Servus, Mr. Wembley! Die acht wichtigsten Momente in Robbens Karriere

Bayern-Legende Arjen Robben beendet seine große Karriere nun endgültig und sagt: "Das Fußballherz wollte gerne weitermachen." Die AZ blickt auf die emotionalsten Momente seiner Laufbahn zurück.
| Julian Buhl
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Arjen Robben nach dem 2:1 gegen Borussia Dortmund im Champions-League-Finale in Wembley 2013.
Arjen Robben nach dem 2:1 gegen Borussia Dortmund im Champions-League-Finale in Wembley 2013. © dpa

München - Einen erbitterten Kampf gegen sich selbst führte Arjen Robben schon während seiner gesamten Karriere mit schier unbändigen Ehrgeiz. Nun hat er ihn verloren. 

Bereits 2019 schon einmal die Karriere beendet

"Das Fußballherz wollte gerne weitermachen", schrieb die Bayern-Legende in einem emotionalen Brief an seine Fans. Doch der Körper des 37-jährigen Niederländers spielte nicht mehr mit, schweren Herzens beendete Robben am Donnerstag seine aktive Laufbahn.

"Alles ist einmal vorbei", so Robben weiter, es sei eine "sehr schwere Entscheidung" gewesen, beschrieb er seine innere Zerrissenheit, weil sich "Verstand und Emotionen gegenüberstanden". Im Herbst seiner Karriere wollte Robben noch einmal alles geben, bloß sein Körper habe ihm nicht mehr das "gute Gefühl" und das "nötige Vertrauen" gegeben: "Daher habe ich beschlossen, aufzuhören."

Nach zehn historisch erfolgreichen Jahren beim FC Bayern hatte Robben bereits im Jahr 2019 schon einmal seine Karriere beendet. Nach dem gescheiterten Märchen-Comeback beim FC Groningen, seinem Jugendverein, sagt Bayerns Mr. Wembley nun ein zweites Mal Servus.

Arjen Robben nach dem Gewinn der Champions-League 2013.
Arjen Robben nach dem Gewinn der Champions-League 2013. © picture alliance / dpa

Die AZ blickt noch mal auf Robbens emotionalsten Momente zurück

Die Geburtsstunde von Robbery:
Nach seinem Wechsel 2009 gelang Robben am vierten Spieltag gleich ein Traumdebüt. Als Joker erzielte er beim 3:0 gegen Wolfsburg gleich zwei Tore, den Treffer zum Endstand legte ihm Franck Ribéry von rechts auf. Der Beginn einer fußballerischen Traumehe - und einer Bayern-Ära.

Traumtor gegen Florenz:
Schon im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen die Fiorentina traf Arjen Robben beim 2:1 per Elfmeter. Im Rückspiel sicherte er den Münchnern dann mit einem Traumtor zum 2:3 das Viertelfinalticket.

Dunkle Stunden und goldene Momente

Volleytor gegen United:
Und dort wiederholte er dieses Kunststück gleich nochmal - und toppte es, als Bayern bei Manchester United bereits mit dem Rücken zur Wand und vor dem Aus stand. Bis ein magischer Robben-Moment folgte: Nach einer Ecke von Ribery jagte er den Ball von der Sechzehnergrenze volley ins Tor. Wieder zum 2:3 nach einem 2:1 im Hinspiel. Wieder schoss er Bayern weiter. Der Titel blieb ihm und den Münchnern im Finale gegen Inter Mailand (0:2) dann aber versagt.

WM-Finale 2010:
Gleiches galt auch für das Endspiel bei der WM 2010 in Südafrika mit den Niederlanden. In der 62. Minute des Endspiels gegen Spanien war er alleine auf Torhüter Iker Casillas zugelaufen und gescheitert. "Diese eine verdammte Szene sucht mich noch immer heim", sagte er noch Jahre danach.

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Fehlschuss gegen Dortmund:
Keine guten Erinnerungen hat Robben auch an seinen vergebenen Elfmeter im Meisterschaftsfinale 2012 in der Schlussphase des direkten Duells mit dem BVB. Unvergessen, wie Neven Subotic Robben anschließend seinen (unsportlichen) Jubel darüber ins versteinerte Gesicht brüllte. Der BVB gewann das Duell mit 1:0 und wurde anschließend Meister.

Arjen Robben vergibt im Meisterschaftsfinale gegen Dortmund einen Elfmeter in der Schlussphase.
Arjen Robben vergibt im Meisterschaftsfinale gegen Dortmund einen Elfmeter in der Schlussphase. © picture alliance / dpa

Drama im Finale dahoam:
Wenig später sollte es im gleichen Jahr noch schlimmer für Robben kommen. Im Champions-League-Endspiel in der Allianz Arena gegen Chelsea wurde er zur tragischen Figur. Nachdem er zahlreiche Chancen ungenutzt gelassen hatte, verschoss er in der Verlängerung erneut einen Strafstoß. Die Blues triumphierten schließlich im Elfmeterschießen in München.

Im Finale dahoam verschießt er einen Elfmeter gegen Chelsea und verliert mit Bayern: Arjen Robben (l.).
Im Finale dahoam verschießt er einen Elfmeter gegen Chelsea und verliert mit Bayern: Arjen Robben (l.). © dpa

Champions-League-Siegtor 2013:
Ein Jahr später machte Robben dieses und gleichzeitig auch sein BVB-Trauma vergessen. Im deutschen Finale der Champions League erzielte er den 2:1-Siegtreffer. Der Arjen hat's gemacht! Mr. Wembley war geboren. Den Pass ins Glück gab übrigens Ribéry von rechts. Richtig, genauso wie beim ersten Mal.

Arjen Robben schießt das entscheidende Tor gegen BVB-Torwart Roman Weidenfeller.
Arjen Robben schießt das entscheidende Tor gegen BVB-Torwart Roman Weidenfeller. © picture alliance / dpa

Bayern-Abschied:
Am 18. Mai 2019 lief Robben zum letzten Mal für die Münchner auf. Als Joker gelang ihm ein Traumabschied mit seinem 99. Ligator. Auch der ebenfalls eingewechselte Ribéry traf. Ein würdiges Ende einer Ära.

Die Verabschiedung von Arjen Robben beim FC Bayern nach dem 5:1 gegen Eintracht Frankfurt: (v.l.) Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der damalige Präsident Uli Hoeneß, Arjen Robben, Rafinha, der damalige Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, und Franck Ribéry.
Die Verabschiedung von Arjen Robben beim FC Bayern nach dem 5:1 gegen Eintracht Frankfurt: (v.l.) Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der damalige Präsident Uli Hoeneß, Arjen Robben, Rafinha, der damalige Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, und Franck Ribéry. © firo Sportphoto
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