Torwart-Beben beim FC Bayern: Neuer zögert, Urbig führt das Rennen an

Der Monat der Wahrheit ist für Manuel Neuer gekommen. Die Nummer eins des FC Bayern, der Kapitän, will im März eine Antwort auf die alles entscheidende Zukunftsfrage geben: Verlängern oder die Karriere beenden? Rund um seinen Geburtstag am 27. März, Neuer wird dann 40 Jahre alt, wird die Bekanntgabe erwartet. Bis dahin gilt es für den Routinier: In den Körper horchen, ob der noch eine Spielzeit ohne Qual mitmacht.
Es gibt laut AZ-Informationen noch keine Tendenz bei Neuer
Neuer selbst hat sich bisher noch nicht über seine Überlegungen geäußert, weder öffentlich noch intern. Weil die Münchner von der Entscheidung natürlich nicht kalt erwischt werden wollen, beobachten die Bosse an der Säbener Straße jede Handlung von Neuer ganz genau. Könnte das ein Anzeichen sein? Laut "Bild" gibt es Verantwortliche, die erste Zweifel an einem weiteren Neuer-Jahr haben.
Doch die AZ weiß: Es gibt nach wie vor keine Tendenz, ob Neuer weitermacht oder nach seiner 15. Saison beim Rekordmeister endgültig die Torwarthandschuhe an den Nagel hängt. Die Chance ist 50:50. Für den Fall, dass er sich gegen eine Verlängerung entscheidet, ist der Klub aber durchaus gerüstet. Mit Jonas Urbig, Alexander Nübel, Daniel Peretz und Sven Ulreich hat man immerhin noch genug Torhüter.

Urbig und Nübel beim FC Bayern wird es nicht geben
Die Nachwuchskeeper Leon Klanac oder auch Leonard Prescott sind da noch nicht einberechnet. Jonas Urbig und Alexander Nübel sind potenzielle Nachfolger von Neuer. Die Entscheidung, wer der Thronfolger werden würde, wurde noch nicht final getroffen. Klar ist jetzt schon: Eine Saison mit Urbig und Nübel beim FC Bayern wird es laut AZ-Informationen nicht geben.
Die Tendenz geht derzeit in Richtung Urbig. Der 22-Jährige überzeugte in den bisherigen Auftritten. Urbig blieb stets ruhig, lieferte selbst nach Patzern ab. Eine wichtige Voraussetzung, um Neuer zu beerben. Das würde für Nübel, der noch bis Sommer an den VfB Stuttgart ausgeliehen ist, bedeuten, dass er sich einen neuen Verein suchen müsste. Eine weitere Leihe gilt als nahezu ausgeschlossen.

Peretz hielt bei Southampton schon viermal die weiße Weste
Klubs aus England gelten als mögliche Abnehmer. Während es für den einen auf die Insel gehen könnte, könnte der andere wieder zurück nach München kommen: Daniel Peretz. Der Israeli ist noch bis Ende Juni an den FC Southampton ausgeliehen und bekommt dort, was er sich schon von der Leihe an den Hamburger SV erhoffte: Spielzeit. Peretz ist beim englischen Zweitligisten Stammkeeper. In vier der neun Partien behielt er die weiße Weste.
Beim FC Bayern sieht man ihn bei einem Neuer-Ende als mögliche Nummer zwei. Die Voraussetzung: Peretz möchte das. Unabhängig davon stehen die Vorzeichen bei Sven Ulreich laut AZ-Informationen derzeit gut, dass er unabhängig von den anderen Personalentscheidungen eine weitere Saison dranhängt. Der mittlerweile 37-Jährige fühlt sich nach wie vor wohl an der Säbener Straße.