Oh, Franck Ri-bé-ry

Zum Summen und Singen - Bayerns Franzose begeistert Fans und Altstars. Der Grund: Ribéry ist glücklich und macht mit seinen Traumtoren die Bayern glücklich.
| Abendzeitung
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen

Zum Summen und Singen - Bayerns Franzose begeistert Fans und Altstars. Der Grund: Ribéry ist glücklich und macht mit seinen Traumtoren die Bayern glücklich.

MÜNCHEN Wenn die Musik aus ist, summen die Leute weiter. Französisch in Fröttmaning. Auch wenn der Text nicht bekannt ist, es wird weiter gesummt. Und geschwelgt. Oh, Franck Ri-bé-ry! Oh, Franck Ri-bé-ry! Wann immer der Franzose in der Allianz Arena ein Tor macht, spielt die Stadionregie den Schlager-Klassiker aus den 70er Jahren von Joe Dassin ein: „Aux Champs Elysées“. Zu Ehren von Franck Ribéry, dem Pracht-Kicker der Bayern.

Zweimal wurde mitgesummt am Sonntag beim 4:1 gegen Stuttgart. Nach den zwei Wahnsinns-Treffern von Ribéry. Zwei Minuten. Einmal Kraft, einmal Eleganz. Erst der Gewaltschuss mit rechts in den Winkel, eine Minute später der überlegte Treffer, als der 25-Jährige zwei VfB-Stars austrickste und den Ball dann mit links in die Ecke schob. „Immer, wenn es meinem Kopf gut geht, tragen mich meine Beine“, sagte Ribéry hinterher. Und es geht ihm gut.

Er strahlt es aus. Es ist die Art, wie er spielt. Wie er seinen Spieltrieb auslebt, wie er beim Jubeln aus sich herausgeht. Ribéry: „Ich bin ein einfacher Mensch. Ich fühle mich überall wohl, wo man mich Fußball spielen lässt. Und hier kümmern sich alle wahnsinnig liebevoll um meine Familie und mich.“ Der Schlüssel zum Erfolg. Ribéry ist glücklich – und macht die Bayern glücklich. „Das dritte und vierte Tor von ihm – da hatten wir schon leichte Züge von Zirkus Sarrasani“, schwärmte Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Das dritte Tor wird, so Präsident Franz Beckenbauer, „sicher Tor des Monats“. Die Fans wählten Ribéry schon im Monat März trotz der Torflut von Luca Toni mit 54,2 Prozent zu ihrem Liebling des Monats.

Er ist ein Ankommer. „Diese Gabe hat ihm der liebe Gott in die Wiege gelegt“, sagte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler der AZ, „Ribéry ist mit Ball schneller als andere ohne. Das macht ihn zum Weltklassespieler. So kann ihn keiner halten.“

1990-Weltmeister Andy Brehme ist begeistert: „Er ist in der Form seines Lebens. Wenn einer so spielt wie er, das ist einer fürs Publikum. Dazu kommen seine Faxen, seine Gags.“ Ist er einer für die großen Klubs? Mario Basler: „Er ist in der Weltspitze vorne dabei, er spielt nächstes Jahr Champions League. Wenn du bei Bayern spielst, gibt es wenige Vereine, die eine Herausforderung sind. Vielleicht noch Real oder Barcelona."

***

Wenn man vom Original die Worte „Champs-Elysées“ durch Franck Ri-bé-ry ersetzt, passt der Text auch auf den Publikumsliebling und seine Beziehung zu den Fans in der Arena. Wie wär’s beim nächsten Mal mit mitsingen?

Oh, Franck Ribéry,

Oh, Franck Ribéry,

Sonne scheint, Regen rinnt,

Ganz egal, wir beide sind

so froh wenn wir uns wiedersehen, oh Franck Ribéry.

P. Strasser, T. Klein

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren