Trainer-Debatte: Erst Breitner, dann Sammer?

Jürgen Klinsmann bleibt wohl längstens bis Sommer Trainer des FC Bayern München. Die Nachfolge-Debatte ist bereits in vollem Gang. Drei Szenarien und ihre möglichen Protagonisten...
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Paul Breitner
dpa Paul Breitner

MÜNCHEN - Jürgen Klinsmann bleibt wohl längstens bis Sommer Trainer des FC Bayern München. Die Nachfolge-Debatte ist bereits in vollem Gang. Drei Szenarien und ihre möglichen Protagonisten...

Es sind die Gesetze des Marktes: Wer als Trainer des FC Bayern nicht einen Titel nach dem anderen einheimst und in der Champions League wenigstens ein bisschen für Furore sorgt, der hat es nicht leicht. Siehe Felix Magath. Wer aber als Trainer des FC Bayern im DFB-Pokal rausfliegt, in der Champions League gedemütigt wird und in der Liga acht Spieltage vor Schluss Vierter ist, der hat ein grundlegendes Problem: womöglich bald keinen Job mehr.

Klinsmanns Vertrag läuft bis 2010, doch dass der Exil-Kalifornier auch in der nächsten Saison neben Uli Hoeneß auf der Bank sitzt, ist nach allem, was passiert ist, selbst im Falle des Meisterschaftsgewinns nur noch schwer vorstellbar. Längst sind die Namen potenzieller Nachfolger im Gespräch. Ein Überblick:

DIE SCHOCK-LÖSUNG: BREITNER/HENKE

Schon ein Mal stand Paul Breitners Name ganz oben auf einem Notfallplan: Als Berti Vogts 1998 als Bundestrainer aufgeben musste, war Breitner für kurze Zeit von DFB-Präsident Egidius Braun als Nachfolger vorgesehen. Es kam jedoch: Erich Ribbeck. Beim FC Bayern hat Breitner ein beachtliches Comeback hingelegt. Seit 2007 firmiert Breitner als „Berater“ des FC Bayern, und immer wieder taucht sein Name auf, wenn es um die Nachfolge von Manager Uli Hoeneß geht, häufig aus dem Mund von Präsident Franz Beckenbauer. Michael Henke blieb nach Hitzfelds Abschied im Verein und rutschte vom Assistentenstuhl auf den des Chefanalytikers.

DIE CANOSSA-LÖSUNG: OTTMAR HITZFELD

Die Bilder von seinem Abschied 2008 sind noch ganz frisch: Ottmar Hitzfeld, Blumenstrauß in der Hand, heulend wie ein Schlosshund. Siebeneinhalb Spielzeiten saß er neben Hoeneß auf der Bank, und das waren keine schlechten Jahre für den FC Bayern. Schon im Februar vergangenen Jahres hatte er angekündigt, den Job als Schweizer Nationaltrainer zu übernehmen - was er auch tat. Das nächste Länderspiel steht allerdings erst am 20. Juni an, da ist die Liga längst gelaufen. Ob der FC Bayern allerdings wieder zu Kreuze kriecht und beim Ex um Hilfe bettelt?

DIE PERSPEKTIV-LÖSUNGEN: VEH, SCHUSTER, SAMMER

Breitner/Henke respektive Hitzfeld wären Interims-Lösungen bis zum Saisonende, falls sich in dieser prekären Lage bis Saisonende niemand verschleißen mag. Für längerfristige Engagements kommen womöglich in Frage:

Armin Veh: Seit dem 23. November wieder auf dem Markt. Schaffte es immerhin, den VfB Stuttgart zum Meister zu machen.

Bernd Schuster: Seit dem 9. Dezember arbeitslos. Hat in Köln, Donezk und bei Real Madrid so einiges mitgemacht.

Frank Rijkaard: Vorgänger von Barca-Trainer Josep Guardiola, seit Sommer 08 frei. Baute einst die Zaubertruppe um Ronaldinho. Weiß, wie man international auftritt.

Matthias Sammer: Seit drei Jahren Sportdirektor des DFB. Schwer zu sagen, wie glücklich er damit ist. Gehört eher an die Linie als hinter den Schreibtisch.

Arsène Wenger: Arsenals Coach stand schon öfter auf dem Wunschzettel. Wäre immer noch ein guter Mann.

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