Heynckes-Plädoyer für kritischen Journalismus

Trainer-Ikone Jupp Heynckes setzt sich bei einer Gala für einen unabhängigen und kritischen Journalismus ein. Einen Seitenhieb auf den FC Bayern kann er sich dabei nicht verkneifen.  
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Jupp Heynckes gewann 2013 mit dem FC Bayern das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League.
dpa Jupp Heynckes gewann 2013 mit dem FC Bayern das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League.

Trainer-Ikone Jupp Heynckes setzt sich bei einer Gala für einen unabhängigen und kritischen Journalismus ein. Einen Seitenhieb auf den FC Bayern kann er sich dabei nicht verkneifen.

Hamburg - Trainer-Ikone Jupp Heynckes hat sich für einen unabhängigen und kritischen Journalismus ausgesprochen.

"Der FC Bayern hat neuerdings einen eigenen Fernsehsender. Die Süddeutsche Zeitung fragte schon provokativ: Wer braucht da noch Journalisten? Ich denke, wir brauchen gerade in dieser schnelllebigen Zeit einen kritischen, unabhängigen und nachdenklichen Journalismus, der den Menschen hilft, die Ereignisse einzuordnen", sagte der 71 Jahre alte ehemalige Meister-Trainer bei der Verleihung des Deutschen Sportjournalistenpreises am Montagabend in Hamburg.

Der einstige Welt- und Europameister war 2013 vom Weltverband FIFA zum Welttrainer des Jahres gekürt worden, nachdem er mit dem FC Bayern das Triple aus Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal errungen hatte. Er habe als Trainer versucht, "das Leben zu entschleunigen, aber das wird natürlich nicht einfacher, wenn jeder Satz, den man sagt, fünf Minuten später online steht. Vielleicht lese ich auch deshalb lieber Zeitung als Onlineseiten auf dem iPad", betonte Heynckes im Hamburger Hotel Grand Elysee vor 400 geladenen Gästen aus Sport und Gesellschaft.

Die Preisträger

Ludger Schulze, langjähriger Sportressort-Leiter bei der Süddeutschen Zeitung, wurde beim Deutschen Sportjournalistenpreis für sein Lebenswerk geehrt. Der 66-Jährige nahm die Auszeichnung am Montag vor rund 400 geladenen Gästen aus Sport und Gesellschaft im Hamburger Hotel Grand Elysee entgegen. Anwesend waren unter anderem auch der frühere Nationaltorhüter Oliver Kahn und Meistertrainer Jupp Heynckes.

Der Deutsche Sportjournalistenpreis (ehemals Herbert-Award) wurde zum siebten Mal verliehen. Bei den "Oscars für Sportjournalismus" wählen Sportler im Zweijahresrhythmus ihre Favoriten in zehn Kategorien. Der frühere Bayern-Keeper Kahn erhielt die Auszeichnung als bester TV-Experte des Jahres, Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus bekam den Sonderpreis als meistzitierter Sport-Experte.

Bester Sportinternetauftritt: ZDFsport.de

Bester Newcomer: Marco Hagemann (Kicker talk Eurosport)

Bester Sportteil einer Tageszeitung: Bild

Beste/r Sportkommentator/in: Wolff-Christoph Fuss (Sky)

Beste Sportfachzeitschrift: 11 Freunde

Beste/r Sportmoderator/in: Anett Sattler (Sport1)

Bester Sportauftritt Wochenzeitung/Magazin: Bild am Sonntag

Beste/r Sportexpertin/experte: Oliver Kahn

Beste Sportsendung: DKB Handballbundesliga (Sport1)

Sonderpreis als meist zitierter Sportexperte: Lothar Matthäus

Preis für das Lebenswerk: Ludger Schulze (ehemaliger Sportchef Süddeutsche Zeitung)

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