Schweinsteiger und Co.: Legendäre Abschiede beim FC Bayern München

Bastian Schweinsteiger bekommt im August sein Abschiedsspiel beim FC Bayern – diese Ehre wurde schon einigen Vereins-Legenden zuteil: Die AZ blickt zurück auf denkwürdige Partien.  
| Maximilian Koch
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Bastian Schweinsteiger (33) war mit 13 Jahren in die Jugend der Bayern eingestiegen und hatte mit den Profis achtmal die deutsche Meisterschaft, siebenmal den DFB-Pokal und zweimal den Supercup gewonnen. Außerdem war er Teil der Mannschaft, die 2013 unter dem heutigen Trainer Jupp Heynckes das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League holte. Insgesamt bestritt er 500 Pflichtspiele für die Profimannschaft - nur sieben Spieler kommen auf mehr Einsätze.
dpa 9 Bastian Schweinsteiger (33) war mit 13 Jahren in die Jugend der Bayern eingestiegen und hatte mit den Profis achtmal die deutsche Meisterschaft, siebenmal den DFB-Pokal und zweimal den Supercup gewonnen. Außerdem war er Teil der Mannschaft, die 2013 unter dem heutigen Trainer Jupp Heynckes das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League holte. Insgesamt bestritt er 500 Pflichtspiele für die Profimannschaft - nur sieben Spieler kommen auf mehr Einsätze.
Georg Katsche Schwarzenbeck (2. Juni 1981, FC Bayern – Deutschland Team 1974 6:4): Ruhiger und torreicher war der Abschied von Katsche, dem legendären Vorstopper, der die Bayern 1974 im Endspiel des Landesmeister-Cups gegen Atlético Madrid mit seinem Treffer in letzter Minute rettete und ein Wiederholungsspiel erzwang. Bei Schwarzenbecks letzter Partie im Olympiastadion ging es gegen die Weltmeister-Mannschaft von 1974.
Rauchensteiner/Augenklick 9 Georg Katsche Schwarzenbeck (2. Juni 1981, FC Bayern – Deutschland Team 1974 6:4): Ruhiger und torreicher war der Abschied von Katsche, dem legendären Vorstopper, der die Bayern 1974 im Endspiel des Landesmeister-Cups gegen Atlético Madrid mit seinem Treffer in letzter Minute rettete und ein Wiederholungsspiel erzwang. Bei Schwarzenbecks letzter Partie im Olympiastadion ging es gegen die Weltmeister-Mannschaft von 1974.
Paul Breitner (31. Mai 1983, FC Bayern – Weltauswahl 2:3): "Ich erinnere mich gerne an diesen Tag", sagt Breitner der AZ. "Es war eine große Freude." Vor allem die Stunden nach der Partie, die sich im Hotel "Vier Jahreszeiten" abspielten. "Udo Jürgens hat zwei Stunden ein Konzert gegeben, es war wie auf Tournee", sagt Breitner: "Eine wunderbare Show." Die gab es übrigens auch auf dem Platz, wo Franz Beckenbauer (mal wieder) ein Eigentor fabrizierte – und Karl-Heinz Förster Bayern-Spieler Kalle del'Haye bei einem Zweikampf die Nase brach.
Rauchensteiner/Augenklick 9 Paul Breitner (31. Mai 1983, FC Bayern – Weltauswahl 2:3): "Ich erinnere mich gerne an diesen Tag", sagt Breitner der AZ. "Es war eine große Freude." Vor allem die Stunden nach der Partie, die sich im Hotel "Vier Jahreszeiten" abspielten. "Udo Jürgens hat zwei Stunden ein Konzert gegeben, es war wie auf Tournee", sagt Breitner: "Eine wunderbare Show." Die gab es übrigens auch auf dem Platz, wo Franz Beckenbauer (mal wieder) ein Eigentor fabrizierte – und Karl-Heinz Förster Bayern-Spieler Kalle del'Haye bei einem Zweikampf die Nase brach.
Gerd Müller (20. September 1983, FC Bayern – Deutschland 4:2): Der Bomber kickte zu dieser Zeit schon in den USA, für seinen Abschied flog er nach München ein. Und blieb tatsächlich torlos. Ebenfalls bitter für Müller: DFB-Coach Jupp Derwall ließ den legendären Torjäger nur wenige Minuten spielen, für die Bayern durfte Müller aber eine Halbzeit lang ran. "Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich gleich das ganze Spiel für die Bayern gemacht", ärgerte sich Müller.
dpa 9 Gerd Müller (20. September 1983, FC Bayern – Deutschland 4:2): Der Bomber kickte zu dieser Zeit schon in den USA, für seinen Abschied flog er nach München ein. Und blieb tatsächlich torlos. Ebenfalls bitter für Müller: DFB-Coach Jupp Derwall ließ den legendären Torjäger nur wenige Minuten spielen, für die Bayern durfte Müller aber eine Halbzeit lang ran. "Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich gleich das ganze Spiel für die Bayern gemacht", ärgerte sich Müller.
Giovane Elber (8. August 2006, FC Bayern – TSV 1860 0:3): Eine schöne Erinnerung – aus Löwen-Sicht. Antonio di Salvo und zweimal Nicky Adler trafen zum Sieg der Sechzger, die den Brasilianer bei seinem Abschied ein wenig ärgerten. Elber war trotzdem happy, er wurde als erster Profi überhaupt zum Ehrenspieler der Bayern ernannt.
