Manfred Müller über Neuer und Nübel: Jungs aus dem Pott – die verstehen sich schon

Manfred Müller war lange die Nummer zwei im Tor des FC Bayern. Was er vom Nübel-Wechsel hält.
| AZ/kk
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Lange Ersatztorwart der Bayern: Manfred Müller, hier im Jahr 1984.
imago images / kicker/Liedel Lange Ersatztorwart der Bayern: Manfred Müller, hier im Jahr 1984.

München – Noch ist der Wechsel von Alexander Nübel (23) zum FC Bayern nicht mal offiziell bestätigt – aber einige Experten sind sich bereits einig. Als "nicht notwendig" (Sepp Maier) und "nicht verständlich" (Jens Lehmann) kritisieren die ehemaligen Nationaltorhüter den Transfer. Lothar Matthäus geht sogar einen Schritt weiter und zweifelt an der Vernunft des Schalkers: "Ich habe ihn als intelligenten jungen Mann kennengelernt, der weiß, was er will. Und das kann kein Stammplatz auf der Bank sein."

Neben Torwart-Legende Jean-Marie Pfaff hält einer dagegen, der es eigentlich am besten wissen muss, was Nübel ab Sommer an der Säbener Straße blüht. Denn Manfred Müller war selbst (1979-1984) lange die Nummer zwei beim FC Bayern.

Lange Ersatztorwart der Bayern: Manfred Müller, hier im Jahr 1984.
Lange Ersatztorwart der Bayern: Manfred Müller, hier im Jahr 1984. © imago images / kicker/Liedel

Müller: "Alex kann hier vom Besten lernen"

Laut dem 72-Jährigen profitieren von diesem Wechsel tatsächlich alle Seiten: "Für Bayern ist es eine Investition in die Zukunft. Alex kann hier vom Besten lernen. Außerdem bin ich sicher, dass er seine 15 Spiele pro Saison machen wird." Und auf Manuel Neuer bezogen, erklärt Müller: "Irgendwann wird auch Manuel merken, dass da ein junger Keeper Druck macht. Aber ich glaube, das treibt ihn nur an." Also eine Win-Win-Win-Situation?

Das Hauptargument, für Nübel zum FC Bayern zu wechseln, liegt für Müller auf der Hand: "Alex ist sich bewusst, dass er erstmal auf der Bank sitzen wird. Aber bei Bayern hast du natürlich eher die Möglichkeit, Titel zu holen, als mit Schalke. Außerdem hast du hier eher die Chance, dich für die Nationalmannschaft zu empfehlen." Na ja, als Dauer-Bank-Angestellter wohl kaum.

Nübel muss also Druck machen. Und wenn es dann Streit zwischen Neuer und seinem jungen Herausforderer geben sollte? Müller schätzt diese Gefahr als gering ein: "Natürlich kann das passieren. Aber wenn, wird das der Trainer schon regeln. Außerdem sind das beide Jungs aus dem Kohlenpott – die verstehen sich schon."

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