Lattek: "Stehe nicht für Bayern zur Verfügung"

Trainer-Legende Udo Lattek hat sich im TV-Interview mit SPORT1 zur Bayern-Krise geäußert: "Uli Hoeneß hat Heynckes schon mal entlassen."
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Der ehemalige Bayern-Trainer spricht außerdem über die Niederlage in Basel. Er sieht den Rekordmeister dennoch weiter als Favoriten auf die Meisterschaft - ein Comeback ähnlich wie jüngst von "Rentner-Coach" Otto Rehhagel kommt für den 77-Jährigen allerdings nicht in Frage. Die Aussagen Latteks im Folgenden:

Udo Lattek über…

…das 0:1 der Bayern in Basel: „Die Leistung stimmt mich bedenklich. Da war zu wenig Biss drin! Man muss sich fragen: Woran liegt das, gibt es Streit oder Missgunst in der Mannschaft? Meine Erfahrung sagt mir, dass irgendetwas da ist, das die Mannschaft daran hindert, so zu spielen, wie sie kann. Die Bayern sind keine verschlossene Einheit, und das Feuer hat gefehlt, das Spiel zu gewinnen.“

Jupp Heynckes:Uli Hoeneß hat ihn ja schon mal entlassen. Nächstenliebe und Freundschaft gibt es im Fußball nicht! Das war bei mir in Barcelona genauso, als ich mit Maradona Theater hatte. Ich bin bei Bayern der einzige Trainer, der freiwillig gegangen ist – und darauf bin ich stolz! Wenn es in der Mannschaft nicht läuft, ist automatisch der Trainer gefragt, und dann muss der Trainer sich stellen. Wenn irgendwas nicht funktioniert mit der Mannschaft, muss man einen Bruch ziehen und sagen: Das war’s, es war eine schöne Zeit, jetzt müssen wir wieder was Neues tun. Wenn die Bayern das rechtzeitig erkennen, müssen sie auch rechtzeitig einen Schnitt machen. Aber woher soll man jetzt einen guten Mann holen? Ich stehe nicht mehr zur Verfügung – und Otto ist schon vergeben …“ (lacht)

Borussia Dortmund: „Sie spielen teilweise sehr gut. Es ist eine Freude, ihnen zuzusehen! Wenn sie nicht gut spielen, gewinnen sie so wie Bayern früher. Sie haben die gewisse Sicherheit und die Leichtigkeit, die Bayern jetzt fehlt.“

Borussia Mönchengladbach: „Es ist für mich ein kleines Wunder, wie diese Mannschaft nach oben gekommen ist. Es ist optisch schön anzusehen, es macht richtig Spaß, ihnen zuzugucken. Man sieht, dass sich die Spieler untereinander gut verstehen, da scheinen echte Freundschaften vorhanden zu sein. Ob die Freundschaften bleiben, wird sich immer erst entscheiden, wenn die Verträge verlängert werden.“

…seinen Meisterschafts-Favoriten: „Ich sage immer noch Bayern, weil es so, wie es im Moment läuft, nicht weiterlaufen kann.“

 

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