Keine Neuzugänge beim FC Bayern: So schlugen sich die vergangenen Wintereinkäufe

Im Winter wird es keine Neuzugänge beim FC Bayern geben. Doch sorgen Transfers zum Halbjahr überhaupt für die nötige Verstärkung? Die AZ blickt auf Bayerns Wintereinkäufe der vergangenen Jahren zurück.
von  Johannes Schnabl, Christina Stelzl
Verantwortlich für Transfers beim FC Bayern: Hasan Salihamidzic und Hansi Flick.
Verantwortlich für Transfers beim FC Bayern: Hasan Salihamidzic und Hansi Flick. © imago images/Sven Simon

München - Der FC Bayern hat erneut ein Rechtsverteidiger-Problem! Stammspieler Benjamin Pavard befindet sich seit Wochen außer Form und Sommer-Transfer Bouna Sarr ist noch nicht die erhoffte Backup-Verstärkung.

Somit musste zuletzt abermals Joshua Kimmich hinten rechts aushelfen, obwohl er eigentlich fest in Bayerns defensivem Mittelfeld eingeplant ist. Dennoch werden die Münchner im Winter nicht auf dem Transfermarkt aktiv werden. Dies bestätigte Trainer Hansi Flick nochmals am Donnerstag.

Flick ist mit aktuellem Bayern-Kader zufrieden

"Fast alle Vereine haben durch Corona keine leichte Situation. Ich bin keiner der neue Spieler haben will", sagte Flick auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Gladbach. "Mit diesem Kader werden wir bis zum Ende der Saison zusammen sein. Wir haben eine sehr gute Qualität. Ich sehe unsere Ziele nicht gefährdet."

Ohnehin wären echte Verstärkungen im Winter auf dem Transfermarkt nur schwer zu realisieren. Allerdings auch nicht nicht unmöglich, wie die vergangenen Jahre zeigen. Bayerns Tops und Flops im Winterschlussverkauf.

Flop-Einkäufe beim FC Bayern

Alvaro Odriozola: Bereits vergangene Saison hatten die Bayern Probleme auf der Rechtsverteidiger-Position. Im Winter 2020 wurde Alvaro Odriozola als Backup für Benjamin Pavard verpflichtet. Die Leihgabe von Real Madrid konnte sich im starken Kader der Münchner allerdings nicht durchsetzen und kam nur auf sechs Einsätze für den Rekordmeister, überwiegend als Joker. Im Sommer verließ der Baske die Bayern als Triple-Sieger wieder Richtung Spanien.

Landon Donavan: Der US-Amerikaner wurde zum Symbol schlechthin für die mäßig erfolgreiche Zeit von Jürgen Klinsmann beim FC Bayern. Auf Geheiß des ehemaligen Nationaltrainers kam der Stürmer im Januar 2009 auf Leihbasis nach München. Nach zwei Monaten ohne Tor war das Engagement aber schon wieder beendet.

Breno: Zwölf Millionen legten die Bayern Anfang 2008 für das Verteidiger-Talent auf den Tisch. Doch der Brasilianer kam in Deutschland nie zurecht. Während einer Leihe riss er sich in Nürnberg das Kreuzband. 2011 brannte seine Münchner Villa aus. Breno wurde ein Jahr später wegen Brandstiftung verurteilt.

Serdar Tasci: Wegen Verletzungssorgen in der Abwehr holten sich die Bayern 2016 den Nationalspieler leihweise aus Moskau. Gelohnt hat sich der Wechsel nicht, Tasci kam in der Rückrunde nur 220 Minuten zum Einsatz.

Top-Einkäufe beim FC Bayern

Alphonso Davies: Im Winter 2019 geholt, startete der junge Kanadier in der vergangenen Saison als Linksverteidiger voll durch und hatte einen maßgeblichen Anteil am Triple-Triumph der Münchner. Mit nur 20-Jahren wurde Davies im Dezember in die Fifa-Weltauswahl gewählt.

Sandro Wagner: Kehrte 2018 von Hoffenheim zu seinem Jugendverein zurück, um Robert Lewandowski zu entlasten. Das klappte mit acht Toren in 14 Spielen unter Jupp Heynckes auch ganz ordentlich. Später hatte Niko Kovac keine Verwendung mehr für den Stürmer, der dann nach zwölf Monaten nach China wechselte.

Luis Gustavo: 17 Millionen bezahlten die Bayern für den Brasilianer im Winter 2011. Eine lohnende Investition. Gustavo wurde im defensiven Mittelfeld Stammspieler und holte mit den Münchnern 2013 das Triple. Ging dann für 16 Millionen nach Wolfsburg.