Klinsmann atmet auf: Bayern siegt in Bielefeld

Jürgen Klinsmann bleiben weitere unliebsame Schlagzeilen über das nahe Ende seiner Mission beim FC Bayern München vorerst erspart. Nach dem 1:0-Sieg bei Arminia Bielefeld konnte der zum Erfolg verdammte Trainer des Rekordmeisters kräftig durchatmen.
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Umworben: Bayernkicker Luca Toni
dpa Umworben: Bayernkicker Luca Toni

Jürgen Klinsmann bleiben weitere unliebsame Schlagzeilen über das nahe Ende seiner Mission beim FC Bayern München vorerst erspart. Nach dem 1:0-Sieg bei Arminia Bielefeld konnte der zum Erfolg verdammte Trainer des Rekordmeisters kräftig durchatmen.

Eine Woche nach dem Heimerfolg über Frankfurt betrieben die Münchner auch im nächsten Bundesliga-«Endspiel» um die Zukunft des Fußball-Lehrers - zumindest was das Ergebnis anbetrifft - Wiedergutmachung für die 0:4-Schmach in Barcelona. Vor 27 300 Zuschauern in der ausverkauften Schüco-Arena sorgte Torschütze Luca Toni (64.) für den verdienten Erfolg der Gäste, die damit weiter im Meisterrennen sind. Dagegen wird die Luft für die seit nunmehr sieben Heimspielen sieglosen Ostwestfalen im Abstiegskampf immer dünner.

Die durch die Ausfälle von Lukas Podolski und Miroslav Klose verursachten Probleme in der Offensive bereiteten den Bayern mehr Schwierigkeiten als erwartet. Zwar übernahmen sie von Beginn an die Regie, erspielten sich aber keine Torchancen. Dagegen verpasste die durch die Verletzungen von Nico Herzig und Jonas Kamper gehandicapte Arminia die große Chance zur frühen Führung: Nach Flanke von Artur Wichniarek scheiterte Robert Tesche (15.) per Kopf am glänzend reagierenden Bayern-Keeper Hans Jörg Butt.

Anders als beim 4:0 am vorigen Spieltag gegen Frankfurt mangelte es den Gästen zunächst an Leidenschaft und Tempo, um den Gegner zu dominieren. Der unbedingte Wille, in den restlichen Bundesligaspielen bis zum Saisonende die Schlappe von Barcelona vergessen zu machen, war nicht erkennbar. Nur bei einem Schuss von Sebastian Schweinsteiger (32.), einer Hereingabe von Christian Lell (37.), die Arminias Abwehrspieler Markus Bollmann in höchster Not klärte, und einem Schussversuch von Andreas Ottl (44.) aus 16 Metern deuteten die Münchner Torgefahr an. Deshalb hielt sich der Unterhaltungswert der Partie in der 1. Halbzeit trotz der Brisanz für beide Teams in engen Grenzen.

Erst nach Wiederanpfiff erhöhten die Gäste die Gangart. Mit Fernschüssen von José Ernesto Sosa (53.) und Schweinsteiger (56.) starteten sie in die Schlussoffensive. Torjäger Toni machte der Hängepartie ein Ende: Mit seinem 12. Saisontreffer, den er aus kurzer Distanz per Kopf nach Zuspiel von Ribéry erzielte, sorgte der Italiener für das erlösende 1:0 der Bayern.

Diese Führung brachte die Klinsmann-Elf ohne große Mühe über die Zeit und war in der Schlussphase dem Ausbau der Führung näher als die Arminia dem Ausgleich. Die größte Chancen zum 2:0 vergaben Hamit Altintop (87.) und Toni in der Schlussminute. (dpa)

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