Nach Nürnberg-Missverständnis: Sarpreet Singh kämpft beim FC Bayern wieder um Anschluss

Die Leihe von Sarpreet Singh zum 1. FC Nürnberg ist vorzeitig beendet worden. Nun hofft das neuseeländische Talent, beim FC Bayern den Durchbruch zu schaffen - muss sich aber zunächst hinten anstellen.
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Kehrt nach vorzeitigem Leih-Ende wieder zum FC Bayern zurück: Sarpreet Singh.
Kehrt nach vorzeitigem Leih-Ende wieder zum FC Bayern zurück: Sarpreet Singh. © IMAGO / Passion2Press

München - Beim Audi Cup vor zwei Jahren war der junge Neuseeländer erstmals in Erscheinung getreten. In Abwesenheit von Bayerns Flügel-Stars um Serge Gnabry und Kingsley Coman feierte Sarpreet Singh Ende Juli 2019 seine Premiere vor heimischem Publikum in der Allianz Arena - und bestand die Feuertaufe mit Bravour.

Singh, der kurz zuvor von Wellington Phoenix an die Isar gewechselt war, um vorerst die zweite Mannschaft des Rekordmeisters zu unterstützen, überzeugte im Finale gegen die Tottenham Hotspur. Die Krönung seines 90-minütigen Auftritts: Ein selbstbewusst verwandelter Strafstoß im Elfmeterschießen.

Zwei Bundesliga-Einsätze in der Triple-Saison

"Er kann ohne Zweifel Möglichkeiten bei uns bekommen. Die Eindrücke zeigen, dass er schon deutlich weiter ist als manch anderer in der zweiten Mannschaft. Ich bin mit ihm sehr zufrieden und positiv überrascht", sagte der damalige Trainer Niko Kovac nach der Partie.

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Es folgten zwei Bundesliga-Einsätze in der Triple-Saison unter dem aktuellen Bayern-Coach Hansi Flick. Zumeist stand der offensive Mittelfeldspieler aber für die "kleinen" Bayern auf dem Feld (22 Einsätze) und hatte maßgeblichen Anteil an der Drittliga-Meisterschaft. Um mehr Spielpraxis auf höherem Niveau zu erhalten, wurde Singh im Sommer 2020 zum 1. FC Nürnberg in die 2. Bundesliga verliehen.

Leihe nach Nürnberg: Singh von Heimweh geplagt

Der Start verlief holprig, in den ersten sieben Liga-Spielen kam der in Auckland geborene Singh fünf Mal zum Einsatz - zumeist aber als Joker. Beim Club kam er aber dennoch nie so richtig an, der körperbetonte Spielstil der Franken passte nicht zu ihm, der eher durch seine Schnelligkeit überzeugt. Außerdem wurde er von starkem Heimweh geplagt, sodass er im November für drei Wochen nach Neuseeland reisen durfte.

"Am Anfang musste ich mich an ein paar neue Dinge gewöhnen, aber so langsam beginne ich mich zu entfalten", sagte Singh Mitte Januar im Interview mit "Spox". "Der Wechsel nach Nürnberg war der richtige Schritt für mich."

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Keine Torbeteiligung beim 1. FC Nürnberg

Nach insgesamt sechs weiteren Einsätzen und keiner einzigen Torbeteiligung kam Ende Januar dann doch der radikale Schnitt. Der eigentlich bis Sommer datierte Leihvertrag wurde vorzeitig aufgelöst. "Zusammen mit den Bayern und Sarpreet sind wir übereingekommen, dass dieser Schritt für alle Seiten der richtige ist", sagte Nürnbergs Vorstand Sport Dieter Hecking in einer Pressemitteilung. Zu Schulden kommen lassen hatte sich Neuseelands A-Nationalspieler nichts, nach Informationen von "Sport1" sollen allein sportliche Gründe den Abbruch der Leihe herbeigeführt haben.

Singh will sich beim FC Bayern durchsetzen

Sarpreet Singh (r.) konnte beim 1. FC Nürnberg nicht überzeugen.
Sarpreet Singh (r.) konnte beim 1. FC Nürnberg nicht überzeugen. © imago images / HMB-Media

Nach dem missglückten halben Jahr in Nürnberg kämpft Singh nun in München wieder um den Anschluss und hofft auf den Durchbruch. "Ich glaube daran, mich beim FC Bayern durchzusetzen. Das ist mein Plan", gab sich Singh, dessen Vertrag beim Rekordmeister noch bis Sommer 2022 läuft, zuletzt zuversichtlich.

Zunächst muss sich der Offensivspieler aber hinten anstellen und sich in Bayerns zweiter Garde beweisen. Vergangen Sonntag wurde er gegen den KFC Uerdingen in der 65. Minute eingewechselt, konnte aber die 0:1-Heimpleite nicht mehr verhindern. Beim 3:2-Heimsieg im Nachholspiel am Mittwochabend gegen Zwickau feierte Singh sein Startelf-Comeback bei Bayerns Reserve. Für das angekratzte Selbstbewusstsein des Offensiv-Talents sicherlich das erste kleine Erfolgserlebnis auf dem Weg zu seinem großen Ziel.

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