen für die WM planen - die AZ erklärt, welche Perspektiven sie für das Turnier haben.
Die Stammspieler: Nagelsmann wird in Nordamerika auf einen starken Bayern-Block setzen. Im Tor ist Rückkehrer Manuel Neuer die Nummer eins, er geht in seine fünfte WM. Aufgrund von Wadenproblemen verpasst Neuer allerdings das Pokalfinale, der 40-Jährige will mit Blick auf die WM kein Risiko eingehen. Als Vertreter steht wie gewohnt Urbig bereit.

Bayern-Block als Gerüst
Für die WM sind neben Neuer weitere Bayern-Stars gesetzt: Kapitän Joshua Kimmich spielt hinten rechts in der Viererkette, Jonathan Tah in der Abwehrmitte, Aleksandar Pavlovic im defensiven Mittelfeld und Jamal Musiala auf der Zehnerposition. "Jamal ist immer besser in Fahrt gekommen und wird immer mehr zu dem Spieler, der er vor der schweren Verletzung war", sagte Nagelsmann: "Aber selbst wenn der Jamal nur bei 95 Prozent wäre, wäre er immer noch einer der außergewöhnlichsten Spieler, die dieser Planet hat."

Von VfB-Seite hat Jamie Leweling sehr gute Aussichten, den Platz rechts in der offensiven Dreierreihe einzunehmen.
Konkurrenz im Mittelfeld
Mit guten Chancen: Leon Goretzka wird die Münchner verlassen, ihn zieht es wohl zur AC Mailand. Zum WM-Start und offiziell bis Ende Juni zählt der 31-Jährige aber noch als Bayern-Spieler. Goretzka könnte im zentralen Mittelfeld neben Pavlovic spielen, sein größter Konkurrent ist wohl Dortmunds Felix Nmecha. Oder aber Nagelsmann wählt den Stuttgarter Angelo Stiller. "Es sind die beiden stabilsten tiefen Sechser, die wir in der Bundesliga haben", sagte Nagelsmann über Pavlovic und Stiller, die beide in der Bayern-Jugend ausgebildet wurden.

Im offensiven Mittelfeld kann Bayern-Juwel Lennart Karl zu einer der Überraschungen des Turniers werden, bei den Länderspielen im März überzeugte der 18-Jährige. Karl ist eine Option als Zehner oder Rechtsaußen.
Nübel ohne Einsatzchance
Außenseiter: Ohne echte Einsatzchance geht Alexander Nübel ins Turnier. Der 29-Jährige ist die Nummer drei hinter Neuer und Oliver Baumann. Nübel, der aktuell noch von Bayern an Stuttgart ausgeliehen ist und ab Juli einen neuen Klub sucht, wird vor allem im Training gefragt sein.
Gleiches gilt übrigens für Urbig. Und wer weiß: Falls sich einer der drei nominierten Torhüter verletzen sollte, würde Urbig in den WM-Kader rücken.