Im Check: So läuft es bei den Verfolgern des FC Bayern in der Bundesliga

Der FC Bayern ist der Konkurrenz schon wieder enteilt, dahinter ist die Liga aber eng wie nie. Fünf Mannschaften kämpfen um die Champions League. Die AZ checkt die Lage hinter dem Serienmeister.
| joh
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Spielen mit ihren Teams um die Champions-League-Qualifikation (v.l.): Der Schalker Naldo, Dortmunds Aubameyang, Bayer-Star Bailey, Leipzig-Stürmer Werner und Gladbachs Stindl.
firo/Augenklick, Kunz/Augenklick, Frank Leonhardt/dpa/AZ Spielen mit ihren Teams um die Champions-League-Qualifikation (v.l.): Der Schalker Naldo, Dortmunds Aubameyang, Bayer-Star Bailey, Leipzig-Stürmer Werner und Gladbachs Stindl.

München - Die Meisterfrage? Schon geklärt! Das sagt zumindest der Großteil der Bundesligaprofis. 97,7 Prozent aller Spieler glauben vor dem Start der Rückrunde, dass sich der FC Bayern, der mit 41 Punkten an der Spitze thront, zum sechsten Mal in Folge die Schale in den Trophäen-Schrank stellen wird. Keine wirklich waghalsige Prognose, ganze elf Zähler beträgt der Vorsprung der Münchner auf Platz zwei. (Lesen Sie dazu: Bayern-Dominanz - Dramatische Folgen für die Bundesliga)

Pessimistisch gesehen geht es für den Rest der Liga also wieder mal um die goldene Ananas – als Optimist könnte man sagen: Der Kampf um Europa wird richtig spannend.

Die AZ checkt die Bayern-"Verfolger" mit Stärken und Schwächen.

Schalke 04 (30 Punkte)

Der Überraschungs-Zweite absolvierte unter Coach Domenico Tedesco (32) eine starke Hinrunde. Der Trainer-Jungspund scheint den Skandal-Verein wieder in die Erfolgsspur gebracht zu haben. Schalke spielt – abgesehen vom 4:4 in Dortmund – nicht spektakulär, punktet aber konstant. Mit den Wintertransfers von Marko Pjaca (Leihgabe von Juventus Turin) und Cedric Teuchert (für 1 Million Euro aus Nürnberg) dürfte auch die Baustelle Angriff behoben sein.

Gestört wird die Idylle in Gelsenkirchen aber durch den möglichen Wechsel von Super-Talent Leon Goretzka zu den Bayern. Ein Sieg zum Rückrundenstart gegen den Rivalen aus Leipzig dürfte aber erst einmal alle Sorgen vergessen lassen.

Borussia Dortmund (28 Punkte)

Was für eine Hinrunde der Schwarz-Gelben. Erst blieb man sechs Spiele in Folge ungeschlagen, dann kam der große Absturz und der Rauswurf von Trainer Peter Bosz. Immerhin: Der neue Trainer Peter Stöger hat die Mannschaft wieder stabilisiert und konnte in der Winterpause an der nicht konkurrenzfähigen Abwehr arbeiten. Dazu hofft man beim BVB auf die baldige Rückkehr des einstigen Traumduos Marco Reus/Mario Götze.

Allerdings werden die Wechsel-Absichten und Eskapaden von Sturm-Diva Pierre-Emerick Aubameyang die Dortmunder weiter auf Trab halten. Das Heimspiel gegen Wolfsburg gilt als wegweisend für die Rückrunde.

Bayer Leverkusen (28 Punkte)

Die Werkself unter Trainer Heiko Herrlich ist nach Anlaufschwierigkeiten mittendrin im Kampf um die Champions Leauge, auch dank Stürmer Kevin Volland. Der ehemalige Sechziger trifft wieder wie früher, hat schon neun Tore auf dem Konto.

Heimlicher Star ist aber Leon Bailey. Der 20-jährige Jamaikaner ist eines der größten Talente der Liga und spielt mit sechs Toren eine Traumsaison. Einziger Mangel: Leverkusen lässt noch zu viele Chancen liegen. "Wir sind nicht bei der Rhythmischen Sportgymnastik, wo es um Haltungsnoten geht", sagte Herrlich über die Abschlussschwäche seines Teams. (Lesen Sie dazu: Obacht, Bayern! Deswegen könnt's gegen Leverkusen schwer schwerden)

RB Leipzig (28 Punkte)

Der hochgehandelte Newcomer ist wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Nach der furiosen Vorsaison mit Platz zwei ächzen die Bullen in diesem Jahr unter der Doppelbelastung. Dank der Qualifikation für die Europa League wird sich das in der Rückrunde nicht ändern.

Das Spiel der jungen Mannschaft wirkt weniger unbekümmert als zuletzt. Sportdirektor Ralf Rangnick warnt bereits: "Wenn wir das Gefühl haben, dass es sich jemand gemütlich macht, dann wird es ungemütlich!" Die wechselhaften Auftritte in der Champions League offenbarten zudem, dass es dem Team von Ralph Hasenhüttl an Cleverness fehlt.

In der Rückrunde muss RB hoffen, dass die Leistungsträger um Timo Werner von Verletzungen verschont bleiben.

Borussia Mönchengladbach (28 Punkte)

Nur zwei Punkte hinter Rang zwei und trotzdem ein negatives Torverhältnis. Das zeigt die ganze Misere der Fohlen-Elf – Konstanz ist nicht vorhanden. An guten Tagen wirbelt die Offensive um Flügelflitzer Thorgan Hazard und Zauberer Raffael die Gegner durcheinander und gewinnt 2:1 gegen Bayern. Dagegen stehen Ergebnisse wie ein 1:6 in Dortmund.

Will Gladbach oben mitspielen, muss Trainer Dieter Hecking an der Defensive arbeiten. Gegen den Letzten aus Köln könnte die Borussia immerhin schonmal das Torverhältnis korrigieren.

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