Gleich fünf Spieler: Das ist die Streichliste des FC Bayern

Aktuell steht ein dickes Minus in der Bilanz von Bayern-Sportvorstand Max Eberl. Nach den Verpflichtungen der WM-Stars Nathaniel Brown und Ismael Saibari in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro sowie den Verkäufen von Noël Aséko, Alexander Nübel, Daniel Peretz, Jonah Kusi-Asare und Lovro Zvonarek haben die Münchner knapp 70 Millionen Euro Miese gemacht. Dabei darf es aus Sicht des mächtigen Aufsichtsrats nicht bleiben, rote Zahlen sind unerwünscht.

Das Gremium, das im August wieder zu seiner vierteljährlichen Sitzung zusammenkommt, wird genau hinschauen, ob Eberl in den kommenden Wochen Geld reinholt. Immerhin geht es um die Zukunft des Sportvorstands, dessen Vertrag 2027 ausläuft. Auch Sportdirektor Christoph Freund und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sind bis 2027 vertraglich an Bayern gebunden.
Eberl unter Druck beim FC Bayern: Verkäufe müssen her
Während die Transfers von Brown und Saibari intern positiv bewertet werden, hat Eberl nach AZ-Informationen auf der Verkaufsseite mächtig Druck. Mehrere Spieler sollen noch abgegeben werden, es gibt jedoch kaum Interesse von anderen Klubs. Ein schwieriger Job für Eberl, der in den kommenden Wochen zum Sommerschlussverkäufer werden muss. Gleich fünf Profis könnten gehen, die AZ gibt einen Überblick.
João Palhinha: Thomas Tuchel wollte ihn 2023 zu Bayern holen, Vincent Kompany bekam ihn ein Jahr später – für stolze 51 Millionen Euro. Doch der 31-jährige Portugiese und die Münchner fanden nie richtig zueinander. Im Sommer 2025 wurde Palhinha an Tottenham Hotspur verliehen und erkämpfte sich einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld.

Die Kaufoption in Höhe von 30 Millionen Euro wollten die Spurs trotzdem nicht ziehen, sie war ihnen zu hoch. Und so trainiert Palhinha aktuell wieder an der Säbener Straße. Ob sich mit ihm noch ein gutes Geschäft machen lässt? Neben Benfica und Sporting, den beiden Topklubs aus Lissabon, soll auch der englische Vertreter Aston Villa an Palhinha dran sein. Es wird um die Höhe der Ablöse gehen. Bei Kompany hat der Sechser keine Perspektive.
Teure Problemfälle in der Defensive
Sacha Boey: Auch für den Rechtsverteidiger zahlte Bayern eine hohe Ablöse. Im Januar 2024 war Boey den Münchnern 30 Millionen Euro wert – rückblickend ein echter Flop. Der 25-Jährige war in der Rückrunde an seinen Ex-Klub Galatasaray verliehen, kam dort aber nur sporadisch zum Einsatz. Die Türken zogen die Kaufoption in Höhe von 15 Millionen Euro nicht. Ob ein anderer Verein so viel zahlt?
Bryan Zaragoza: Der 24-jährige Spanier, der im offensiven Mittelfeld spielt, wurde in den vergangenen zweieinhalb Jahren gleich dreimal ausgeliehen – an CA Osasuna, Celta Vigo und die AS Rom. Nun sollen der FC Sevilla und Deportivo Alavés an Zaragoza interessiert sein. Bayern würde ihn gerne verkaufen, Zaragozas Marktwert, der Bayern anno 2023 insgesamt 17 Millionen Euro wert war, liegt bei acht Millionen Euro.

Offensivtalent Sieb ohne Chance
Armindo Sieb: In der vergangenen Saison war der 23-Jährige aus der Bayern-Jugend an Mainz 05 verliehen, er konnte sich aber auch dort nicht durchsetzen. Derzeit wieder zurück bei Bayern, soll aber noch abgegeben werden. 2027 läuft Siebs Vertrag bei Bayern aus, die Ablöse dürfte also gering ausfallen (Marktwert: 2,5 Millionen Euro).
Hiroki Ito: Der 27-Jährige erlebte mit Japan eine enttäuschende WM, schon im Sechzehntelfinale war Schluss gegen Brasilien. Hinten links in der Viererkette nur noch dritte Wahl hinter Neuzugang Brown und Alphonso Davies. Auch Konrad Laimer und Josip Stanisic können dort spielen. In der Mitte sieht es kaum besser aus für Ito. Da Innenverteidiger Minjae Kim wohl bleiben wird, könnte Ito den Klub verlassen – sofern gute Angebote für ihn eingehen. Bislang ist das nicht geschehen.