Revolution im Aufsichtsrat? Sie könnte beim FC Bayern auf Reiter folgen

Der Verwaltungsbeirat des FC Bayern ist ein ziemlich prominent besetztes Gremium mit Spitzenkräften aus Wirtschaft und Politik, das dem Präsidium um Herbert Hainer, Dieter Mayer und Walter Mennekes mit Expertise zur Seite steht. Und das im Moment ziemlich führungslos daherkommt.
Schörghuber als Reiter-Nachfolgerin?
Nach dem viel beachteten und folgenreichen Rückzug des abgewählten Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter (SPD) als Vorsitzender des Verwaltungsbeirats und Aufsichtsratsmitglied beim FC Bayern am 11. März sucht der Klub noch einen Nachfolger - oder eine Nachfolgerin. Denn die Stellvertretende Vorsitzende Alexandra Schörghuber ist eine Kandidatin für das Amt.

Die 67-jährige erfolgreiche Bau- und Brau-Chefin (zur Schörghuber Unternehmensgruppe gehören unter anderem Paulaner, Hotels und Immobilien) sitzt seit 2013 im Verwaltungsbeirat und ist seit 2016 Stellvertretende Vorsitzende - zunächst unter dem Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber und ab Anfang Februar zumindest kurz unter Reiter. Setzt sich Schörghuber nun an die Spitze und rückt als erste Frau überhaupt in den Aufsichtsrat? Laut Bayern-Satzung ist der oder die Vorsitzende des Verwaltungsbeirats ein geborenes Mitglied des Aufsichtsrats.
Noch keine Entscheidung
Wie die AZ erfuhr, ist darüber noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Einen Automatismus, dass die intern sehr für ihre wirtschaftliche Kompetenz geschätzte Schörghuber auf Reiter folgt, gebe es nicht, heißt es. Der oder die Vorsitzende des Verwaltungsbeirats muss von den aktuell elf Mitgliedern gewählt werden. Zu dem Gremium gehören etwa Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und Bundesministerin Dorothee Bär (CSU).