Vor Supercup: Guardiola unter Druck wie nie

Pep Guardiola steht in seinem möglicherweise letzten Jahr in München massiv unter Druck. Der Supercup gegen Wolfsburg wird für den Bayern-Trainer zum ersten wichtigen Test.
| SID/AZ
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München - Der Triumph im DFB-Pokal mit dem VfL Wolfsburg reichte Dieter Hecking, um sofort zum Trainer des Jahres in Deutschland gekürt zu werden. Seinem viel prominenteren Kollegen Pep Guardiola vom FC Bayern, der mit 18 Titeln hoch dekoriert ist, ist dies bislang noch nicht geglückt - in dieser Saison könnte er seine letzte Chance haben. Wenn Hecking und Guardiola am Samstag (20.30 Uhr/ZDF und Sky) im Supercup aufeinandertreffen, steht vor allem der Spanier vor einer wegweisenden Saison und massiv unter Druck - wie auch VfL-Manager Klaus Allofs weiß. "Der FC Bayern ist der deutsche Meister, der Trainer und der Fußballer des Jahres aber kommen vom Pokalsieger aus Wolfsburg. Das zeigt auch, wie hoch die Erwartungen an die Münchner sind. Eine Saison 'nur' mit der Meisterschaft ist offenbar nichts Besonderes mehr", sagte Allofs dem "Kicker".

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In der Tat: Zwar betonen die Bayern seit Wochen, dass sie mit der vierten deutschen Meisterschaft in Serie Geschichte schreiben wollen und dass dies das primäre Ziel sei. Doch für Guardiola ist der Titel in der Champions League Pflicht, um in die Annalen einzugehen. Bei der offiziellen Team-Präsentation vor knapp drei Wochen hatte sich der 44-Jährige sogar erste Pfiffe der Fans gefallen lassen müssen, die monieren, dass unter Guardiola mehr und mehr das Münchner "Mia san mia" verloren geht. Da helfen nur große Titel, um die Basis zu besänftigen. Noch ist offen, wie es mit Guardiola, dessen Vertrag 2016 ausläuft, beim Rekordmeister weitergeht. Ein Abschied im kommenden Sommer wird derzeit zumindest nicht bestritten. Die Bayern-Verantwortlichen verweisen stets auf Gespräche im Herbst, äußern sich seit geraumer Zeit aber auch äußerst entspannt, wenn es um die Zukunft des Trainers geht.

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"Wenn er verlängert - wunderbar. Wenn nicht, muss man sich was Neues einfallen lassen. Dann wird die Welt nicht untergehen", hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zuletzt auf der China-Reise gesagt. In Wolfsburg sind die Aussagen in Richtung Trainer viel klarer. Allofs hatte unlängst eine baldige Vertragsverlängerung mit Hecking in Aussicht gestellt. "Ob es noch vor dem Start passiert, weiß ich nicht. Aber: Dieter Hecking wird bei uns verlängern", sagte Allofs dem "Kicker". Es gebe einen Fahrplan, "aber der ändert sich bei der Bahn ja auch immer mal wieder". Hecking kam mit Rückrundenbeginn 2013 zum Werksklub und hat großen Anteil am Aufstieg des VfL zur Nummer zwei in Deutschland. Sein bisheriger Vertrag beim deutschen Vizemeister und Pokalsieger läuft bis 2016. Nicht nur beim Supercup will der beim VfL hoch geschätzte Hecking Guardiola und den FC Bayern ärgern. Es wäre "wunderschön", so der 50-Jährige in Bezug auf die Meisterschaft, "wenn es mal gelingen würde. Der Appetit ist auf jeden Fall da."

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