Hoeneß weiter Aufsichtsrat: So rechtfertigt Hainer die Entscheidung

Adidas-Boss Herbert Hainer will weiter abwarten, ob Bayern-Präsident Uli Hoeneß tatsächlich wegen seiner Steuervergehen angezeigt wird.
| dpa
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München - Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer hat die Entscheidung, Uli Hoeneß als Aufsichtsratschef der FC Bayern AG im Amt zu halten, erneut verteidigt.

"Das deutsche Gesetz ist eindeutig: Wenn jemand eine Selbstanzeige macht und diese anerkannt wird, ist er straffrei. Wird die Selbstanzeige von Uli Hoeneß anerkannt, kann er Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender bleiben. Deshalb müssen wir abwarten, was die Staatsanwaltschaft letztendlich sagt", sagte Hainer, der auch dem Kontrollgremium des FC Bayern angehört, der "Sport Bild".

"Aus diesem Grund hat sich der Aufsichtsrat einstimmig dazu entschlossen, ihm den Rücken zu stärken. Wir haben es uns nicht leichtgemacht, wir haben natürlich intensiv diskutiert, auch mit Uli Hoeneß."

Der Aufsichtsrat hatte am 6. Mai nach Angaben des FC Bayern das Angebot des 61-jährigen Hoeneß abgelehnt, sein Amt als Vorsitzender des neunköpfigen Kontrollgremiums ruhen zu lassen, bis die Behörden über seine Selbstanzeige entschieden haben.

Am Wochenende hatte die Münchner Staatsanwalt auf dpa-Anfrage noch erklärt, dass die Ermittlungen andauern.

Hainer, dessen Unternehmen 9,1 Prozent an der FC Bayern München AG hält, sagte der Sportzeitung auf die Frage, ob er einen sofortigen Rücktritt erwarte, wenn die Selbstanzeige nicht anerkannt wird: "Uli Hoeneß hat selber gesagt, dass er sicherlich nichts tun würde, was dem Verein schaden könnte. Er ist ein intelligenter Mann und wird das Richtige machen."

 

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