Nach nicht einmal einem Jahr: Droht Thomas Müller schon der nächste Umzug?

Vor einem Jahr absolvierte Thomas Müller seine letzten Bundesliga-Spiele für den FC Bayern. Im Sommer verließ er die Münchner nach 25 Jahren und wechselte zu den Vancouver Whitecaps. Muss die Bayern-Legende bald seine Koffer erneut packen und den nächsten Umzug planen?
Denn ein Standortwechsel seiner Vancouver Whitecaps wird bei einem möglichen Verkauf immer wahrscheinlicher. Das bestätigte die MLS-Franchise aus Kanada in der Nacht zu Dienstag. "Der Verein sah sich gut dokumentierten strukturellen Herausforderungen in den Bereichen Stadionwirtschaftlichkeit, Zugang zur Spielstätte und Einnahmebeschränkungen gegenüber. Diese Umstände haben es erschwert, Käufer zu gewinnen, die sich dazu verpflichten, das Team in Vancouver zu halten", hieß es in einem Statement.
Spielen die Whitecaps bald in der USA?
Die Whitecaps bestätigen damit den drohenden Umzug in eine andere Metropole – vielleicht sogar in die USA. Die Franchise gehört einer Gruppe von vier Investoren, die nun verkaufen wollen: Greg Kerfoot, Steve Luczo, Jeff Mallett und NBA-Legende Steve Nash. Die Whitecaps hoffen aber weiter auf einen Käufer in Vancouver.
"In den vergangenen 16 Monaten haben wir ernsthafte Gespräche mit mehr als 100 Interessenten geführt, doch bis heute hat sich kein tragfähiges Angebot ergeben, das den Verbleib des Vereins am Standort sichern würde. Es bleibt das nachdrückliche Bestreben der aktuellen Eigentümergruppe, eine Lösung innerhalb von Vancouver zu finden", hieß es: "Sollte es eine lokale Eigentümergruppe geben, die über die Vision und die finanziellen Mittel verfügt, um einen zukunftsweisenden Weg einzuschlagen, so rufen wir diese eindringlich dazu auf, sich bei uns zu melden."

Fans der Whitecaps protestieren gegen Standortwechsel
Zuletzt verschafften sich die Fans des MLS-Klubs rund um das Heimspiel gegen die Colorado Rapids (3:1) Gehör und protestierten gegen einen möglichen Standortwechsel. Unter der Kampagne "Save the Caps" ("Rettet die Caps") marschierten die Fans zum Stadion und machten ihre Meinung mit Gesängen und Bannern deutlich. Im Stadion folgten weitere Banner.
Sportlich läuft es hingegen für Müller und sein Team: Die Whitecaps liegen nach zehn Spieltagen auf Rang zwei der Western Conference.