Nach Spuck-Eklat um Pinola: Schweinsteiger fordert Sperre

Die Attacke des Club-Stars schockt Schweinsteiger: „Unglaublich! Sowas Respektloses! Das habe ich noch nie erlebt!“
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Diese Szene brachte Javier Pinola vier Spiele Sperre ein.
Screenshot sport1 Diese Szene brachte Javier Pinola vier Spiele Sperre ein.

MÜNCHEN - Die Attacke des Club-Stars schockt Schweinsteiger: „Unglaublich! Sowas Respektloses! Das habe ich noch nie erlebt!“

Auf dem Platz ging’s eigentlich recht friedlich zu beim 3:0 der Bayern im Derby gegen Nürnberg. Bis auf die Szene kurz vor dem Pausenpfiff, bis auf den Spuck-Eklat! Der Hauptdarsteller: Club-Star Javier Pinola. Das Opfer: Bayerns Mittelfeld-Stratege Bastian Schweinsteiger. Nach ein paar harmlosen Verbal-Scharmützeln verlor der 27-jährige Argentinier die Contenance – und spuckte Schweinsteiger an.

Der Bayern-Star war selbst nach dem Schlusspfiff noch total konsterniert, rang im Sky-Interview nach Worten. „Pinola hat mich angespuckt, unglaublich“, sagte der 26-Jährige, „das hab’ ich noch nie erlebt.“ Philipp Lahm erzählte später: „Schweini war zur Halbzeit total aufgebracht.“

Erinnerungen wurden wach, an das WM-Spiel 1990 zwischen Deutschland und Holland und die Lama-Attacke von Oranje-Star Frank Rijkaard in Richtung Rudi Völler. Franz Beckenbauer – damals Teamchef, am Sonntagabend im Sky-Studio – entrüstete sich: „Spucken ist die schlimmste Art der Verachtung. Das ist ein Fall fürs Sportgericht.“ Bayerns Ehrenpräsident lobte Schweinsteiger ausdrücklich für seine besonnene Reaktion. „Ich hätte mich sicher nicht so zurückhalten können“, sagte Beckenbauer, „von mir hätte Pinola einen Fußtritt bekommen, dass er aus dem Stadion geflogen wäre.“

Schweinsteiger beließ es bei verbalen Kontern, bekannte aber: „Es war schwer, sich zurückzuhalten in der Situation. Ich hätte ihm auch am liebsten eine Watschn gegeben. Doch was bringt das dann dem Verein?“

Dennoch klagte er Spucker Pinola schwer an. „Sowas gehört sich nicht auf dem Platz. Sowas Respektloses hat beim Fußball nichts zu suchen. Das sehen Jugendliche. Als Fußballprofi soll man auch Vorbild sein. Mit Aktionen, wie auf den Kopf spucken, ist man sicher kein Vorbild. Das ist kein Fairplay.“ Schließlich noch eine Verbal-Watschn für den Kontrahenten: „Pinola ist schon bekannt dafür. Er ist ein Argentinier, immer sehr emotional auf dem Platz.“

Mit der Spuck-Attacke hat der Club-Star seine Emotionen aber eindeutig übertrieben. „Da muss noch was nachkommen“, forderte Schweinsteiger den DFB zu Ermittlungen auf. Auch Bayerns-Sportchef Christian Nerlinger fordert Sanktionen für Pinola: „Wenn das so war, sollte das geahndet werden.“

Und wie reagierte der Täter? Pinola flüchtete wortlos aus der Arena. Null Reue! Ob er ungestraft davonkommt, ist allerdings fraglich. Zwar hat Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer nichts bemerkt, aber ein TV-Team von Sport1 hat die Szene aufgezeichnet.

F.M., ps

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