Mehr als Fußball: Jupp Heynckes von A bis Z

Am Sonntag kommt der Bald-wieder-Trainer des FC Bayern München mit Leverkusen in die Allianz Arena. Doch Jupp Heynckes hat mehr zu bieten als nur Fußball – ein Lexikon.
| Thomas Becker, Patrick Strasser
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Mai 2009: Der Abschied für Jupp Heynckes. Am Sonntag das Wiedersehen in der Allianz Arena - und ab Juli ist er zum dritten Mal Cheftrainer beim FC Bayern.
dpa Mai 2009: Der Abschied für Jupp Heynckes. Am Sonntag das Wiedersehen in der Allianz Arena - und ab Juli ist er zum dritten Mal Cheftrainer beim FC Bayern.

Am Sonntag kommt der Bald-wieder-Trainer des FC Bayern München mit Leverkusen in die Allianz Arena. Doch Routinier Jupp Heynckes hat mehr zu bieten als nur Fußball – ein Lexikon. 

München - Dieses Wiedersehen ist kein gewöhnliches: Am Sonntag kommt Jupp Heynckes noch einmal als Gast und Gegner (mit Leverkusen) nach München, dann aber bald zur Stabilisierung des präsidialen Nervenkostüms: Der 66-Jährige tritt im Sommer zum dritten Mal die Cheftrainer-Stelle beim FC Bayern an. Die AZ porträtiert "Don Jupp"  von A bis Z.


 

Adenauer: Den „Alten” zitierte sein rheinischer Landsmann ungewohnt salopp: „Was schert mich mein Gequatsche von gestern.”

 




Bauernhof: Bevorzugter Lebensraum der Familie, mit 5000 Quadratmetern Grundstück. Demnächst heißt es: City statt Land.

 

 




Cando: Neben Uli H. bester Freund und Spazierpartner. Der Schäferhund muss ab Juli ohne Herrchen die Stellung halten.

 

 




Don Jupp: Der Spanier an sich gilt als stolz, und solch edle Spitznamen verteilt er nicht gerade im Vorübergehen. Doch nach fünf Trainerstationen in Spanien und Portugal erhielt er den Ehrentitel.

 

 




Enke, Robert: Schon 1999 setzte er bei Benfica Lissabon auf das neue Torhüter-Talent – und machte ihn ein Jahr später sogar zum Kapitän.

 

 




Fitness: Sieht nicht nur so fit aus wie ein Turnschuh, tut auch einiges dafür – zwei Stunden am Tag. Respekt!

 

 




Gerland, Hermann: Über seinen künftigen Bald-Wieder-Co-Coach sagt er: „Ein absolut loyaler Mann, immer offen, der ehrlich und gerade heraus seine Meinung sagt, einen trockenen Humor hat und wunderbare Anekdoten erzählt.”

 




Hardter Wald: „Ich freue mich auf die langen Spaziergänge zuhause. Wir gehen dann zur Pferdekoppel. Das ist eine Oase der Ruhe.” Damit ist es erst mal vorbei.

 

 




Iris: Die Gattin. Vor einigen Jahren schwer erkrankt, weshalb sich der Startrainer eine anderthalbjährige Auszeit nahm.

 

 




Jürgens, Udo: Am 9. Mai wird Heynckes 66 - kein Problem, meint er: „Mit 66 Jahren fängt das Leben ja erst an, heißt es.

 

 




Katzen: Sein Heim nennt er auch „La casa de los Gatos”, das Haus der Katzen.

 




Lady Gaga: Schrille Popsirene, deren Songs er kennt – und angeblich sogar hört. Sagt über sie: „Die ist verrückt.” Könnte stimmen.

 

 




Matthäus, Lothar: Ist ihm ewig dankbar: „Er hat mich zu Gladbach geholt und stark gemacht. Unter ihm wurde ich Stammspieler, erst in Gladbach und dadurch bald auch in der Nationalmannschaft.”

 




Neubarth, Frank: Den löste er nach seinen Spanien-Jahren auf Schalke ab – wo er im September 2004 nach drei Niederlagen in vier Spielen wieder entlassen wurde. Rudi Assauer meckerte: „Der Jupp ist ein Fußballer der alten Schule, aber wir haben 2004.”

 

 




Osram: In Gladbach bekam er als Trainer vom Spieler Rudi Gores diesen Spitznamen: „Er ist eben manchmal rot angelaufen, wie eine Glühbirne. Damals gab es eine Reklame für Osram-Glühbirnen. So ist das gekommen.” Mittlerweile hat die EU Glühbirnen verboten. Schade eigentlich.

 

 




Pläne: Dazu von Heynckes nur so viel: „Ich weiß nicht, was mit 70 ist. Sir Alex Ferguson als Trainer von Manchester United ist 69 Jahre alt. Otto Rehhagel hat mit 71 noch die griechische Nationalmannschaft trainiert.”

 

 




Quantensprung: Im Januar 2007 trat er als Gladbach-Coach zurück. Später wurde bekannt, dass er Morddrohungen bekommen haben soll. Zwei Jahre später wurde er wieder Bayern-Trainer, aus dem Nichts heraus.

 

 



Real Madrid: Aus im Pokal gegen einen Zweitligisten, Platz vier in der Liga und Gewinn der Champions League: die Saison 97/98 blieb seine einzige bei Real.

 

 


Schwalmtal: Sein derzeitiger Wohnort. Niederrheinische 20000-Einwohner-Gemeinde bei Mönchengladbach. Nur zehn Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt. Teil des Naturparks Maas-Schwalm-Nette.

 

 



Tegernsee: Herrliches Ausflugsziel, vor allem, wenn man oberhalb vom schicken „Freihaus Brenner” bei Freunden mit Seeblick übernachten kann, am Tag darauf mit ins Stadion geht und kurz darauf Interims-Coach wird.

 

 



Uli Hoeneß: Wohnhaft am Tegernsee, oberhalb vom schicken „Freihaus Brenner”. Sein Freund seit mehr als 30 Jahren, auch wenn Hoeneß ihm vor 20 Jahren nach einem 1:4 gegen die Stuttgarter Kickers mal kündigte. Längst weiß Hoeneß: „Meine größte Fehlentscheidung!”

 

 



Vollgetankt: Brachte nach seinem Rücktritt in Gladbach den Dienstwagen zurück und sagte zu Präsident Königs: „Der Wagen ist gewaschen und vollgetankt.”

 

 


Weisweiler, Hennes: Trainer-Ikone, der die nie wieder erreichten Erfolge der Gladbacher Fohlen zu verdanken sind.

 

 



X für ein U: Kann man ihm natürlich nicht vormachen, niemals!

 

 




Yeboah, Antony: Erklärte ihm 1995 bei Eintracht Frankfurt mal, er werde zum Spiel gegen den HSV nicht erscheinen. Stimmte sogar: Yeboah flog raus.

 

 



Zappen: Kann er auch – im Radio. Da bleibt er dann schon mal bei Lady Gaga (siehe L) oder Rihanna hängen. Er sagt über die Sängerinnen: „Die finde ich gut.” 

 

 

 

 

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