Lewandowski-Erbe: Hainers Ansage bei Haaland

Ist der BVB-Stürmer ein Transferkandidat beim FC Bayern? "Diese Frage stellt sich bei uns nicht, wir haben Weltfußballer Robert Lewandowski."
| Maximilian Koch
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Begehrter Torjäger: Dortmunds Erling Haaland. (Archivbild)
Begehrter Torjäger: Dortmunds Erling Haaland. (Archivbild) © Bernd Thissen/dpa

München - Dem ungemütlichen Herbstwetter in Deutschland ist Erling Haaland (21) während der Länderspielpause entflohen. Der Stürmerstar von Borussia Dortmund verabschiedete sich im Privatjet nach Spanien. Im sonnigen Marbella genoss er einige Urlaubstage, schuftete nach seiner hartnäckigen Oberschenkelverletzung aber auch hart für sein Comeback.

Das Bundesliga-Spiel gegen Mainz am Samstag (15.30 Uhr/Sky) kommt für den Norweger wohl noch zu früh, doch kommende Woche dürfte er wieder zur Verfügung stehen.

Wie planen die Bayern im Sturm mit Lewandowski?

Haaland ist der große Trumpf der Dortmunder im Meisterkampf - und der härteste Rivale von Bayerns Robert Lewandowski (33) bei der Jagd nach der Torjägerkanone. Aktuell liegen beide Angreifer bei sieben Toren in sieben Bundesliga-Spielen. Klar, dass nach Haalands Leistungen in den vergangenen Jahren über einen Wechsel des Sturmjuwels nach München spekuliert wird. Lewandowskis Vertrag läuft schließlich 2023 aus. Und Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic sagte vor nicht allzu langer Zeit: "Das ist ein Top-Spieler, auch ein super Junge, wie ich höre. Da muss man hinschauen, sonst wären wir ja Vollamateure."

Fan von Robert Lewandowski (M.): Bayern-Präsident Herbert Hainer (l.), hier bei der Verleihung des Goldenen Schuhs.
Fan von Robert Lewandowski (M.): Bayern-Präsident Herbert Hainer (l.), hier bei der Verleihung des Goldenen Schuhs. © picture alliance/dpa/Kicker via picture alliance

Doch ob Bayern tatsächlich im europaweiten Wettbieten um Haaland, der 2022 für eine Ausstiegsklausel von rund 75 Millionen Euro zu haben ist, mitmischen wird? Unwahrscheinlich. Die Frage nach der finanziellen Umsetzbarkeit eines Haaland-Transfers, "stellt sich bei uns nicht", sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer nun der "Süddeutschen Zeitung: "Wir haben in Robert Lewandowski den amtierenden Weltfußballer, der jede Saison Tore schießt wie kein Zweiter."

Haaland bei Lewandowski-Verlängerung wohl vom Tisch

Eine klare Hainer-Ansage, die Lewandowski stärkt. Der Stürmer soll über 2023 hinaus verlängern, damit wäre das Haaland-Thema ohnehin vom Tisch. Auch Bayern-Trainer Julian Nagelsmann äußerte sich sehr positiv über Lewandowski, sagte gegenüber der AZ: "Wenn Robert Lewandowskis Körper so bleibt, ist noch lange nicht Schluss. Er ist extrem dynamisch, hat keine Verletzungen, er kann viel trainieren. Ich traue ihm auf jeden Fall zu, dass er noch einige Jahre auf Top-Top-Niveau spielt - auch deshalb, weil er alles in seinem Leben danach ausrichtet, in einer Top-Verfassung zu sein."

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Unabhängig von der Haaland/Lewandowski-Thematik soll beim FC Bayern weiter in neue Stars investiert werden - trotz der durch die Corona-Pandemie verschuldeten geringeren Einnahmen, sagte Hainer ("Aber klar!"). Doch in der aktuellen Situation schaue man "natürlich umso mehr, wie du deine Ausgaben gestaltest".

Bayern-Präsident Hainer fordert Kontrollsystem für die Klubs.

Diese Herangehensweise wäre nach Sicht des Bayern-Präsidenten auch für andere Vereine ratsam. Immer weniger Klubs hätten "ein gesundes Polster. Das kann so nicht weitergehen", sagte der 67-Jährige: "Insofern ist mein Fokus eher, wie wir die Klubs und letztlich den Fußball schützen. Wie wir verhindern, dass Klubs pleitegehen, wenn sich diese Spirale des Geldes immer weiterdreht, wenn die Mannschaft immer mehr kostet, die Berater immer mehr aus dem System rausziehen."

Dafür benötige es ein Kontrollsystem, das das Wirtschaften der Vereine überwache und notfalls auch sanktioniere. Er sei sicher, betonte Hainer, dass ein solches System künftig eingeführt werde.

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Zudem bezeichnete der frühere Adidas-Vorstandsvorsitzende den FC Bayern als einen "Influencer". Es müsse allen "bewusst sein, dass der Verein für den Sport, die Gesellschaft und das soziale Gefüge eine große Rolle spielt." Er wolle dazu beitragen, dass "der Verein sportlich, wirtschaftlich, aber auch gesellschaftlich als ein Vorbild wahrgenommen wird". Dabei helfen sportliche Vorbilder - wie Sturmgigant Lewandowski.

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