Toni lobt Guardiola nach München

Halb Europa würde gern Pep Guardiola als Trainer holen – doch in England heißt es nun, er gehe zu Bayern. Deren Ex-Stürmer Luca Toni ist ein guter Spezl des Spaniers
| F. Bogner
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MÜNCHEN Pep Guardiola hat ein süßes Leben. Das als Trainer des FC Barcelona verdiente Geld lässt sich in der Vorweihnachtszeit vortrefflich in New York ausgeben, seinem derzeitigen Wohnort. Europäische Zeitungen wird er dort nicht täglich lesen – auch wenn sie voll mit seinem Namen sind.

Glaubt man den Berichten aus England, Frankreich und Spanien, ist derzeit eine ganze Armada an Vereinen hinter dem Mann her, der sich gerade ein Jahr Auszeit vom Beruf Fußballtrainer nimmt. Das Ziel: Der zweimalige Champions-League-Sieger (2009 und 2011 mit Barcelona) soll doch bitteschön neuer Trainer werden – in Paris, bei ManUnited, ManCity, Chelsea oder Milan. Die britschen Zeitungen „Sunday Times” und „Daily Mirror” sind nun aber der Idee anheim gefallen, den Spanier könne es womöglich woanders hin ziehen – zum FC Bayern. Der „Mirror” berichtet sogar schon von Vorgesprächen zwischen Bayern-Führung und Peps Bruder und Berater Pere. Bayerns aktueller Trainer Jupp Heynckes könnte aktuell zwar kaum schlechtere Argumente vorweisen. Doch Heynckes ist schon 67, sein Vertrag läuft aus – und wen gibt es denn bitteschön Besseres auf dem Markt als Guardiola, den „Steve Jobs des Fußballs” (Jorgé Valdano), der zwischen 2008 und 2012 in Barcelona lässig 14 (!) Titel einfuhr?

Bei Bayern verweist man weiter darauf, dass man erst im Frühjahr über den Trainer für die kommende Spielzeit entscheiden werde. „Vorher werden wir die Personaldiskussionen nicht eröffnen. Wir wollen mit Ruhe in die Weihnachtstage einziehen”, sagte Präsident Uli Hoeneß am Sonntag. Erster Ansprechpartner 2013: Heynckes, als Verhandlungspartner oder Ratgeber – je nach dem! Eine Lösung könnte so aussehen: Heynckes, der fließend Spanisch spricht, könnte sich ein wenig zurückziehen und Guardiola als Berater zur Seite stehen. Bliebe nur die Sprachbarriere zur Mannschaft – doch Englisch spricht Guardiola nach dann einem Jahr New York perfekt. Und außerdem ließe sich bei frühem Vertragsabschluss im „Big Apple” sicher auch ein Deutschlehrer auftreiben – hatte bei Louis van Gaal einst in vergleichbarer Situation auch geklappt. So oder so ähnlich malt sich der Bayern-Fan das derzeit aus. Guardiola ist ja schließlich schon von seinem Kumpel aus gemeinsamen Tagen in Brescia angespitzt worden. „Ich rate ihm: Auf alle Fälle Bayern! Das ist einer der besten und wichtigsten Vereine der Welt”, hatte Luca Toni, ehemaliger Bayer, vor ein paar Wochen der „BamS” gesagt: „Als Trainer kann man in München gut arbeiten, weil Geld da ist.”

Das wichtigere Argument könnte jedoch sein: Von der Vereinsphilosophie her ist der deutsche FCB dem spanischen FCB am ähnlichsten. Guardiola habe ihn schon früher über Bayern befragt, erzählte Toni: „Die Philosophie, so wie der Klub funktioniert, das könnte ihm gefallen. Er ist ein sehr guter Trainer, der eine Mannschaft perfekt einstellt. Er würde zur deutschen Mentalität das gewisse Etwas hinzufügen.” Und Visionen, die sind an der Säbener Straße schließlich immer erwünscht. Laut Weltfußballer Lionel Messi ist Guardiola überall gut aufgehoben: „Für mich ist er der beste Trainer der Welt. Wo immer er hingeht, wird er Erfolg haben.”

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