Rummenigge über Kimmich: "Wäre besser, er wäre geimpft"

Der langjährige Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge rechnet bei Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich mit einer baldigen Impfung gegen Covid-19. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach appelliert an den 26-Jährigen.
| AZ/dpa
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Der langjährige Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge
Der langjährige Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge © Matthias Balk/dpa/Archivbild

München - "Ich bin überzeugt, das hat er ja auch angekündigt, dass er möglicherweise zeitnah sich jetzt impfen lässt", sagte Rummenigge am Sonntag dem TV-Sender Bild. "Als Vorbild, aber auch als Fakt wäre es besser, er wäre geimpft."

Kimmich hatte nach dem 4:0 in der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim im TV-Sender Sky eingeräumt, bislang keine Impfung gegen Corona zu haben.

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Kimmich ist nicht geimpft

Er finde es schade, dass es in der Debatte "nur noch geimpft oder nicht geimpft" gebe, sagte Kimmich. "Und nicht geimpft bedeutet dann oftmals gleich, dass man Corona-Leugner oder Impfgegner ist. Aber ich glaube, es gibt auch ein paar andere Menschen zu Hause, die einfach ein paar Bedenken haben, was auch immer die für Gründe haben. Und ich finde, auch das sollte man respektieren, vor allem, so lange man sich an die Maßnahmen hält", erläuterte Kimmich.

Rummenigge sagte über den 26-Jährigen: "Ich finde, Joshua Kimmich ist vielleicht der Bundesligaspieler, der eine unglaubliche Vorbildfunktion in vielen Dingen wahrnimmt." Rummenigge kenne Kimmich als "tollen Menschen". Grundsätzlich sei das, was der Mittelfeldspieler gemacht habe, "sehr verantwortungsvoll".

Lauterbach appelliert an Kimmichs Vorbildfunktion

Leise Kritik an der Entscheidung kam auch vom SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach. "Es ist nicht gut, dass er nicht geimpft ist. Wenn er sagt, er wartet ab, dann ist das schwierig", sagte Lauterbach am Sonntagmorgen bei Sport1. Er schätze den 26-Jährigen als "ganz tollen Spieler" sehr. Dieser sei "einer derjenigen, die sich gegen Corona engagieren, er spendet für ärmere Länder", sagte Lauterbach.

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Kimmich hatte im März 2020 gemeinsam mit seinem Bayern-Kollegen Leon Goretzka die Aktion "We Kick Corona" (#wekickcorona) ins Leben gerufen, mit der sie Spenden für soziale Einrichtungen sammeln.

"Am besten wäre es, wenn die Impfung noch käme und dass man jetzt keinen großen Druck aufbaut", sagte Lauterbach. "Es ist Joshua Kimmichs eigene Entscheidung. Wir dürfen keinen Druck aufbauen, aber es wäre sehr wertvoll - davon geht eine enorme Symbolwirkung aus."

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