Hoeneß macht CSU Mut: Jetzt geht’s auch mit ihr aufwärts

Wolfsburg, Karlsruhe, Frankfurt: Nach drei Siegen in Folge gehts Uli Hoeneß wieder besser - muntert die CSU auf und spricht über Kroos, Florenz und die Jahreshauptversammlung.
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Bayern-Manager Uli Hoeneß weiß, wo es lang geht. Jürgen Klinsmann hat auf ihn gehört.
dpa Bayern-Manager Uli Hoeneß weiß, wo es lang geht. Jürgen Klinsmann hat auf ihn gehört.

Wolfsburg, Karlsruhe, Frankfurt: Nach drei Siegen in Folge gehts Uli Hoeneß wieder besser - muntert die CSU auf und spricht über Kroos, Florenz und die Jahreshauptversammlung.

MÜNCHEN Klar, dass Uli Hoeneß gut gelaunt war. Der Bayern-Manager hat derzeit ja auch gut lachen, nach dem 2:1 bei Eintracht Frankfurt und nunmehr drei Siegen in Folge. Der FC Bayern ist damit dem nächsten Etappenziel ein Stück näher gekommen. Hoeneß hatte schon nach dem 1:0 in Karlsruhe posaunt, dass Bayern spätestens zum Winter wieder dort steht, wo es hingehört: an der Tabellenspitze: „Wir werden Herbstmeister.“

Ein Spiel und drei Punkte später sagt der Manager: „Man muss ein bisschen was auf den Knochen haben, wenn man die Schnauze aufreißt. Der FC Bayern wurde ja in letzter Zeit sehr stark mit dem Niedergang der CSU in Verbindung gebracht. Da mussten wir halt zeigen, dass wir noch das Mir-san-mir-Gefühl drin haben.“

Hoeneß legte nach: „Ich wollte dem Seehofer zeigen, dass der FC Bayern seine Schwächephase beendet hat und dass sich Seehofer mit seiner CSU dem FC Bayern gerne anschließen kann.“

Was Hoeneß noch sagt:

über das Spiel in Frankfurt:

„Wir haben nun auch in Frankfurt das Spiel gedreht – das ist ja keine Selbstverständlichkeit. Wir kommen langsam in Form . Die Mannschaft wird immer stabiler, und besonders mit Franck Ribéry sind wir nicht mehr so leicht auszurechnen. Der ein oder andere Spieler bei uns hat einen schönen Schritt nach vorne gemacht. In Frankfurt war das guter Anschauungsunterricht dafür.“

über das Ziel Herbstmeisterschaft:

„Nach unserem Sieg beim Karlsruher SC hatte ich ziemlich provokant gesagt, dass wir noch Herbstmeister werden. Man muss ja auch ein bisschen was auf den Knochen haben, wenn man die Schnauze aufreißt. Es geht um eine gute Ausgangsposition für eine erfolgreiche Titelverteidigung. Nun ist alles da oben in Reichweite, wir wollen bis Weihnachten dranbleiben.“

über den Sensations-Tabellenführer 1899 Hoffenheim:

„Nachdem sie in Bochum aus einem 0:1 ein 3:1 gemacht haben, dachte ich mir: Oh, verdammt hartnäckig, diese Burschen! Ich habe hohen Respekt und bin begeistert von dem, was da geleistet wird. Hoffenheim wird sich nachhaltig in der Bundesliga-Spitze etablieren und schon in dieser Saison um die Meisterschaft mitspielen. Was Hoffenheim derzeit leistet, ist kein Zufall wie damals bei Kaiserslautern, was eine eine Eintagsfliege war, und auch kein Produkt von einem halben Jahr, sondern von mehreren Jahren. Ich bin mir im Klaren, dass wir sie nicht ohne Weiteres abschütteln. Sie werden wie eine Klette an uns hängen.“

über Schweinsteiger,

(dessen Vertrag im Sommer 2009 ausläuft und laut „kicker“ mit Vertretern des AC Mailand und Juventus Turin jüngst Gespräche geführt haben soll): „Bastian ist Stammspieler, ein Bayer, ein Sympathieträger. Wir werden uns einiges einfallen lassen, um ihn zu halten. Es ist doch das gute Recht seines Beraters, den Preis in die Höhe zu treiben. Das wird er nun kräftig tun.“

über Zé Roberto,

(dessen Vertrag ebenfalls nach Saisonende abläuft): „Zé ist ein sehr liebenswerter und emotionaler Mensch und wird eine Vertragsverlängerung von seiner Gefühlssituation abhängig machen. Wenn die passt, dann werden die Verhandlungen nur sieben Minuten dauern. Wenn er so weiterspielt wie jetzt, sind wir sehr daran interessiert, dass er bleibt.“

über den Ukrainer Anatoli Timotschuk von Zenit St. Petersburg:

„Wir haben mit St. Petersburg über Timotschuk verhandelt. Es war aber keine Freigabe erreichbar, insofern hat sich das Thema derzeit erledigt. Wir haben keinen Kontakt zu St. Petersburg. Wir schauen auch nicht auf den russischen Markt. Normalerweise spielen Spieler aus der russischen Liga im Ausland nicht besonders gut – wer hat sich denn in Europa durchgesetzt außer Schewtschenko?“

über Supertalent Toni Kroos,

(der zuletzt von Jürgen Klinsmann nicht mehr eingesetzt worden war und zum Teil auf die Tribüne musste): „Klinsmann möchte derzeit, dass sich eine Mannschaft einspielt. Sobald wir uns aber an der Tabellenspitze etabliert haben, wenn wir uns dann auch mal wieder einen Punktverlust leisten können, werden wir sicher auch mal wieder etwas ausprobieren. Toni Kroos ist erst 18, er muss Geduld haben.“

über den AC Florenz,

(am Mittwoch nächster Gegner in der Champions League): „Wenn wir dort nicht verlieren, sind wir wohl durch in unserer Gruppe. Danach wollen wir dann schauen, dass wir Gruppensieger werden, damit wir im Achtelfinale im Frühjahr beim Rückspiel Heimrecht haben – das kann ein großer Vorteil sein.“

über die Jahreshauptversammlung am 7. Februar:

„So wie letztes Jahr beim Fanthema geschehen, kann mich diesmal keiner provozieren, dass ich noch einmal ausraste. Das war einer meiner guten Vorsätze, die ich mir Anfang des Jahres gemacht habe. Ich habe mir fest vorgenommen, ruhig zu bleiben – allerdings könnte es dann natürlich langweilig werden.“

Patrick Strasser

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