Wie der FC Bayern weiter an einer zweiten Transferstrategie arbeitet

Auf dem Transfermarkt geht es nicht voran, derweil investiert der FC Bayern kräftig in die Jugend. Jetzt soll ein Top-Talent vom VfB Stuttgart kommen.
| Patrick Mayer
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Sturmjuwel des FC Bayern: Joshua Zirkzee.
imago/Lackovic Sturmjuwel des FC Bayern: Joshua Zirkzee.

München - Es ist eine neue Transferstrategie des FC Bayern: Die Münchner verpflichten offensichtlich Top-Talente zwischen 16 und 19 Jahren, ausgebildet bei der Konkurrenz, um ihnen an der Säbener Straße den letzten Schliff zu geben.

Leon Dajaku zum FC Bayern?

Neuestes Beispiel soll Leon Dajaku vom VfB Stuttgart sein. Laut "kicker" steht der deutsche Rekordmeister vor einer Verpflichtung des 18-jährigen Stürmers. Der Juniorennationalspieler war in der vergangenen Saison maßgeblich an DFB-Pokal-Sieg und Vizemeisterschaft der U19 der Schwaben beteiligt. In der A-Junioren-Bundesliga erzielte der junge Angreifer zwölf Treffer, obwohl er dem jüngeren Jahrgang angehört.

In der Saison 2017/18 waren es in der U17-Bundesliga satte 23 Tore bei 21 Einsätzen. Dajaku gilt als ein Top-Talent! Eines, das die Schwaben sicher nur für eine ordentliche Ablöse ziehen lassen – denn sein Vertrag in Bad Canstatt läuft noch bis Sommer 2022.

FC Bayern investiert in die Jugend

Das Werben um Dajaku dokumentiert eindrucksvoll die neue Offensive der Münchner im Juniorenbereich.Jann-Fiete Arp (19 Jahre), aktuell einziger Backup von Robert Lewandowski und für kolportiert drei Millionen Euro vom HSV geholt, soll in der zweiten Mannschaft in der Dritten Liga Einsatzzeiten bekommen, ist aber auch für die Profis eingeplant. 

"Wir müssen ihm die Zeit geben. Leider ist es in der heutigen Zeit schwierig, jungen Spielern Zeit zu geben", hatte Trainer Niko Kovac bei der Vorstellung des jungen Stürmers gesagt: "Der Klub hat eine Idee, was er mit ihm vorhat."

Mehr Zeit sollen Jamal Musiala und Bright Akwo Arrey-Mbi bekommen, beide 16 Jahre jung.

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Beide jüngst verpflichtet vom FC Chelsea aus London. Auch sie kamen freilich nicht kostenlos an die Säbener Straße. Offensivspieler Musiala wird künftig in der U17 von Weltmeister Miroslav Klose gefördert, Innenverteidiger Arrey-Mbi rückt direkt in die U19 von Neu-Coach Martin Demichelis auf.

Im mittlerweile hart umkämpften Jugend-Transfermarkt ist aber eine andere Verpflichtung wohl als "Königstransfer" einzuordnen: Die des niederländischen Stürmers Joshua Zirkzee (18) im Sommer 2017. Als die Münchner das Supertalent von Feyenoord Rotterdam nach Bayern transferierten, war der Angreifer ebenfalls erst 16 Jahre jung.

Sturmjuwel des FC Bayern: Joshua Zirkzee.
Sturmjuwel des FC Bayern: Joshua Zirkzee. © imago/Lackovic

Joshua Zirkzee: "Königstransfer" in der Bayern-Jugend

Zirkzee weiß seither zu überzeugen. In der U17- und U19-Bundesliga traf er übergreifend in 32 Spielen 27 Mal. Für die kommende Saison ist er fest in der Drittliga-Truppe von Coach Sebastian Hoeneß eingeplant. Schon die vergangenen Monate lief der Niederländer für die Amateure auf, erzielte in zehn Regionalliga-Partien vier Tore und bereitete vier weitere Treffer vor.

Künftig soll also auch Dajaku für die U23 des FC Bayern spielen. Laut "kicker" interessierten sich die Münchner schon länger für den deutschen Juniorennationalspieler. Wie nah dieser am Herrenbereich dran ist, zeigt die Tatsache, dass er eigentlich in den Zweitligakader der Schwaben aufrücken sollte und mit den Profis des VfB auch das Trainingslager in Kitzbühel absolvierte. Bayerns neue Transferstrategie!

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