Rauchensteiner/Augenklick 9 Giovane Elber (8. August 2006, FC Bayern – TSV 1860 0:3): Eine schöne Erinnerung – aus Löwen-Sicht. Antonio di Salvo und zweimal Nicky Adler trafen zum Sieg der Sechzger, die den Brasilianer bei seinem Abschied ein wenig ärgerten. Elber war trotzdem happy, er wurde als erster Profi überhaupt zum Ehrenspieler der Bayern ernannt.
Oliver Kahn (2. September 2008, FC Bayern – Deutschland 1:1): Gerührt, aber ohne Tränen, verabschiedete sich der Titan in den Ruhestand. Piotr Trochowski erzielte für Deutschland das letzte Tor gegen Kahn. Der Keeper schnappte sich nach dem Schlusspfiff die Bayern-Fahne, der englische Opern-Star Paul Potts sang "Time to say Good-bye" – und Kahn sprach bewegende Worte: "Das war das Größte, was ich in meiner Karriere erlebt habe. Ich kann mich nur bedanken, das war der Gipfel."
dpa 9 Oliver Kahn (2. September 2008, FC Bayern – Deutschland 1:1): Gerührt, aber ohne Tränen, verabschiedete sich der Titan in den Ruhestand. Piotr Trochowski erzielte für Deutschland das letzte Tor gegen Kahn. Der Keeper schnappte sich nach dem Schlusspfiff die Bayern-Fahne, der englische Opern-Star Paul Potts sang "Time to say Good-bye" – und Kahn sprach bewegende Worte: "Das war das Größte, was ich in meiner Karriere erlebt habe. Ich kann mich nur bedanken, das war der Gipfel."
Lothar Matthäus (26. Mai 2000, FC Bayern – Deutschland 1:1): Diego Maradona lief 45 Minuten im Bayern-Dress auf – doch die Partie blieb wegen eines Streits in Erinnerung: Matthäus und die Bayern zofften sich um die Einnahmen, erst Jahre später kam es vor Gericht zu einer Einigung. Das Verhältnis war fortan schwer belastet – und Uli Hoeneß schloss sogar aus, Matthäus als Greenkeeper zu beschäftigen.
Rauchensteiner/Augenklick 9 Lothar Matthäus (26. Mai 2000, FC Bayern – Deutschland 1:1): Diego Maradona lief 45 Minuten im Bayern-Dress auf – doch die Partie blieb wegen eines Streits in Erinnerung: Matthäus und die Bayern zofften sich um die Einnahmen, erst Jahre später kam es vor Gericht zu einer Einigung. Das Verhältnis war fortan schwer belastet – und Uli Hoeneß schloss sogar aus, Matthäus als Greenkeeper zu beschäftigen.
Mehmet Scholl (15. August 2007, FC Bayern – FC Barcelona 0:1): Lionel Messi, wie Scholl ein Fußball-Feingeist, erzielte Barcelonas Siegtor – das passte. Scholl wurde gegen Franck Ribéry ausgewechselt und kommentierte die Niederlage in seiner typischen Art: "Ein kleiner Trost für mich ist, dass das Tor fiel, als ich nicht mehr auf dem Platz stand. Ich habe 0:0 gespielt." Auch Tor-Phantom Roy Makaay wurde an diesem Tag verabschiedet.
dpa 9 Mehmet Scholl (15. August 2007, FC Bayern – FC Barcelona 0:1): Lionel Messi, wie Scholl ein Fußball-Feingeist, erzielte Barcelonas Siegtor – das passte. Scholl wurde gegen Franck Ribéry ausgewechselt und kommentierte die Niederlage in seiner typischen Art: "Ein kleiner Trost für mich ist, dass das Tor fiel, als ich nicht mehr auf dem Platz stand. Ich habe 0:0 gespielt." Auch Tor-Phantom Roy Makaay wurde an diesem Tag verabschiedet.
Sepp Maier (4. Juni 1980, FC Bayern – Deutschland 1:3): Emotional ging es oft zu – aber nicht immer friedlich. Torhüter Sepp Maier geriet mit Pal Csernai aneinander, weil er den Trainer für sein Karriereende verantwortlich machte. Nach einer Beleidigung Maiers verließ Csernai während der Partie das Stadion. Auch um die Einnahmen des Spiels gab es Ärger. Immerhin: Maier erhielt ein besonderes Geschenk – eine Kuhglocke. "Ich habe sie von einem verrückten Schweizer geschenkt bekommen, der unbedingt dabei sein und auf den Platz kommen wollte. Er hat dafür sogar 10.000 Mark bezahlt", erinnerte sich Maier.
Rauchensteiner/Augenklick 9 Sepp Maier (4. Juni 1980, FC Bayern – Deutschland 1:3): Emotional ging es oft zu – aber nicht immer friedlich. Torhüter Sepp Maier geriet mit Pal Csernai aneinander, weil er den Trainer für sein Karriereende verantwortlich machte. Nach einer Beleidigung Maiers verließ Csernai während der Partie das Stadion. Auch um die Einnahmen des Spiels gab es Ärger. Immerhin: Maier erhielt ein besonderes Geschenk – eine Kuhglocke. "Ich habe sie von einem verrückten Schweizer geschenkt bekommen, der unbedingt dabei sein und auf den Platz kommen wollte. Er hat dafür sogar 10.000 Mark bezahlt", erinnerte sich Maier.

