Pep nach dem Krimi gegen Juve: "Wir sind da!"

Massimilano Allegri und Pep Guardiola äußerten sich sichtlich mitgenommen auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zum dramatischen Achtelfinale.
| ps/sid
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Pep Guardiola war sichtlich mitgenommen vom Spiel.
dpa Pep Guardiola war sichtlich mitgenommen vom Spiel.

München - Während Juventus-Trainer Massimiliano Allegri auf der Pressekonferenz kurz vor Mitternacht trotz des dramatischen Aus der Italiener sehr aufgeräumt und gefasst wirkte, sah Bayerns Coach Pep Guardiola ziemlich mitgenommen aus. Kein Wunder nach dem 4:2 nach Verlängerung.

"Wir können erhobenen Hauptes abreisen", meinte Allegri. Sagte es und rief laut: "Buona notte!" Kurz danach kam Pep Guardiola aufs Podium der Allianz Arena und analysierte die Partie: "Wir haben gegen den letzten Finalisten der Champions League gewonnen. Wir brauchen zwei Tage, um das zu analysieren. Vier Tore zu schießen gegen eine italienische Mannschaft ist nicht einfach - wow!

So feiern die Bayern-Spieler auf Twitter

Guardiola weiter: "Ich bin überrascht, dass wir in der Lage waren, vier Tore zu schießen. Ich kenne die Historie der deutschen Mannschaften gegen Italiener."

 

Ein Gegentor - und alles ist vorbei

 

Wir schienen verängstigt zu sein, auch die Körpersprache war nicht sehr gut. Auch bei Ballbesitz und gegen den Ball. Wir haben aber am Ende den Kopf nicht verloren, am Ende haben kleine Details das Spiels entschieden. Sie hätten das 3:0 schießen können, Morata hatte große Chancen, Neuer hat gut gehalten.

Hier lesen Sie die Pressestimmen

In der Halbzeit haben wir mit den Spielern gesprochen und gesagt, es hängt vom nächsten Tor ab. Beim dritten Gegentor hätten wir keine Chance mehr gehabt, dann wäre es vorbei gewesen. Nach dem 1:2 mit der deutschen Mentalität und diese wahnsinnigen Spieler, dann wir waren da. Danach habe ich daran geglaubt, dass wir es noch schaffen können."

Auf die Frage, welchen Gegner er sich nun bei der Auslosung am Freitagmittag für das Viertelfinale wünsche, meinte Guardiola: "Jede Mannschaft hat ihre Qualität. Aber wir sind da. Eine Minute vor Schluss waren wir nicht gut, dann sehr gut."

Mit etwas Sarkasmus, aber auf den Punkt gebracht.

Guardiola hatte ja mit seinen Geheimtreffen in Diensten des neuen Arbeitgebers Manchester City für Unruhe gesorgt - und Fragen aufgeworfen, die Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zwar abtat, die aber weiter im Raum standen.

 

Pep Guardiola über ...

 

... seine persönlichen Eindrücke: "Großes Kompliment an Juventus Turin, eine große Mannschaft. Ich brauche zwei oder drei Tage, um zu begreifen, dass wir vier Tore gegen eine italienische Mannschaft geschossen haben. Das ist nicht einfach - wow! Aber wir sind im Viertelfinale."

... die miserable Anfangsphase seiner Elf: "Wir waren nicht intensiv genug in unserem Spiel, schienen verängstigt zu sein, die Körpersprache war nicht so gut. Das passiert, aber es lag auch an der Qualität unseres Gegners, sie waren sehr, sehr stark. Dann haben kleine Details das Spiel entschieden. In der Verlängerung haben nur noch die Bayern gespielt."

... seine Ansagen vor der Verlängerung: "Mein Deutsch ist nicht gut, sie verstehen mich nicht. Nein, wir haben darüber gesprochen, dass wir kein Tor mehr bekommen dürfen, weil die sonst weiter sind. Dass wir Paul Pogba kontrollieren müssen, dass sie mit Mario Mandzukic anders spielen als mit Alvaro Morata und, dass wir 1:1-Situationen über außen kreieren müssen."

... etwaige Zweifel am Erfolg: "In der Halbzeit haben wir den Spielern gesagt, dass es vom nächsten Tor abhängt. 1:2 - und wir sind wieder im Spiel. 0:3 - und wir haben keine Chance mehr. Juventus hätte fast das dritte Tor geschossen. Aber deutsche Spieler, diese wahnsinnige Mentalität - und es passiert. Wir haben Turin dann sehr gut kontrolliert, nur noch wenige Konter zugelassen. Das war der Schlüssel."

... einen möglichen Wunschgegner Manchester City: "Die Auslosung ist egal, wenn du das Halbfinale erreichen willst, musst du gegen jeden Gegner bestehen können. Aber wir sind da! Eine Minute später - und wir wären weg gewesen. Aber ich kann mich ja jetzt nicht entscheiden, es ist eine Auslosung."

 

 

 

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