Kimmich-Diskussion beim DFB: Was FC-Bayern-Trainer Kompany dazu sagt
Im DFB-Team von Bundestrainer Jürgen Klopp zeigten Tom Bischof und Aleksandar Pavlovic gegen Serbien (2:0) und in Griechenland (0:0) starke Leistungen als Doppelsechs - doch beim FC Bayern muss zumindest einer von ihnen wieder auf die Bank: Im kleinen Derby beim FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr) setzt Coach Vincent Kompany auf Joshua Kimmich.
Neben dem Vizekapitän wird im Zentrum wohl wie gewohnt Pavlovic auflaufen.
Kompany stärkt Kimmich
"Ich versuche ganz oft rauszubleiben aus Mini-Debatten, weil das sind Mini-Debatten", sagte Kompany bei RTL/Sky Sport zur aufkommenden Diskussion um Kimmich. Der 31-Jährige war von Klopp zurück nach München geschickt worden - obwohl er als Kapitän gerne bei der Mannschaft geblieben wäre. Bischof und Pavlovic nutzten ihre Chance.
Einen Einfluss auf den FC Bayern sieht Kompany dadurch aber nicht. "Ich glaube, dass es andersrum ist, dass die Nationalmannschaft beeinflusst ist von dem, was in einem Verein passiert", sagte er. Heißt: Kimmich bleibt zunächst unantastbar bei Bayern. Im Nationalteam könnte es anders aussehen.
Bischof und Pavlovic machen Druck
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus und Oliver Kahn etwa sehen Kimmich unter Druck. Kahn sagte, er habe das Gefühl, dass der Bayern-Profi "nicht mehr hundertprozentig" einen Stammplatz habe. In den Augen von Matthäus muss Kimmich sich wie andere auch immer wieder beweisen. "Wenn Kimmich die Leistung bringt, dann ist er natürlich gesetzt. Wenn Pavlovic stärker spielt und Bischof oder irgendein anderer, und Klopp sieht ihn in der Position von Kimmich, dann wird es Kimmich auch schwer haben", sagte der 65-Jährige. "Aber Joshua hat für mich in Amsterdam abgeliefert, war für mich der beste deutsche Feldspieler. Und deswegen sehe ich jetzt nicht diese Diskussion." Da geht es Matthäus genauso wie Kompany.
Klar ist aber auch: Bischof und Pavlovic machen mächtig Druck auf Platzhirsch Kimmich.
