Juan Bernat: Der Immerläufer beim FC Bayern

Der Spanier Juan Bernat stand als einziger Bayern-Profi – abgesehen von Neuer – in jeder Partie auf dem Platz. „Er ist schnell, giftig, gut mit dem Ball“.
| Matthias Eicher
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Juan Bernat (r.) kam im Sommer für zehn Millionen Euro nach München.
dpa Juan Bernat (r.) kam im Sommer für zehn Millionen Euro nach München.

München - Wen hatten die Bayern vor der Saison nicht alles geholt: Top-Stürmer Robert Lewandowski vom BVB, Welt- und Europameister Xabi Alonso aus Madrid, mit dem Marokkaner Medhi Benatia einen knapp 30 Millionen Euro schweren Innenverteidiger vom AS Rom. Und Juan Bernat, für zehn Millionen ein Schnäppchen.

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Der einzige aus dem Quartett, der immer spielt ist: Juan Bernat. In allen Pflichtspielen der Bayern durfte der 21-Jährige mitkicken. 16 Liga-Spiele, dazu sechsmal Champions League und zweimal DFB-Pokal. Ergibt 24 Pflichtspiele, 1984 Minuten auf dem Rasen. Gegen Mainz macht Bernat sehr wahrscheinlich die 2000 voll. Nur Torhüter Manuel Neuer hat ebenfalls sämtliche Spiele bestritten, Bernat ist aber der einzige Feldspieler, der immer auflief. Er ist Bayerns absoluter Dauerbrenner. Und großer Gewinner der Vorrunde.

„Juan hat die letzten 14, 15 Spiele immer gespielt. Sein Trainer und Bayern München sind mit ihm sehr zufrieden“ – sagt sein Trainer Pep Guardiola. Tatsächlich hat Bernat, zählt man das Länderspiel der spanischen Nationalelf gegen Weltmeister Deutschland mit, keines der letzten 14 Spiele verpasst. Bernat ist immer dabei – pausen- und schonungslos. Und hat sich dabei durch starke Leistungen bei den Bayern erst in die Nationalmannschaft gespielt.

Daher gab’s nach dem 2:0-Sieg der Bayern gegen Freiburg, als der gelernte Stürmer seinen ersten Assist im Bayern-Trikot lieferte, ein großes Lob von Sportvorstand Matthias Sammer: „Juan hat weltklasse gespielt. Er hat eine Weltklasse-Entwicklung genommen. Er ist unglaublich mit seiner Dynamik, mit seiner Technik.“ Der Youngster ist fix zum Leistungsträger bei Bayern aufgestiegen. Guardiola beschreibt Bernats Qualitäten so: „Er ist schnell, giftig, gut mit dem Ball, hat viel Selbstvertrauen.“

Seine Dauer-Einsätze sind auch der Verletzung von David Alaba (Innenbandriss) geschuldet, einen weiteren Linksverteidiger haben die Bayern nicht im Kader. Daher kann Guardiola auf dieser Position nicht rotieren, wie in allen anderen Mannschaftsteilen ansonsten gerne praktiziert. Dennoch: Der vielseitige einsetzbare Bernat trägt seinen Teil dazu bei, so oft auflaufen zu dürfen. Er hat in allen Wettbewerben eine Passquote von rund 90 Prozent – top. Außerdem: Der kleine, wuslige Spanier ist ein guter Zweikämpfer und hat seinen Anteil daran, dass die Bayern in der Liga mit erst drei Gegentreffern einen Rekord aufstellten. Geht es nach Guardiola, kann das noch lange so bleiben: „Bayern hat einen super Linksverteidiger für die nächsten Jahre, das ist eine sehr gute Nachricht für den Verein.“

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Dabei war die rapide Entwicklung des Youngsters nicht unbedingt absehbar. Vom FC Valencia kam im Sommer ein introvertiertes Bürschchen, von dem man nicht wusste, wo es in der starbesetzten Mannschaft spielen sollte. „Neben dem Platz bin ich schüchtern und zurückhaltend und rede nicht viel“, sagte Bernat auch noch vor wenigen Wochen, „aber auf dem Platz verliere ich die Scheu“.

Auf dem Spielfeld geht Bernat aus sich heraus, glänzt durch seine freche Spielweise und als Kilometerfresser. „Er rennt und spielt 1000 Mal nach vorne und hinten“, sagt Guardiola. Damit kann er sich Dauerbrenner Bernat bei den Bayern-Fans nur beliebt machen. Womöglich sogar mehr als der ein oder andere Top-Star.

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