Stars, Form, Historie: Die Potenziellen Champions-League-Gegner des FC Bayern

Der Weg zum zweiten Triple der Vereinsgeschichte nimmt für den FC Bayern immer konkretere Formen an. Bei einem Weiterkommen gegen den FC Chelsea geht es entweder gegen den FC Barcelona oder den SSC Neapel.
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Offensiv-Stars unter sich: Lionel Messi (m.) im Zweikampf mit Lorenzo Insignie und Piotr Zielinski.
imago images / Independent Photo Agency Offensiv-Stars unter sich: Lionel Messi (m.) im Zweikampf mit Lorenzo Insignie und Piotr Zielinski.

München - Seit dem vergangenen Wochenende dürfen sich die Stars des FC Bayern im Urlaub entspannen, bevor es am 20. Juli mit einer Kurz-Quarantäne samt Corona-Tests wieder ernst wird.

Komplett abschalten vom Beruflichen können die Münchner aber auch während der Auszeit nicht: Am Freitag wurden die restlichen Runden in der Champions League ausgelost, für die Bayern geht es bei einem Weiterkommen gegen den FC Chelsea entweder gegen den FC Barcelona oder den SSC Neapel. Im Hinspiel trennten sich Bayerns potenzielle Viertelfinal-Gegner 1:1.

"Wir haben noch ein zweites schweres Spiel gegen Chelsea, die gut aus der Corona-Pause gekommen und sogar ManCity geschlagen haben", meinte Marketing-Vorstand Andreas Jung im Anschluss an die Auslosung bei "SkySportNewsHD": "Danach könnten wir auf zwei sehr starke und erfahrene Gegner treffen. Dass es keine Rückspiele geben wird, macht es nicht leichter."

Die AZ stellt Bayerns mögliche Viertelfinal-Gegner vor:

FC Barcelona

Die sportliche Situation: Aktuell belegt der FC Barcelona in der Liga Platz zwei hinter Real Madrid. Trotz des überschaubaren Rückstands von nur einem Punkt sind die Chancen auf die Meisterschaft aber überschaubar: Real hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand und zudem den direkten Vergleich, der in Spanien bei Punktgleichheit ausschlaggebend ist, für sich entschieden. In der Copa del Rey gab es bereits Anfang Februar das Aus im Viertelfinale gegen Athletic Bilbao.

Ohnehin verlief die Saison der Katalanen bislang äußerst holprig. Im Januar trennte sich Barca von Trainer Ernesto Valverde, der sich mit einigen Stars überworfen hatte. Auch dessen Nachfolger, Quique Setién, tut sich schwer, mit den komplizierten Charakteren in der Mannschaft klarzukommen. Laut der "Marca" gab es vor knapp zwei Wochen nach einem 2:2 gegen Celta Vigo eine heftige verbale Auseinandersetzung zwischen Team und Trainer. Setiéns Abgang gilt spätestens zum Saisonende als wahrscheinlich.

Das letzte Spiel vor dem Re-Start der Champions League bestreitet die Mannschaft des deutschen Nationalspielers Marc-André ter Stegen am 19. Juli, also knapp drei Wochen vor dem Rückspiel gegen Neapel.

Die Stars: Auch mit 33 Jahren ist Lionel Messi noch immer der alles entscheidende Spieler bei Barca. Der Mega-Star kommt in der laufenden Saison wettbewerbsübergreifend auf 51 Torbeteiligungen in 39 Spielen (27 Tore, 24 Vorlagen). Zusammen mit Luis Suárez und Weltmeister Antoine Griezmann bildet der Argentinier ein brandgefährliches Offensiv-Trio. In Marc-André ter Stegen haben die Katalanen außerdem einen der besten Torhüter der Welt zwischen den Pfosten.

Die Schwächen: Von den Glanzzeiten unter Pep Guardiola ist das aktuelle Team weit entfernt. In der Rückwärtsbewegung wirken die Katalanen nicht immer sicher, insbesondere die Innenverteidigung um Gerard Piqué wackelt immer wieder. Für die jahrelangen Mittelfeld-Regenten Xavi und Iniesta konnte Barca außerdem bis heute keine wirklichen Nachfolger aufbauen, dem Zentrum mangelt es häufig an Kreativität und Spielwitz.

SSC Neapel

Die sportliche Situation: In der Serie A belegt der SSC Neapel aktuell nur Platz sechs. Die Qualifikation für die Champions League sieben Spieltage vor Saisonende rechnerisch zwar noch möglich, bei 14 Punkten Rückstand aber äußerst unwahrscheinlich. In der Coppa Italia war das Team des italienischen Ex-Nationalspielers Gennaro Gattuso dafür umso erfolgreicher: Mitte Juni setzte sich Neapel im Elfmeterschießen 4:2 gegen Serienmeister Juventus Turin durch.

Das letzte Plichtspiel vor dem Re-Start der Champions League absolvieren die Italiener am 1. August, also eine Woche vor dem Rückspiel gegen Barcelona.

Die Stars: Besonders aufpassen müssten die Bayern bei einem Viertelfinale gegen Neapel auf die Offensive. In Dries Mertens und Kapitän Lorenzo Insignie verfügen die Italiener über zwei schnelle, wendige und torgefährliche Angreifer, die Top-Torjäger Arkadiusz Milik immer wieder in Szene setzen.

Der wichtigste Spieler von Neapel ist aber wohl Kalidou Koulibali. Der wuchtige Abwehr-Koloss zählt zu den besten Innenverteidigern Europas und bildet an der Seite von Konstantinos Manolas ein zweikampfstarkes und bemerkenswert schnelles Innenverteidiger-Duo.

Die Schwächen: Neapel ist zwar eine spielstarke Mannschaft, in Sachen Physis hat das Team von Gennaro Gattuso allerdings noch Nachholbedarf. Insbesondere im Mittelfeld dürften die Bayern mit den körperlich präsenteren Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Thomas Müller die Oberhand haben.

Lesen Sie hier: Flick ist für den FC Bayern ein Trumpf in der Champions League

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