Nach Pleite gegen Frankfurt: Ist der Bayern-Kader breit genug für Rotation?

Gegen Eintracht Frankfurt wirkten einige Bayern-Spieler müde und leicht überspielt. Trainer Julian Nagelsmann könnte bald etwas rotieren – doch ist der Kader dafür überhaupt breit genug?
| Christina Schärfl
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Das aktuelle Problem beim FC Bayern: Viele Startelf-Spieler, wie Joshua Kimmich (l.), Thomas Müller (2.v.r.) oder Robert Lewandowski (r.) sind eigentlich unverzichtbar.
Das aktuelle Problem beim FC Bayern: Viele Startelf-Spieler, wie Joshua Kimmich (l.), Thomas Müller (2.v.r.) oder Robert Lewandowski (r.) sind eigentlich unverzichtbar. © imago/Sven Simon

München - Das hatte sich der FC Bayern wohl anders vorgestellt: Kurz vor der zweiwöchigen Länderspielpause musste die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann die erste Niederlage in der aktuellen Bundesliga-Saison einstecken.

Dabei hatte es - abgesehen vom Remis-Start gegen Borussia Mönchengladbach zum Auftakt der neuen Spielzeit - doch so gut ausgesehen. Ein Sieg nach dem anderen, in der Champions League führten die Münchner sogar den FC Barcelona (3:0) vor.

Bislang kaum Rotation bei den Bayern

Doch dann am Sonntag plötzlich der Dämpfer: Die in dieser Bundesliga-Saison bislang sieglose Eintracht gewann in der Allianz Arena mit 2:1 gegen die Hausherren. Nun ist der nächste Gegner Bayer Leverkusen punktemäßig mit den Bayern gleichauf. 

Legte die Mannschaft in den Partien vor der Niederlage eine Gala nach der anderen hin, wirkten einige Bayern-Stars gegen Frankfurt müde und mitunter leicht überspielt. Dayot Upamecano, der zuletzt starke Spiele bei seinem neuen Verein ablieferte, machte vergangenes Wochenende keine gute Figur und ließ sich von Frankfurts Filip Kostic mehrmals überlaufen.

Fehlt beim FC Bayern die Breite im Kader?

Brauchen die Profis mehr Verschnaufpausen? Oder anders gesagt: Rotiert Nagelsmann zu wenig?

Doch genau hier könnte auch das Problem liegen: Hatte Bayern noch vor einigen Jahren ein Team auf der Bank sitzen, von dem andere Mannschaften nur träumen konnten, fehlt in diesem Jahr die Breite im Kader. Die erste Elf ist praktisch konkurrenzlos. Wo vor einigen Saisons noch Superstars auf der Bank schmorten, sitzen heute zu einem großen Teil Nachwuchsspieler.

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Gegen Frankfurt auf der Bayern-Bank: Ersatzkeeper Christian Früchtl, Omar Richards, Bouna Sarr, Tanguy Nianzou, Josip Stanisic, Marc Roca sowie die später eingewechselten Marcel Sabitzer, Eric Maxim Choupo-Moting und Jamal Musiala.

Das sagt Nagelsmann zum Thema Kaderbreite

Die Kaderbreite beim FC Bayern – ein leidiges Thema, das schon seit Beginn der Saison 2020/21 immer wieder aufkommt. Im Sommer 2020 verließen international erfahrene Stars wie Philippe Coutinho, Thiago und Ivan Perisic den Verein, in diesem Jahr folgten mit David Alaba, Javi Martínez und Jérôme Boateng drei weitere. Aufgrund des Corona-Sparkurses konnte die verlorene Qualität nur teilweise kompensiert werden.

Die Folge: Rotation im Spiel der Bayern gestaltet sich seitdem schwieriger. (Langzeit-)Verletzungen wie derzeit die von Kingsley Coman und Corentin Tolisso kommen hinzu und sind im Verlauf einer langen Saison wohl kaum zu vermeiden.

Angesprochen auf die Kadergröße gab sich Nagelsmann im Sommer noch entspannt. Dank der Analyse von Statistiken wisse er, "dass in den europäischen Top-Ligen 14 bis 16 Spieler 90 Prozent der Spielzeit bekamen."

Nagelsmanns Konsequenz: "Du brauchst 15, 16 gestandene Spieler, dahinter Herausforderer mit einer guten Qualität." Ob letztere über ebenjene Qualität verfügen, wäre noch zu beweisen.

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