Thomas Doll bei Hannover 96: Erfolglos - aber unterhaltsam

96-Trainer Thomas Doll steht mit Hannover vor dem Abstieg. Nach der Saison ist dann wohl Schluss. Doch am kommenden Wochenende geht es erstmal zum FC Bayern.
| AZ/ps
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Übernahm Hannover 96 im Januar als Trainer: Thomas Doll.
Swen Pförtner/dpa Übernahm Hannover 96 im Januar als Trainer: Thomas Doll.

Hannover/München - Unterhaltsam ist dieser Thomas Doll – keine Frage. Trainer von Hannover 96 und zugleich Phrasendrescher.

Eines der Highlights aus den vergangenen Monaten, seit der 53-Jährige nach dem 19. Spieltag Ende Januar die 96er übernahm – als Nachfolger von André Breitenreiter. Damals stand Hannover mit elf Punkten auf dem 17. Tabellenplatz. Nun ist man Letzter, mit 18 Punkten. Verlieren die Niedersachsen am Samstag bei Bayern und gewinnt der VfB Stuttgart, momentan auf dem Relegationsplatz, mindestens einen Punkt, ist Hannover nach zwei Jahren Bundesliga wieder abgestiegen.

Reichlich Frust bei Thomas Doll

Was bleibt? Dolls Sprüche. Bestes Bonmot vor ein paar Wochen: "Auf Phrasen hat keiner mehr Lust, aber: Wir haben die Chance, in Wolfsburg zu punkten und doch noch den Bock umzustoßen." Zuletzt gab's zwei Spiele ohne Gegentor. Ein 0:0 in Berlin, ein 1:0 gegen Mainz. Zu späte Zuckungen. Davor verlor Hannover elf von zwölf (!) Rückrundenpartien. Nicht ohne Frust bei Doll. Auf die Frage nach seiner Zukunft in Hannover (sein Vertrag läuft bis 2020, auch in Liga 2) antwortete er angefressen: "Das ist das Einzige, was sie jetzt fragen können? Nichts zum Spiel? Das ist Deutschland. Schadenfreude. Großartig. Also der Nächste."

Nach all den Pleiten meinte Doll ironisch: "Ich habe überragende Argumente." Aber: "Ich bin immer gerne Fußball-Trainer, natürlich nicht gerne bei Niederlagen, vor allem nicht so oft hintereinander." Doll wird wohl nach Saisonende nicht mehr Trainer in Hannover sein.

Vor dem Bayern-Gastspiel am Samstag (15.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) sagt er: "Wir brauchen in München Jungs, die nicht nur defensiv arbeiten, sondern auch mal offensiv das Herz in die Hand nehmen." Na dann.

Lesen Sie auch: Duell gegen den FC Bayern - Hannover 96 kämpft ums Überleben

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