Bastian Schweinsteiger bekommt im August sein Abschiedsspiel beim FC Bayern – diese Ehre wurde schon einigen Vereins-Legenden zuteil: Die AZ blickt zurück auf denkwürdige Partien.

München - Für Paul Breitner ist die Entscheidung des FC Bayern ein Volltreffer. "Bastian Schweinsteiger ein Abschiedsspiel zu geben, finde ich genau richtig", sagt Breitner der AZ: "Jedem Klub steht es gut zu Gesicht, wenn seine wichtigsten Spieler gebührend verabschiedet werden. Und Basti ist einer der wichtigsten Bayern-Spieler der Historie."

Am 28. August kommt Schweinsteiger mit seinem US-Klub Chicago Fire in die Allianz Arena, um den Fans Servus zu sagen.

Eine feine Geste der Bayern, die längst nicht jedem Topstar zuteil wurde. Michael Ballack und Stefan Effenberg etwa gingen leer aus, bislang auch Ex-Kapitän Philipp Lahm. Und selbst Kaiser Franz Beckenbauer kam nie in diesen Genuss: Er bestritt seine letzte Partie vor dem Wechsel in die USA 1982 im Dress des Hamburger SV und der deutschen Nationalelf (2:4).

Andere Bayern-Ikonen erlebten große Abschiede in München: Eine Auswahl der AZ. Klicken Sie sich oben durch die Bildergalerie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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