Neuer Rekord: FC-Bayern-Trio um Díaz stellt Ronaldo in den Schatten

Diese WM, prophezeite Englands Trainer Thomas Tuchel, werde "von Momenten leben". Von diesen besonderen Momenten der Superstars, für die das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada zur Heldenbühne werden soll. Und gleich zum Auftakt bewahrheitete sich Tuchels These: Lionel Messi, Kylian Mbappé und Harry Kane lieferten. Die ganz Großen der Szene - mit Ausnahme von Cristiano Ronaldo - setzten erste Glanzlichter. Und mittendrin waren auch einige Profis des FC Bayern.
Bayern-Trio wird jeweils "Man of the Match"
Dabei gab es wie immer vor Turnieren die Befürchtung, dass die Stars wegen der immer größer werdenden Belastung in ihren Klubs beim Saison-Höhepunkt nicht fit sein könnten. Von wegen! Kane traf beim 4:2 gegen Kroatien gleich doppelt. Der Bayern-Torjäger bewies eindrucksvoll, dass individuelle Klasse am Ende häufig doch den Unterschied macht.
Aber auch die beiden Münchner Luis Díaz, der für Kolumbien traf und auflegte, und vor allem Michael Olise als kongenialer Mbappé-Partner und Vorlagengeber spielten sich schon einmal in den Mittelpunkt. Der FC Bayern dürfte deshalb die WM mit einigem Stolz verfolgen. In Kane, Olise und Díaz wurden gleich drei Profis des Rekordmeisters am ersten Spieltag jeweils zum "Man of the Match" durch den Weltverband FIFA gekürt.

FC Bayern führt WM-Bestenliste der Klubs an
Mit nunmehr 83 Toren liegen die Münchner zudem in der WM-Bestenliste nach Klubs weiter vorne, nachdem Jamal Musiala, Kane (2) und Díaz bereits trafen. Zweitbester Verein nach Toren in der langen WM-Historie ist Real Madrid: Von den Königlichen spielt zwar bei dieser WM keiner für Spanien, aber bislang verbesserten Mbappé, Jude Bellingham (England) und Vinicius Júnior (Brasilien) die Real-Bilanz auf 82.
Nur für einen Superstar lief es zunächst so gar nicht nach Wunsch: Ronaldo. Beim verpatzten Auftakt der Portugiesen gegen die DR Kongo (1:1) kam der 41-Jährige nur auf 25 Ballkontakte und war über weite Strecken abgemeldet. Ex-Torjäger Thierry Henry warf "CR7" gar blanken Egoismus vor. "Für alle Leute zu Hause, eine Sache ist ganz wichtig", sagte der Franzose in seiner Rolle als TV-Experte: "Die Mannschaft muss treffen, nicht Du musst treffen."