„Wir sind bereit für alle drei Titel“

Nach dem Pokal-Coup in Gladbach glauben die Bayern-Stars ans Triple: „Warum auch nicht?“ „Wir sind wieder gut dabei, sind bereit für alle drei Titel“, sagte Franck Ribéry
| Patrick Strasser
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München - Stillstand. Nichts ging mehr: Stau. Aber den Bayern-Profis war’s egal. Füße hoch, wegdösen, träumen. Erst um 0.45 Uhr konnte der Mannschaftsbus den VIP-Parkplatz des Borussia-Parks verlassen, die Abfahrt hatte sich hingezogen. Aber das war die geringere Nervenprobe als das 120-minütige Pokalduell mit den Mönchengladbachern samt Elfmeterschießen.

Sie kamen durch: Nächster Halt Berlin! Das Pokalfinale am 12. Mai gegen Borussia Dortmund ist erreicht – und zugleich ganz weit weg. Am Samstag wartet ein ausgeruhtes Hannover 96 in der Allianz Arena (15.30 Uhr, Sky und Liga total live), die Bayern in der Hinrunde 2:1 besiegt hatten. Am Mittwoch geht es gegen Marseille, am 31. März zum Club, drei Tage danach das Rückspiel gegen die Franzosen – und, und, und. Bis zum ersehnten Champions-League-Finale in Fröttmaning am 19. Mai sind es noch 58 Tage. Dauerstress. Dauerbelastung. Aber: Wird es ein auch ein Dauer-Lauf? Ein Run zum Triple? „Wir sind wieder gut dabei, sind bereit für alle drei Titel“, sagte Franck Ribéry. Und Toni Kroos pflichtete bei: „Selbstverständlich – warum auch nicht?“.

Das bisher Unerreichte, der Lebenstraum des Vereins – lebendig bis in den April hinein. Die Bayern haben Frühlingsgefühle. „Jetzt haben wir 25 Prozent der Saison eingefahren“, meinte Präsident Uli Hoeneß. Doch auch ein Worst-Case ist denkbar: Ein Aus gegen Marseille im Viertelfinale, der BVB holt das Double, Bayern stürzt auf Rang vier hinter Gladbach und Schalke ab. Undenkbar? Kaum vorstellbar.

Die Bayern haben nach dem 0:2 in Leverkusen den Umschwung geschafft. „Sie haben sich zusammengerauft. Das waren kritische Momente. Daran kann ein Team zerbrechen oder wachsen“, meinte Sportdirektor Christian Nerlinger. Und Hoeneß weiß: „Ich glaube, dass die Mannschaft seit zwei Wochen begriffen hat, was es heißt, das Bayern-Trikot zu tragen, nicht nur gut zu sein, sondern viel zu arbeiten und viel zu laufen. Das hat sie wieder verinnerlicht.“

Die Dauerläufer haben von Trainer Jupp Heynckes für Freitag trainingsfrei bekommen, ungewöhnlich am Tag vor einem Spiel – aber gut für die Laune. Und für den Kopf? „Es ist wichtig für das gesamte Umfeld in München, zu wissen, dass man noch alle Ziele erreichen kann“, sagte Ex-Trainer Ottmar Hitzfeld bei „Sky“, „man hat die Ziele vor Augen. Und das gibt Motivation.“ Den Extra-Kick, wenn das Fleisch schwach ist.

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