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Leihspieler des FC Bayern: Sarpreet Singh rockt mit Regensburg die 2. Liga, Alexander Nübel patzt in Monaco

Auch in der aktuellen Saison hat der FC Bayern gleich mehrere Talente an andere Klubs verliehen. Damit die ernüchternde Bilanz aus dem Vorjahr nicht wiederholt wird, kümmert sich mittlerweile Danny Schwarz in neuer Position persönlich um die Spieler. Die Leihspieler im AZ-Check.
| Bernhard Lackner Christina Stelzl
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Sarpreet Singh bei Jahn Regensburg.
Sarpreet Singh bei Jahn Regensburg. © imago images / Schüler

München - Der FC Bayern hat auch in der Saison 2021/22 einige Spieler an andere Vereine ausgeliehen, sowohl aus der ersten als auch der zweiten Mannschaft. 

Persönlicher Betreuer für Leihspieler

Damit das Fiasko aus dem Vorjahr, als nur wenige der Leihspieler bei ihren aufnehmenden Klub überzeugen konnten, unter Julian Nagelsmann verhindert wird, stellt der FC Bayern jetzt einen persönliche Betreuer für die Youngster ab.

Danny Schwarz übernimmt die Betreuung der Leihspieler.
Danny Schwarz übernimmt die Betreuung der Leihspieler. © IMAGO / Lackovic

Danny Schwarz, der in der vergangenen Saison noch Co-Trainer der zweiten Mannschaft war, hat diese Rolle zur neuen Saison übernommen. "Ich werde diese Spieler regelmäßig besuchen, mir Trainingseinheiten und Spiele von ihnen anschauen, aber auch mit den jeweiligen Trainern unserer Jungs einen intensiven Austausch pflegen. Wir wollen einfach immer auf dem Laufenden sein, was die Entwicklung dieser Spieler angeht", erklärte Schwarz seine Aufgabe.

Diese Talente vom FC Bayern sind derzeit verliehen:

Ron-Thorben Hoffmann (AFC Sunderland)

Möchte beim AFC Sunderland Spielpraxis sammeln: Ron-Thorben Hoffmann.
Möchte beim AFC Sunderland Spielpraxis sammeln: Ron-Thorben Hoffmann. © imago images/Sven Simon

Am letzten Tag der Transferperiode hat der FC Bayern Nachwuchstorhüter Ron-Thorben Hoffmann an den AFC Sunderland verliehen, zuvor hat der Keeper noch seinen Vertrag beim Rekordmeister bis 2023 verlängert. Beim englischen Drittligisten soll der 22-Jährige Spielpraxis erhalten, in München war für Hoffmann hinter Manuel Neuer und Sven Ulreich bestenfalls die Nummer drei auf der Torhüterposition vorgesehen. 

Chris Richards (TSG 1899 Hoffenheim)

Erneut an die TSG 1899 Hoffenheim verliehen: Chris Richards.
Erneut an die TSG 1899 Hoffenheim verliehen: Chris Richards. © Icon Bild drucken In neuem Tab öffnen 21.04.2021 imago 1002278636 2654x1769 Pixel IMAGO / Revierfoto

Ebenfalls kurz vor Transferschluss ist Chris Richards verliehen worden. Wie bereits in der vergangenen Rückrunde läuft der Abwehrspieler in der kommenden Saison für die TSG 1899 Hoffenheim auf. Gleichzeitig verlängerte auch der 21-Jährige seinen auslaufenden Vertrag bei den Münchnern, sein neues Arbeitspapier gilt bis 2025.

"Chris hat uns in der vergangenen Halbserie als zweikampfstarker und schneller Verteidiger ohne Anlaufschwierigkeiten weitergeholfen", sagt Alexander Rosen, TSG-Direktor Profifußball. Wettbewerbsübergreifend stand Richards 13 Mal in der Rückrunde der Vorsaison für die Kraichgauer auf dem Platz stand. In Hoffenheim kommt es erneut zum Wiedersehen mit Trainer Sebastian Hoeneß, mit dem er in der Saison 2019/20 die Drittliga-Meisterschaft feierte.

Joshua Zirkzee (RSC Anderlecht)

Läuft in dieser Saison für den RSC Anderlecht auf: Joshua Zirkzee.
Läuft in dieser Saison für den RSC Anderlecht auf: Joshua Zirkzee. © IMAGO / Pro Shots

Auch Joshua Zirkzee wurde bereits in der Rückrunde der Saison 2020/21 verliehen. Sein Intermezzo bei Parma Calcio war allerdings nicht von Erfolg gekrönt, aufgrund von Verletzungen absolvierte er nur vier Partien für die Italiener und blieb ohne Torbeteiligung.

Da er sich in der Vorbereitung auch unter dem neuen Bayern-Trainer Julian Nagelsmann nicht durchsetzen konnte, wechselte der Mittelstürmer Anfang August nach Belgien zum RSC Anderlecht. In allen drei Liga-Spielen stand Zirkzee beim belgischen Erstligisten in der Startformation, am zweiten Spieltag schoss er Anderlecht mit einem Doppelpack zum Sieg.

Adrian Fein (Greuther Fürth)

Adrian Fein bei Greuther Fürth.

