Konstant und dominant: Bayern stürmen in Bremen an die Spitze

Der achte Pflichtspielerfolg in Serie: Rekordmeister FC Bayern München ist bei Werder Bremen dank einer Fußball-Gala von Geburtstagskind Arjen Robben zumindest für einen Tag an die Tabellenspitze der Bundesliga gestürmt.
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Müller trifft zum 1:1 in der 25. Minute.
dpa Müller trifft zum 1:1 in der 25. Minute.

BREMEN - Der achte Pflichtspielerfolg in Serie: Rekordmeister FC Bayern München ist bei Werder Bremen dank einer Fußball-Gala von Geburtstagskind Arjen Robben zumindest für einen Tag an die Tabellenspitze der Bundesliga gestürmt.

An seinem 26. Geburtstag krönte Robben das 3:2 (2:1) der überragenden Bayern bei Werder Bremen mit einem Traumtor (78.) zum achten Pflichtspielsieg nacheinander. „Dieser Sieg ist das schönste Geschenk“, sagte der Matchwinner, der den Schlusspunkt unter ein furioses Spiel vor 39.100 Zuschauer im ausverkauften Weser-Stadion setzte. Zuvor hatten Thomas Müller (25.) und Ivica Olic (35.) für die Bayern sowie Aaron Hunt (10.) und Hugo Almeida (75.) für Werder getroffen, das nach der vierten Niederlage in Folge die Europapokalplätze immer mehr aus den Augen verliert.

Bayern-Trainer Louis van Gaal haderte nach dem Spiel mit der mangelnden Chancenverwertung seiner drückend überlegenen Elf. „Das muss viel mehr sein. Wir haben zu viele Chancen verpatzt“, sagte van Gaal. Noch deutlicher wurde der überragende Robben. „Wenn man realistisch ist, muss man sagen, dass wir vielleicht zehn Tore machen konnten.“ Deutlich zufriedener war van Gaal über das Comeback von Superstar Franck Ribery, der nach langer Verletzungspause in der 68. Minute eingewechselt wurde. Zuletzt hatte Ribery am 3. Oktober in Köln (0:0) in der Bundesliga auf dem Platz gestanden.

Die Gäste präsentierten sich nach zuletzt fünf Bundesliga-Siegen in Serie auch bei ihrem „Angstgegner“ in beeindruckender Form. Gegen Werder, das bis Samstag nur eins der vergangenen acht Duelle gegen den Rekordmeister verloren hatte, zeigte van Gaals Team über die komplette Spielzeit eine souveräne Leistung.

Bereits nach drei Minuten hatte der starke Robben die große Chance zur Führung, als er nach Vorarbeit von Mark van Bommel alleine auf Werder-Keeper Tim Wiese zulief, den Ball aber an den rechten Pfosten setzte. Nur drei Minuten später rettete Wiese gegen Olic. „Wir haben hier noch nie eine solche Bayern-Mannschaft erlebt, die sich so viele Chancen erspielt hat“, sagte Werder-Coach Thomas Schaaf zum starken Auftritt der Münchner.

Überraschende Bremer Führung

Etwas überraschend war seine Mannschaft in der zehnten Minute durch den zuletzt viel gescholtenen Hunt in Führung gegangen. Der Nationalspieler schloss vor den Augen von DFB-Trainer Joachim Löw eine Vorarbeit von Marko Marin vom Strafraumeck unhaltbar für Bayern-Keeper Hans-Jörg Butt in den Winkel ab. Es war Hunts erstes Tor seit dem 31. Oktober (2:2 in Nürnberg). Doch auch nach dem Rückstand blieben die Gäste brandgefährlich. Müller und Olic drehten den Rückstand zur verdienten Pausenführung.

Rensing für Butt

In der Halbzeit musste Bayern-Keeper Butt wegen Magen-Darm-Problemen in der Kabine bleiben und wurde durch Michael Rensing ersetzt. Der ebenfalls erkrankte Daniel van Buyten hielt dagegen durch. Auch der Torwartwechsel konnte die Bayern nicht stoppen. Zwar wurde Werder nach der Pause druckvoller, doch der Rekordmeister blieb dominierend und hatte nun mehr Raum zum Kontern. In der 52. Minute vergab Robben frei stehend vor Wiese und schoss knapp am Tor vorbei. Nur zwei Minuten später rettete Per Mertesacker gegen Mario Gomez für den bereits geschlagenen Wiese auf der Linie. Der am Donnerstag von Löw für die Nationalmannschaft ausgebootete Torsten Frings hatte Gomez den Ball fahrlässig aufgelegt.

In der 68. Minute kam Ribery für Torschütze Olic in Spiel. Einige Minuten später wurde es noch einmal turbulent. Almeida glich zum 2:2 aus, doch nur drei Minuten später schoss Robben die Bayern mit einem direkt verwandelten Freistoß zum verdienten Sieg und fiel an der Seitenlinie seinem Trainer van Gaal um den Hals, der sich bei der Umarmung eine Fingerverletzung zuzog. (dpa)

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