Massenschlägerei im Bahnhofsviertel: Bayern-Hooligan vor Gericht

Weil er im März vergangenen Jahres bei einer Hooligan-Schlägere im Bahnhofsviertel teilgenommen haben soll, muss sich ein Anhänger des FC Bayern nun vor Gericht verantworten.
| John Schneider
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Im März 2019 ist es zu einer Hooligan-Schlägerei im Bahnhofsviertel gekommen. (Symbolbild)
Im März 2019 ist es zu einer Hooligan-Schlägerei im Bahnhofsviertel gekommen. (Symbolbild) © imago images / ActionPictures

München - Eine Körperverletzung wird ihm zwar nicht vorgeworfen. Aber Paul K. (28, Name geändert) gehört nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zu den 50 FC-Bayern-Ultras, die sich am 9. März 2019 in der Schillerstraße eine heftige und verabredete Massenschlägerei mit 50 Hooligans des VfL Wolfsburg lieferten.

Wegen Landfriedensbruch flattert dem 28-Jährigen deshalb ein Strafbefehl ins Haus. Weil er Einspruch eingelegt hat, kommt es am Dienstag zur Verhandlung. Doch zur Sache will sich der FC-Bayern-Ultra nicht äußern, erklärt sein Anwalt.

Hooligan-Schlägerei in München: VfL-Anhänger schwer verletzt

Was die Staatsanwaltschaft Paul K. vorwirft: Der 28-Jährige habe sich bewusst inmitten der Gruppe der Bayern-Anhänger positioniert und die tätlichen Angriffe gegenüber den Anhängern des VfL Wolfsburg so mitgetragen. Er sei dabei die tätliche Auseinandersetzung suchend auf die Anhänger des VfL Wolfsburg zugelaufen. Durch sein Verhalten habe er die Ultras bei ihren Gewalttätigkeiten unterstützt.

Bei der Schlägerei erlitt ein Wolfsburg-Anhänger besonders schwere Verletzungen im Gesicht, eine Risswunde am Ober- und Unterlid mit Trennung der Tränenwege, die operativ rekonstruiert werden mussten.

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53 Verfahren waren und sind anhängig. Das Verfahren gegen Paul K. ist eines der ersten, das am Amtsgericht verhandelt wird. Ende September war zuvor ein FC-Bayern-Ultra zu 22 Monaten Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde auf Bewährung ausgesetzt, weil er ein Geständnis ablegte.

Ein weiterer Ultra muss einsitzen. Er wurde vor wenigen Wochen zu 16 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Bei der Befragung eines Polizisten stellt sich am Dienstag heraus, dass die Verteidigung ein Video, das die Identität des Täters beweisen soll, noch nicht ansehen konnte. Die Verhandlung wird daraufhin auf den 12. Januar vertagt.

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