Lewandowski und Müller: Die Ballerspieler

Mit je zwei Treffern entscheiden Lewandowski und Müller das Tor-Duell gegen den BVB klar für sich. „Ich denke, dass wir uns gegenseitig antreiben“, sagt der Pole. Dortmunds Aubameyang trifft immerhin einmal.
| Maximilian Koch
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So sieht Freude aus. Bayerns Torgaranten Thomas Müller (l.) und Robert Lewandowski zündeten am Sonntag das Torfeuerwerk gegen den BVB.
dpa So sieht Freude aus. Bayerns Torgaranten Thomas Müller (l.) und Robert Lewandowski zündeten am Sonntag das Torfeuerwerk gegen den BVB.

München – Das Ende seiner „Torkrise“ nahm Thomas Müller gelassen. „Ein bisschen was kann ich ja auch“, scherzte der Offensivstar des FC Bayern nach dem 5:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund, zu dem der 26-jährige Weltmeister zwei Tore beisteuerte (26. Minute, 35., Foulelfmeter).

Wobei – welche Krise eigentlich?

Acht Mal hat Müller nun in acht Liga-Spielen getroffen. Nur war er zuletzt vier Mal in Folge ohne eigenes Tor geblieben. In der gleichen Zeit setzte Sturmkollege Robert Lewandowski zu einer der unglaublichsten Torserien der Bundesliga-Geschichte an. Der Pole traf vor dem Spiel gegen den BVB zehnmal in drei Partien. Und ließ dann im Topspiel den nächsten Doppelpack folgen. Zwölf Tore in nur vier Spielen – da kann man im Schatten des Kollegen schon mal verblassen. Oder, Herr Müller?

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„Ja gut, das müsst ihr beurteilen, ich versuche ja nicht, absichtlich schlecht zu spielen“, sagte er in den Katakomben zu den Reportern. So richtig zu interessieren – das verdeutlichte Müllers Mimik – scheint ihn dieser Ballervergleich nicht. Gibt ja auch wichtigere Themen. „Wir versuchen, die Liga so unspannend wie möglich zu halten“, sagte er.

 

Mehr, mehr, mehr - für Pep

 

Auch sein gieriger Sturmkollege Lewandowski wollte den Platz im Mittelpunkt nicht für sich beanspruchen, obwohl er erneut bewies, dass er aktuell zu den gefährlichsten Angreifern der Welt gehört. „Viele Sachen kommen im Moment zusammen“, versuchte der Pole seine beiden Treffer zu erklären (46. und 58.): „Ich denke nicht daran, wie viele Tore ich zuletzt geschossen habe. Das Wichtigste ist, dass wir gewinnen.“ Und dann ließ er noch einen Satz folgen, der seinen Trainer erfreuen dürfte: „Ich will von Jahr zu Jahr ein besserer Spieler sein. Die Tore sind die eine Sache, aber ich will auch besser spielen.“

Zuletzt hatte Pep Guardiola trotz des unfassbaren Torlaufs seines Spielers gesagt: „Ich will mehr, mehr, mehr.“ Im Detail meinte er wohl: Lewandowski soll noch mehr am Spiel der Bayern teilnehmen, sich fallen lassen, Bälle verteilen, behaupten, ständig mit den Offensivkollegen Positionen tauschen.

Gegen den BVB klappte das hervorragend. „Wir müssen so weiterspielen“, forderte Lewandowski, „wir dürfen nicht den gleichen Fehler wie letzte Saison machen, als wir unsere Form verloren haben.“ Bei diesem Vorhaben hilft manchmal auch der Mitspieler: „Ich denke schon, dass wir uns gegenseitig antreiben“, sagte Lewandowski zum ebenfalls treffsicheren Kollegen Müller. Am Ende sei es aber nicht wichtig, wer die Tore schieße.

Pressestimmen:

Bayerns bescheidene Ballermänner – gegen Dortmund entschieden sie den großen Vergleich der Tormaschinen für sich. Auf der anderen Seite traf Pierre-Emerick Aubameyang nämlich nur ein Mal, zum zwischenzeitlichen 1:2 aus BVB-Sicht (36.). Dass er dadurch seinen Bundesliga-Startrekord ausbaute (er hat nun in jedem der ersten acht Spiele mindestens einmal getroffen) konnte ihn am Ende freilich nicht trösten. „Es ist ein guter Zweikampf zwischen Lewy und mir“, hatte er schon vor dem Spiel gesagt. Nur ist der Zweikampf zwischen den Bayern und Dortmund wohl schon frühzeitig entschieden.

Und so hatte die Guardiola-Elf schon wieder Zeit, sich mit kleineren Dingen zu befassen. Elfmetern zum Beispiel. Müller hatte ja zuletzt in Mainz verschossen – nun überwand er BVB-Keeper Roman Bürki sicher zum zwischenzeitlichen 2:0. „Ich fand es gut, dass es relativ schnell wieder einen Elfmeter gab und ich zeigen konnte, dass ich das Tor noch treffe“, sagte der Bayern-Schelm. In Wahrheit hatte auch niemand an eine Torkrise von Thomas Müller geglaubt.

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