Manuel Neuer soll Philipp Lahm als Kapitän beim FC Bayern beerben

Der FC Bayern sucht einen Nachfolger von Philipp Lahm als Spielführer. Alles spricht für den Torhüter, der ja auch schon in der Nationalmannschaft auf Lahm gefolgt ist.
| Patrick Strasser
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Gerade erst zum vierten Mal in Serie als Welttorhüter ausgezeichnet: Weltmeister Manuel Neuer, der seit 2011 beim FC Bayern spielt und ab der kommenden Saison Kapitän sein könnte.
firo/Augenklick Gerade erst zum vierten Mal in Serie als Welttorhüter ausgezeichnet: Weltmeister Manuel Neuer, der seit 2011 beim FC Bayern spielt und ab der kommenden Saison Kapitän sein könnte.

München - Also sprach Manuel Neuer, soeben frisch zum Kapitän berufen: "Für mich ist es eine große Ehre, es macht mich stolz, Kapitän der Mannschaft zu sein. Wir wissen aber alle, dass wir auf dem Platz mehrere Führungsspieler benötigen, wenn wir Erfolg haben wollen."

Und sein Trainer begründete die Entscheidung pro Neuer wie folgt: "Manu bringt alles mit, was ich mir von einem Spielführer wünsche. Seine sportlichen Leistungen sind überragend, Manuel ist immer für die Mannschaft da, er ist ein Teamplayer und ein absolutes Vorbild. Dazu kommen seine großen menschlichen Qualitäten."

Ähnliche Zitate von Ancelotti

Nanu? Was verpasst? Manu als neuer Bayern-Kapitän? Nein, nein. Die Aussagen sind vom 1. September letzten Jahres und stammen von Neuer (also keine Fake News!) sowie Bundestrainer Joachim Löw. Der hatte den Torhüter zum Kapitän der deutschen Nationalelf auserkoren - als Nachfolger des nach der EM in Frankreich zurückgetretenen Bastian Schweinsteiger.

Die obigen Zitate wird man im Juli während der Vorbereitung auf die WM-Saison 2017/18 wohl in ähnlicher Form hören. Von Neuer und Bayern-Trainer Carlo Ancelotti. Dann, wenn der Italiener den Nachfolger für Philipp Lahm bestimmt, der ja seinen ursprünglich bis 2018 datierten Vertrag nicht erfüllt und somit Platz schafft für einen neuen Boss mit Binde. Und wer anders sollte es sein als der bisherige Stellvertreter Manuel Neuer?

Sportlich als Welttorhüter (wurde zuletzt zum vierten Mal in Folge ausgezeichnet) unumstritten, anerkannt im Mannschaftskreis und mit der nötigen Autorität ausgestattet scheint der 30-jährige Weltmeister die (einzig logische Wahl. Auch, weil die anderen Kandidaten Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng rein sportlich nicht zu 100 Prozent unantastbar sind wie der Torhüter, der ohnehin heiß auf jede Partie ist.

Zuschauer wider Willen

Selbst bei unbedeutenden Partien braucht er einen mehr als sanften Stubser, um doch mal auf eine Partie zu verzichten. Diese Saison genau ein Mal: Beim 2:3 im November in Rostow, als das Weiterkommen in der Gruppenphase der Champions League bereits gesichert war, durfte sein Ersatz Sven Ulreich ran. In einem von bisher 33 Pflichtspielen dieser Spielzeit.

Wenig verwunderlich, dass Ulreich (28) den FC Bayern trotz eines Vertrages bis 2018 im Sommer eventuell vorzeitig verlässt. Bis dato hat er wegen Platzhirsch Neuer in knapp zwei Jahren lediglich dreieinhalb Pflichtspiele absolvieren dürfen. Tendenz: wenig ausbaufähig.

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Schon gar nicht, wenn Neuer neuer Kapitän wird. "Ich freu mich darauf, jeden Tag zum Training zu fahren und freu mich auf die Spiele und die Saison", erklärte Neuer kürzlich. Seinen Vertrag hat er bis 2021 verlängert, dann ist er gerade einmal 35 und im Sinne von Juventus-Legende Gigi Buffon, stolze 39, im besten Torwart-Alter. Wie lange er noch aktiv sein möchte? Neuer: "So lang, wie ich mich fit fühle, solange ich denke, dass ich der Mannschaft helfen kann und ein guter Torwart bin, so lange möchte ich auch spielen."

Neuer liebt den Tegernsee

Dass auf den Münchner Lahm ein Ruhrpottler als Bayern-Kapitän folgt, ist längst kein Gegenargument mehr. Geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen gibt sich Neuer mittlerweile als Bayer. Sein Haus am Tegernsee ist fertig. "Mir hat die Alpenregion schon immer gelegen", erzählt Neuer, der als Kind in den Winter- und Osterferien zum Skifahren regelmäßig nach Bayern kam – mit dem Wohnmobil.

Was er wiederum am Tegernsee schätzt, verriet er dem "Bayern Magazin": "Man wird fast dazu gezwungen, sich an der frischen Luft sportlich zu betätigen, sei es zu Fuß, mit dem Rad oder auch auf dem Wasser. Ich mag Standup-Paddling, dabei kann ich ganz wunderbar entspannen." Manuel Neuer, der Kapitän zur See.

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