Wie schon in den vergangenen beiden Spielzeiten soll Adrian Fein auch in dieser Saison bei einem anderen Team Spielpraxis sammeln. Während die Leihe 2020 beim Zweitligisten Hamburger SV von Erfolg gekrönt war, stockte Feins Entwicklung vergangenes Jahr bei der PSV Eindhoven (Niederlande) etwas. 

Damit der nächste Schritt gelingt, soll er sich nun beim Liga-Konkurrenten Greuther Fürth empfehlen. "Adrian passt hervorragend in unser Anforderungsprofil und ist im zentralen Mittelfeld eine absolute Verstärkung für uns", erklärte Fürth-Geschäftsführer Rachid Azzouzi. Bei der 1:5-Klatsche zum Bundesliga-Start wurde der 22-Jährige 20 Minuten vor Schluss eingewechselt, in den folgenden zwei Liga-Spielen kam Fein nicht zum Einsatz.

Alexander Nübel (AS Monaco)

Alexander Nübel beim AS Monaco.

Bis er beim FC Bayern irgendwann in die Fußstapfen von Manuel Neuer treten kann, soll auch Alexander Nübel möglichst viel Spielzeit erhalten. Da dies in München nur schwer umsetzbar ist, da Neuer selbst nur ungern auf Einsätze verzichtet, haben sich die Münchner in dieser Transferperiode auf eine zweijährige Leihe des 24-Jährigen geeinigt. 

Bei der AS Monaco soll er unter Ex-Bayern-Trainer Nico Kovac möglichst viel Spielpraxis sammeln und im besten Fall zum Stamm-Keeper reifen. Zwar erhält Nübel als Monacos Nummer eins viele Einsatzminuten, dennoch läuft es für den Ex-Schalker nicht wie geplant. Am Fehlstart der Monegassen - nur vier Punkte aus den ersten vier Liga-Spielen sowie das Aus in der Champions-League-Qualifikation - ist Nübel aufgrund mehrerer Patzer nicht ganz unbeteiligt.

Lars Lukas Mai (Werder Bremen)

Lars Lukas Mai beim SV Werder Bremen.

Lars Lukas Mai ist eines der wenigen Talente, dessen Leihe auch in der vergangenen Saison Früchte getragen hat. Beim SV Darmstadt 98 konnte er sich als Stammspieler etablieren und wichtige Einsatzminuten in der zweiten Bundesliga sammeln. Die Darmstädter hätten Mai gerne über die Saison hinaus behalten, doch schon kurz nach seiner Rückkehr nach München wechselte der 20-Jährige für die Saison 2021/2022 zu Absteiger Werder Bremen. 

Hier konnte er sich gleich am ersten Spieltag gegen Hannover 96 in die Startformation kämpfen und lieferte neben Routinier Ömer Toprak eine ordentliche Partie ab. Aktuell hat er seinen Stammplatz allerdings an Milos Veljkovic verloren und kam zuletzt nur als Joker zum Einsatz

Sarpreet Singh (Jahn Regensburg)

Sarpreet Singh bei Jahn Regensburg.

Für Sarpreet Singh hätte die Leihe zu Zweitligiste Jahn Regensburg nicht besser starten können. Beim ersten Saisonspiel in Darmstadt überzeugte Singh mit einer starken Leistung und leitete mit dem Führungstreffer in der ersten Halbzeit den Auftaktsieg der Regensburger ein. 

Mittlerweile steht Leistungsträger Singh, der alle fünf Saisonspiele in der Startelf stand, bei fünf Scorerpunkten und ist maßgeblich am starken Start der Regensburger beteiligt. Die Domstädter grüßen aktuell von der Tabellenspitze der 2. Liga.

Fiete Arp (Holstein Kiel)

Fiete Arp bei Holstein Kiel.

Der große Durchbruch beim FC Bayern wollte Fiete Arp sowohl in der ersten als auch in der zweiten Mannschaft noch nicht gelingen. Um seiner Karriere wieder Schwung zu verleihen, zieht es den gebürtigen Norddeutschen jetzt für eine Saison zu Holstein Kiel. 

Im ersten Saisonspiel erfuhren die Kieler beim FC St. Pauli einen Dämpfer und gingen mit 0:3 baden. Auch Arp, der in der Startelf stand und in der 62. Minute ausgewechselt wurde, konnte die Niederlage nicht verhindern. Nach einem Fehlstart (nur ein Punkt aus den ersten vier Spielen) scheinen die Störche und Arp in der neuen Spielzeit angekommen zu sein. Am fünften Spieltag feierte Kiel mit einem 3:0-Heimerfolg den ersten Saisonsieg, die Bayern-Leihgabe erzielte mit einem schönen Solo den persönlichen Premieren-Treffer für Kiel in der 2. Bundesliga.

Nicolas Kühn (Erzgebirge Aue)

Nicolas Kühn bei Erzgebirge Aue.

Aus der zweiten Mannschaft ist mit Nicolas Kühn ebenfalls ein Offensivtalent in der 2. Bundesliga leihweise unterwegs. Der 21-Jährige ist derzeit für ein Jahr bei Erzgebirge Aue unter Vertrag. Auch er konnte am ersten Spieltag einen kleinen Erfolg verbuchen und stand in der Startaufstellung. 

Erst in der 76. Minute verließ er den Platz und hinterließ einen flinken Eindruck über den rechten Flügel. Danach setzte ihn allerdings eine Oberschenkelverletzung außer Kraft.

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