Rentner Heynckes: "Ich habe kaum Zeit"

Bayerns Triple-Trainer Jupp Heynckes bekam vom DFB den Fair-Play-Preis - und plauderte ein bisschen.
| Matthias Eicher
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Bayerns Triple-Trainer Jupp Heynckes bekam vom DFB den Fair-Play-Preis - und plauderte ein bisschen.

München - Erst das Triple geholt, dann die Trainer-Laufbahn auf dem Höhepunkt beendet. Ein perfekter Abgang von Ex-Bayern-Coach Jupp Heynckes, denn vor ihm hat dieses Kunststück noch keiner (in Deutschland) geschafft. Jetzt erhielt der 68-Jährige als Zugabe noch den Fair-Play-Preis „Fair ist mehr“ vom DFB. Bei der Ehrung erzählte der Coach aus seinem neuen Leben als Rentner und den vergangenen Tagen am Spielfeld-Rand.

Heynckes über…

…die Ehrung: Das bedeutet mit sehr viel. Ich habe das, was ich von meinen Eltern und auch bei Borussia Mönchengladbach mitbekommen habe, immer gelebt. Auch mein ehemaliger Trainer Hennes Weisweiler hatte einen Anteil daran. Man muss ein Vorbild sein. Der Trainer an der Seitenlinie muss souverän und ruhig agieren, alles andere ist für die Fernseh-Kamera.

…die Erfolge der vergangenen Saison: Ich denke schon, dass wir alle nach den sensationellen Triumphen realisiert haben, dass es eine historische Saison war. Ich habe noch nie eine Mannschaft trainiert, die so respektvoll miteinander umgegangen ist. Wir haben wunderbaren Fußball gespielt. Aber wie wir miteinander umgegangen sind, hat auch den Erfolg ausgemacht.

… seine Rückkehr: Ich freue mich riesig, mal wieder in München zu sein. Viele Spieler, die ich in der Vergangenheit betreut habe, sind hier. Meine ganz großen Erfolge habe ich in München errungen. Ich schaue mir auch noch die Spieler des FC Bayern an.

Franck Ribéry als Europas Fußballer des Jahres: Ich habe mich wahnsinnig über Ribérys Auszeichnung gefreut. Er ist einfach der Beste gewesen, er hat es verdient und er hat darauf hingearbeitet in den letzten zwei Jahren. Natürlich  hat er auch Chancen, Weltfußballer zu werden. Das hängt auch damit zusammen, dass er mit dem Klub hat mit dem FC Bayern alles abgeräumt hat, was es zu gewinnen gab.

Philipp Lahm als Welt-Fußballer: Ich würde mir wünschen, dass Philipp Lahm auch mal in die engere Wahl kommt. Er ist ein Dauerbrenner, hat 99 Länderspiele von Anfang an gespielt. Das ist fantastisch, er hat seine beste Saison im letzten Jahr gespielt.

…Peps und dessen Widmung des Super-Cups an Henyckes: Das war eine noble Geste und zeigt, was er für ein Mensch ist. Ich kenne ihn schon lange Jahre als Spieler und als Trainer und muss sagen, das war eine großartige Geste. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

 …die neue Champions League-Saison: Die großen Klubs werden immer eine positive Rolle in der Champions-League-Saison spielen. Die Mannschaften haben sich fast alle verstärkt, ob jetzt Arsenal, Real Madrid oder Manchester United. Auch Chelsea hat eine klasse Mannschaft, wie wir erst kürzlich haben sehen können. Natürlich sind das zusammen mit Barcelona und Bayern Mannschaften, die alle die Möglichkeiten haben, die Champions League zu gewinnen.

 … seine Anreise: Ich stehe am Gepäckband und der Koffer kam nicht. Ich blieb gelassen, aber er kam nicht. Ich tippe, dass der Gepäckmensch am Flughafen in Düsseldorf ein BVB-Fan war.

…den Alltag als Rentner: Ich bin wahnsinnig beschäftigt, die vielen Absagen auf die vielen Anfragen zu formulieren. Ich habe viel zu wenig Zeit und der Tag hat nur 24 Stunden. Morgens mache ich einen langen Spaziergang mit meinem Schäferhund samt Fellpflege, gehe dreimal pro Woche meinen Fitnessraum.

 

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