Strafbefehl: Bayern-Star Musiala seit Unfall mit 194 km/h ohne Führerschein
Am Tag vor der mit Spannung erwarteten WM-Nominierung macht Jamal Musiala Schlagzeilen außerhalb des Sports: Der Mittelfeld-Star des FC Bayern besitzt seit mehreren Monaten keinen Führerschein mehr, weil er vor über einem Jahr einen Unfall auf der Autobahn verursacht hat. Das berichten mehrere Medien, unter anderem die "Bild"-Zeitung und der "Merkur". "Es ist richtig, dass ich im April 2025 einen Unfall hatte, den ich auch verursacht habe", sagte der 23-Jährige.
Rasender Überholvorgang auf der A8
Demnach habe der Nationalspieler – der sehr wahrscheinlich zum Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann für das Mega-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko zählen wird – an einem Sonntagnachmittag im April 2025 auf der A8 auf Höhe Neubiberg/Oberhaching einen anderen PKW gerammt.
Bei Tempo 194 km/h wollte Musiala in seinem Elektro-Sportwagen überholen. Zwei Personen im anderen Auto seien leicht verletzt worden, Musiala war mit seiner jüngeren Schwester Latisha (16) unterwegs. Er übernehme "selbstverständlich auch die Verantwortung. Umso dankbarer bin ich, dass durch meine Unachtsamkeit niemand ernsthaft verletzt wurde", sagte er.
Strafbefehl, Geldstrafe und Führerscheinentzug

Ende Januar habe das Amtsgericht München gegen Musiala einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung erlassen. Dieser sei inzwischen rechtskräftig. Neben einer Geldstrafe, die Musiala gezahlt habe, sei ihm Mitte Februar der Führerschein entzogen worden. "Ich habe meine Strafe hierfür und auch das Fahrverbot in der Form akzeptiert", sagte er. Zur Höhe der Geldstrafe machte die Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben. Mitte Februar sei aber nach der Rechtskraft des Strafbefehls die Fahrerlaubnis entzogen worden. Nach Angaben der Behörde darf ein neuer Führerschein erst neun Monate später beantragt werden, also wohl erst Mitte November.
Unterstützung von FC Bayern und DFB
Der Unfall sei "ein einschneidendes Ereignis" gewesen, welches er "auch verarbeiten musste", sagte Musiala. Sowohl die Verantwortlichen beim FC Bayern als auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) seien über den Vorfall in Kenntnis gesetzt worden und hätten ihn unterstützt, erklärte der Spieler.
