Müller und die Elfer: Fische für die Haie

Den ersten Strafstoß verwandelt er selbst, den zweiten überlässt er Robben generös. Nur Vidal durfte nicht.  
| Patrick Strasser
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Über den Treffer zum 3:0 konnten sich dann doch alle wieder freuen!
dpa Über den Treffer zum 3:0 konnten sich dann doch alle wieder freuen!

Den ersten Strafstoß verwandelt er selbst, den zweiten überlässt er Robben generös. Nur Vidal durfte nicht.

München - Die Bayern haben Probleme – schöne Sorgen sind das, die würden andere Vereine gerne haben. Es geht um die Elfmeter bei diesem souveränen 3:0 am Samstagabend gegen Bayer Leverkusen.

Die 60. Minute, Elfmeter Nummer eins: Bayers Rechtsverteidiger Hilbert schubste Arturo Vidal, der einköpfen wollte. Und weil der Chilene glaubte, an seinem Premierentreffer gehindert worden zu sein, wollte er auch den Elfmeter treten. Nicht mit Thomas Müller. Der Weltmeister, als Schütze Nummer eins festgelegt, trat an und verwandelte locker. Wie immer guckte er den Torhüter aus, keine Chance für Bernd Leno, das 2:0 für die Bayern. Es war übrigens der 300. Bundesliga-Elfmeter des Rekordmeisters – natürlich ein Rekord. Und Müllers zweiter Treffer des Abends nach dem 1:0 (26.).

Die 71. Minute, Elfmeter Nummer zwei: Wieder Hilbert, diesmal verhinderte er mit der Hand eine Costa-Flanke. Diesmal verzichtete Müller großzügig. Wieder hätte Vidal gerne – doch nun nahm sich Arjen Robben sein Recht als Schütze Nummer zwei. Pech für Neuzugang Vidal, blöd für Leverkusen, Robben verwandelte zum 3:0 für Bayern. „Arjen hat mich fragend angeguckt, ich habe zustimmend genickt“, sagte Müller. Erst sagte er Vidal no, dann durfte Robben. Eine Frage der Hierarchie.

Darauf angesprochen meinte Müller bei „Sky“: „Ich bin ja ein Teamplayer. Man muss auch wissen, wann es gut ist“, sagte der 25-Jährige und lachte. Dann verdiente er sich wieder mal den Pokal für den Spruch des Abends: „Der FC Bayern ist ja ein Haifischbecken und da muss man den Haien ab und zu einen Fisch hinwerfen.“ Wer denn nun die Nummer eins bei Bayern vom Punkt sei, wurde Müller schließlich noch gefragt. Seine kernige Antwort: „Das ist ja jetzt eine rhetorische Frage, oder?“

Um des lieben Elferfriedens Willen hätte noch einen dritten Strafstoß geben müssen. Das wär's gewesen: Vidal darf. Tritt an, trifft – und der Abend wäre sorgenfrei gewesen.

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