Supercomputer sagt Champions League-Sieger voraus - FC Bayern als Mitfavorit

Der Sportanalysedienst Opta hat per Supercomputer den restlichen Verlauf der aktuellen Champions League-Saison simuliert. Die Prognosen rechnen dem FC Bayern im Gegensatz zu Achtelfinalgegner Atalanta und Bundesligakonkurrent Leverkusen gute Chancen aus.
Felix Bausch |
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Der FC Bayern konnte den Henkelpott das letzte Mal 2020 gewinnen. Geht es nach dem Supercomputer des Sportanalysedienstes Opta, stehen die Chancen auch in dieser Saison ziemlich gut.
Der FC Bayern konnte den Henkelpott das letzte Mal 2020 gewinnen. Geht es nach dem Supercomputer des Sportanalysedienstes Opta, stehen die Chancen auch in dieser Saison ziemlich gut. © Frank Hoermann/SVEN SIMON

Noch sind es über dreieinhalb Monate zum Champions League-Finale in der Puskas Arena in Budapest (30. Mai, 21 Uhr) und der Kampf um Europas Thron startet gerade erst in seine heiße Phase. Der englische Sportanalyseanbieter Opta hat dazu auf Basis der vergangenen Auslosung 10.000 Simulationen mit dem hauseigenen Supercomputer durchgeführt, um zu ermitteln, welche der verbliebenen Mannschaften die größten Chancen auf den Henkelpott hat. Zudem wurde für jedes Team die Wahrscheinlichkeit ermittelt, in die jeweils nächste Runde einzuziehen.

Bayerns CL-Chancen stehen gut

Wenig überraschend zählt der FC Bayern als Tabellenzweiter der Ligaphase zu den Topfavoriten auf den Henkelpott - in 14,3 Prozent der Opta-Simulationen gewann der sechsmalige Champions League-Sieger den Wettbewerb. Wesentlich schlechter sieht der Supercomputer die Chancen von Bayerns Achtelfinalgegner Atalanta Bergamo - in gerade einmal 1,1 Prozent aller Simulationen reckt "La Dea" den Pokal in den Budapester Nachthimmel. Im Duell beider Mannschaften sieht der Computer den FCB eindeutig im Vorteil: Die Wahrscheinlichkeit auf einen Münchner Viertelfinaleinzug wird auf 76,8 Prozent beziffert, die von Atalanta dementsprechend gerade mal auf 23,2 Prozent.

Beim anderen deutschen Vertreter Bayer Leverkusen sieht es noch düsterer aus: In gerade mal 0,5 Prozent aller Simulationen gewinnt die Werkself die Champions League, die Chancen auf den Viertelfinaleinzug werden auf 14,2 Prozent beziffert. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Leverkusens Achtelfinalgegner der Premier League-Spitzenreiter FC Arsenal ist. Die "Gunners" belegten zudem Platz eins in der Ligaphase und gewannen in 27,4 Prozent (!) aller Simulationen den Henkelpott.

Mit vollem Einsatz: Können Bayer Leverkusen und Alejandro Grimaldo den Opta-Vorhersagen trotzen?
Mit vollem Einsatz: Können Bayer Leverkusen und Alejandro Grimaldo den Opta-Vorhersagen trotzen? © IMAGO/Revierfoto

Neben Arsenal sieht der Supercomputer mit dem FC Liverpool und Manchester City noch zwei weitere große Favoriten aus der Premier League, sie gewannen in jeweils 12,8 Prozent (Liverpool) respektive 10,8 Prozent (Manchester City) die Champions League.

Besonders interessant: Der 15-malige Champions League-Rekordsieger Real Madrid hat in gerade einmal 2,8 Prozent aller 10.000 Simulationen den Henkelpott errungen und liegt damit im Ranking aller verbliebenen Teams auf Platz neun. Der FC Bayern könnte bei einem Weiterkommen Reals gegen Manchester City im Viertelfinale auf den spanischen Giganten treffen. Der Supercomputer sieht die Wahrscheinlichkeit auf einen Halbfinaleinzug beim FCB bei rund 45 Prozent, Reals Wahrscheinlichkeit liegt hier bei etwas mehr als 11 Prozent. Doch wie viele Bayern-Fans wohl schmerzlich bestätigen können: 90 bzw. 180 Minuten gegen Real Madrid widersprechen oft jeder Logik und (statistischen) Prognose.

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