Wechsel im Winter: Grätscht Pep dem FC Bayern bei einem Transferziel dazwischen?
Geht dem FC Bayern ein Wunschtransfer für den kommenden Sommer durch die Lappen? Der deutsche Rekordmeister zeigt schon seit längerem Interesse an einer Verpflichtung von Marc Guéhi von Crystal Palace. Der Vertrag des englischen Nationalspielers läuft Ende Juni aus, seit Anfang des Jahres darf er offiziell mit anderen Vereinen verhandeln. Im Sommer kann er ablösefrei wechseln.
Die Pläne der Bayern könnten nun aber ausgerechnet von Ex-Coach Pep Guardiola und Manchester City durchkreuzt werden. Die Skyblues zählen neben den Münchnern und weiteren europäischen Top-Klubs wie Real Madrid, Atlético, FC Barcelona, Inter Mailand und FC Liverpool zu den Interessenten am Innenverteidiger – und könnten Guéhi bereits in diesem Winter verpflichten. Dies berichten Sky und die BBC übereinstimmend.

City plagen derzeit im Abwehrzentrum große Verletzungssorgen. Mit Kapitän Ruben Dias und John Stones, welche beide aufgrund von Oberschenkelproblemen ausfallen, fehlten zuletzt bereits zwei Innenverteidiger. Am vergangenen Wochenende zog sich zudem der Ex-Leipziger Josko Gvardiol einen Schienbeinbruch zu, für ihn ist die Saison vorzeitig beendet. Guardiola will daher im Winter auf dem Transfermarkt aktiv werden und seinen Kader in der Abwehr verstärken.
Guéhi-Transfer ist im Winter für Bayern kein Thema
Guéhi zählt zu den stärksten Innenverteidigern der Premier League und hat bereits klargestellt, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern will, da er sich bereit für einen Wechsel zu einem internationalen Top-Klub sieht. Laut BBC stünde Crystal Palace einem Transfer im Winter offen gegenüber, um für seinen Kapitän noch eine Ablösesumme zu kassieren. Das Portal "transfermarkt.de" taxiert den Marktwert des 25-Jährigen auf 55 Millionen Euro.

Für die Bayern ist eine Verpflichtung des Abwehrspielers im Winter in jedem Fall kein Thema. Die sportliche Führung um Max Eberl hat bereits betont, dass sie mit dem aktuellen Kader zufrieden ist und keine teuren Neuzugänge holen will – zumal mit Alphonso Davies, Hiroki Ito und Jamal Musiala drei Langzeitverletzte zurückgekehrt sind beziehungsweise vor ihrem Comeback stehen.
FC Bayern hatte Guéhi als Kim-Nachfolger im Blick
Stattdessen hatte man Guéhi als kostengünstige Option für den kommenden Sommer in Betracht gezogen, falls Min-jae Kim den Verein verlassen sollte. Der Südkoreaner ist hinter Jonathan Tah und Dayot Upamecano nur Innenverteidiger Nummer drei und darf den Klub bei einem passenden Angebot verlassen. Sein Vertrag läuft noch bis 2028.
Sollte Kim verkauft werden, bestünde bei den Bayern im Abwehrzentrum Handlungsbedarf. In der Vergangenheit wurde auch immer wieder über eine Verpflichtung von Nico Schlotterbeck spekuliert. Der Nationalspieler ist noch bis 2027 an Borussia Dortmund gebunden. Die Verhandlungen über eine Verlängerung des Vertrags ziehen sich schon seit Längerem.
Schlotterbeck hat "das Ziel, in Deutschland mal eine Meisterschaft zu gewinnen"
Zuletzt heizte der 26-Jährige die Gerüchte um einen Wechsel nach München indirekt an. "Am liebsten will ich so viele Titel wie möglich gewinnen. Ich habe schon das Ziel, in Deutschland mal eine Meisterschaft zu gewinnen", sagte Schlotterbeck bei "Prime Video": "Ich habe als Profifußballer nur die U21-EM gewonnen. Ich will jetzt mal irgendwas in der Hand halten. Das ist das oberste Ziel."

Dass sich der BVB-Star bei den Bayern mit der Rolle als dritter Innenverteidiger zufrieden geben würde, ist aber äußerst unwahrscheinlich. Viel mehr hängt die Personalie Schlotterbeck mit der Zukunft von Upamecano ab, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft. Zuletzt sendete der Franzose bezüglich einer Vertragsverlängerung beim Rekordmeister aber positive Signale.
- Themen:
- FC Bayern München
- Manchester City
